Traber-Derby: Traber-Derby: Jubiläum mit Zukunftssorgen

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Berlin. Vielleicht sind diese Tage ja eine Chance. Außer Fußball läuft coronabedingt gerade nicht sonderlich viel im deutschen Sport. Wer also jetzt etwas zu bieten hat, könnte eine gute Bühne finden. So gibt es für das Deutsche Traber-Derby die Planung, es in die „Sportschau“ am Sonntag aufzunehmen. Es wäre zumindest ein angemessener Rahmen, denn schließlich wird das Derby zum 125. Mal ausgetragen.

Eine stolze Zahl, findet Ulrich Mommert (79). Er ist der Besitzer der Derby-Bahn in Mariendorf. „Ich freue mich, dass es 125 Jahre geworden sind und hoffe, dass es noch viel mehr werden. Der Trabrennsport hat eine große Vergangenheit. Es wäre schön, wenn er auch eine große Zukunft hätte“, sagt der Berliner. Er nennt im gleichen Atemzug aber auch die Probleme, die Traber begleiten.

Pfleger sind enorm wichtig, aber leider Mangelware

Es fehlt an vielem: Pferde, Trainer, Pfleger. „Viele Leute wollen diese schwere Arbeit nicht mehr machen. Das ist keine 40-Stunden-Woche, das ist mehr, da muss man für geschaffen sein“, erzählt Mommert, der zwei Gestüte führt und etwa 40 Pferde besitzt, die an Wettkämpfen teilnehmen. Gerade den Pflegern kommt eine besondere Bedeutung zu, weil sie die meiste Zeit mit den Tieren verbringen und ihre Bedürfnisse am besten kennen.

Ulrich Mommert, Besitzer der Trabrennbahn in Mariendorf.<span class="copyright">Heiko Lingk / BM</span>
Ulrich Mommert, Besitzer der Trabrennbahn in Mariendorf.Heiko Lingk / BM

Mommert setzt auf die Zugkraft des Derbys, um die Begeisterung für den Sport am Leben zu erhalten. „Wenn das Derby Erfolg bringt, profitiert davon der ganze Trabrennsport“, sagt er. Normalerweise kommen zum Höhepunkt am Sonntag gut 10.000 Zusch...

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