Verkehr in Köln: Neues städtisches Amt soll Aufgaben bündeln

Baustellenkoordination, Management, Ampeln und Leitzentrale sollen zusammenlaufen.

Verkehrsdezernentin Andrea Blome will in Kürze ihren Zuständigkeitsbereich aufwerten und die Zahl der ihr unterstehenden Ämter von zwei auf drei aufstocken.

Zu diesem Zweck soll ein neues Amt für Verkehrsmanagement gegründet werden, das größtenteils aus dem bestehenden und von Klaus Harzendorf geleiteten Amt für Straßen und Verkehrstechnik herausgelöst wird.

Nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ werden 100 der 370 Mitarbeiter wechseln. Hinzu kommen die Beschäftigten der Tunnelleitzentrale, die für die Überwachung der elf längsten Röhren in der Stadt zuständig ist. Dieser Bereich gehört bislang zum Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau unter Leitung von Gerd Neweling.

Verkehrstechnik nicht konsequent genug erneuert

Harzendorf verliert die zentralen Abteilungen Verkehrsmanagement, Verkehrssysteme, Ampelanlagen sowie die Verkehrsleitzentrale inklusive des Baustellenmanagements – also sämtliche Bereiche zur Steuerung des Verkehrsflusses in Köln. Die Pläne resultieren dem Vernehmen nach aus der veralteten Verkehrstechnik, die in den vergangenen Jahren nicht konsequent genug erneuert wurde.

So wurde zum Beispiel erst im vergangenen Jahr ein Austauschprogramm für die 974 Ampeln gestartet, die den Verkehr in der Stadt regeln. Blome hatte kurz nach ihrem Amtsantritt als Verkehrsdezernentin im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ betont, dass andere Städte dieses Problem bereits deutlich früher gelöst hätten.

Leitzentrale soll moderner werden

Auch die Verkehrsleitzentrale soll modernisiert und personell verstärkt werden. Blome setzt sich dafür ein, dass die Zentrale in Zukunft an allen Wochentagen rund um die Uhr besetzt sein soll. Bislang sind die Mitarbeiter dort nur montags bis freitags von 7.30 Uhr bis 17 Uhr erreichbar – deutlich zu wenig für eine Millionenstadt, deren Straßensystem an der Grenze der Belastbarkeit läuft.

Im Bereich der Verkehrsleitung besteht ebenfalls Nachholbedarf. So stammen etwa die Informationstafeln an allen größeren Zufahrtsstraßen und auf den Rheinbrücken aus den 90er Jahren. Was damals modern war, bietet mittlerweile einen eher traurigen Anblick. Die Schrift auf vielen der sogenannten Variotafeln lässt sich nur noch schwer lesen.

Neuer Verkehrsrechner fehlt

Nach wie vor fehlt ein Leitsystem für den Lkw-Verkehr. Das neue Amt für Verkehrstechnik soll sich auch um einen neuen Verkehrsrechner kümmern, der die Ampeln steuert. Das Gerät sollte bereits 2012 angeschafft werden. Die Verhandlungen mit einem Lieferanten befinden sich zurzeit in der endgültigen Abstimmung.

Die Stelle eines Leiters für das neue Amt soll extern ausgeschrieben werden. Ein erfolgreicher Bewerber wird sich komplizierten Aufgaben stellen müssen – so viel ist sicher....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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