Ungewöhnliche Porno-Suchabfragen am "Talk Like a Pirate Day"

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Jedes Jahr am 19. September verwandeln sich Erwachsene in Piraten und sprechen einen Tag lang so, wie man es von Captain Jack Sparrow, Captain Hook oder wahlweise auch von Kapitän Efraim Langstrumpf erwarten würde. Wer neben Piratenparodien auch auf Pornos steht, bringt diese Vorlieben einfach zusammen.

Yo-ho-ho and a bottle of rum, Johnny Depp in seiner berühmten Piratenrolle (Bild: ddpimages)

1995 hoben die US-Amerikaner John Baur und Mark Summers den International “Talk Like a Pirate Day” aus der Taufe, mit dem sie sich parodistisch von der romantisierenden Sichtweise des Goldenen Piratenzeitalters abgrenzen wollten. Jedes Jahr am 19. September nimmt die Anzahl der im Alltag geäußerten Aye ayes, Arrrrrs, gehissten Flaggen, gezündeten Lunten und abgefeuerten Kanonen schlagartig zu. Und auch die Anbieter von Porno-Websites wüssten anhand der Suchabfragen auch ohne Kalender ganz genau, wann die Piraten wieder los sind.

Wilde Piraten sind heiß begehrt

Der britische “Mirror“ fragte bei xHamster nach und bekam die Top-Suchanfragen vom 19. September 2019. Auf Nummer eins steht einfach “Pirates“, danach kommt schon der spezifische Wunsch nach “Pirates II: Stagnetti´s Revenge“, ein an die “Fluch der Karibik“-Filme angelehnter Porno aus dem Jahr 2008 und mit branchenunüblichen Produktionskosten von ganzen acht Millionen Dollar. Weiter geht es unter anderem mit “Space Pirate Sara“, ein Film aus der japanischen Porno-Subkultur, “lesbian pirates“ und “pirate orgy“.

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Die größte Nachfrage kommt von männlichen Millennials

Auch bei Pornhub wurde am 19. September des vergangenen Jahres ein Anstieg von satten 367 Prozent bei den Suchanfragen mit Piratenbezug verzeichnet, darunter neben dem meist gesuchten schlichten “pirate“ auch “pirate fetish machine“ und “pirate sex slave“. Laut Pornhub suchen 41 Prozent mehr Männer als Frauen nach Piratenpornos und darunter vor allem die 18- bis 35-Jährigen.