Traumurlaub auf Bali? Diese YouTuberin ist in Wahrheit im Möbelparadies

Jennifer Caprarella
Freie Autorin

“Glaubt nicht alles, was ihr auf Instagram seht.” Weise Worte, die YouTuberin Natalia Taylor da spricht - doch wie sieht das bei ihren eigenen Abonnenten aus? Um zu testen, wie leichtgläubig ihre Fans wirklich sind, fakte sie einen Luxusurlaub im Strandparadies Bali - und zwar in einer Filiale von Ikea.

Obwohl die meisten von uns wissen sollten, dass sich auf Social Media viel schöner Schein befindet, fiel es Natalia Taylor einfach zu leicht, ihre Fans an der Nase herumzuführen. Sie ließ ihre Follower glauben, dass sie sich auf Bali befand und postete perfekte Schnappschüsse aus ihrem Luxusdomizil. Die Fotos entstanden jedoch allesamt in einer Ikea-Filiale.

Zusammen mit einer Fotografin schlich sie sich durch die Ausstellungsräume des Möbelhauses und ließ sich in schickem Kleid oder Bademantel in ihrer angeblichen AirBnb-Unterkunft ablichten.

Dabei gab sich die YouTuberin nicht die geringste Mühe, eindeutige Beweisstücke aus dem Weg zu räumen. Vielmehr wollte sie kleine Hinweise für besonders findige Social-Media-Nutzer hinterlassen, die den Schwindel auffliegen lassen könnten.

Ikea oder Indonesien? Niemand erkannte den Unterschied

So sind in diversen der Bilder Preisschilder von Ikea zu erkennen: Eines ist im Spiegel der Schminkstation zu sehen, an der Taylor posiert. Ein anderes liegt neben der Badewanne, in der sie sich räkelt. Auf einem Foto, das den YouTube-Star mit Champagner-Flasche in der Hand zeigt, ragt seitlich sogar eines der bei Ikea omnipräsenten Tablets ins Bild.

Trotz dieser mehr oder weniger subtilen Hinweise gelang es Taylor, ihre knapp 310.000 Follower gepflegt an der Nase herumzuführen. Sie filmte sich dabei, wie sie nach und nach Urlaubsschnappschüsse postete, nachdem sie ihre Ankunft am Flughafen mithilfe von Internet-Fotos bereits in einer Instagram-Story geteilt hatte und wartete darauf, dass ihr Schwindel aufflog.

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Dass das nicht passierte, erstaunte sie selbst ein wenig. Im Hintergrund der “Outdoor-Aufnahmen” sei schließlich eindeutig eine Wand zu sehen, wie sie in dem Video amüsiert bemerkt.

“Glaubt nicht alles, was ihr seht”

Irgendwie fand Taylor es zwar rührend, wie sehr ihre Fans ihr offenbar vertrauen. Dennoch legte sie ihnen ans Herz: “Glaubt nicht alles, was ihr im Internet seht. Manchmal wollen die Menschen einem etwas vormachen, und das geht scheinbar leichter, als gedacht.”

Das bewies im vergangenen Jahr auch schon YouTuberin Gabbie Hanna, die sich mithilfe des Gartens einer Freundin und ein wenig Photoshop nach Coachella schummelte, um die Leichtgläubigkeit ihrer Follower zu testen.