Verschwörungstheorie: Ist der Megalodon wirklich ausgestorben?

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Der Megalodon existierte vor etwa 36 Millionen Jahren, dennoch hält sich hartnäckig die Theorie, dass das Monster tatsächlich nie ausgestorben sei.

Great white shark smiling in the blue ocean
Laut einigen Theorien gibt es den 18 Meter langen Megalodon-Hai noch. (Bild: Getty Images)

Online tauchen immer wieder Videoaufnahmen auf, die angeblich den Riesen-Hai unter der Wasseroberfläche zeigen sollen. Ist der Megalodon, ein 18 Meter langer Hai aus der Urzeit doch nicht ausgestorben?

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Der Zukunftsforscher Dr. Richard Hames hält die Rätseleien für überflüssig, da es seiner Ansicht nach sehr gute Gründe dafür gibt, dass der Hai heutzutage nicht mehr unter uns weilt: "Der Megalodon lebte in warmen Gewässern, und tatsächlich war es gerade die damalige Erdabkühlung, der viele Meeressäugetiere zum Opfer fielen, sie starben aus und wurden zu Futter für den Megalodon", so Dr. Hames im Gespräch mit Yahoo News Australia. "Er würde in den heutigen Gewässern wohl sowieso nicht überleben."

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Die online publik gewordenen trüben Videoaufnahmen von etwas, das manche als etwa 16 Tonnen schweren Hai bezeichnen, hält Dr. Hames für Fakes. "Das lässt sich so leicht fälschen," sagt er. "Bei visuellen Daten kann man heutzutage praktisch alles fälschen."

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Weil Haie als knorpelige Tiere kein Skelett besitzen und von ihren verrottenden Leichen am Meeresgrund nur Kiefer und Zähne als Beweis für ihre Existenz übrigbleiben, gibt es aber nur wenige konkrete Beweise für das Aussterben des Megalodons.

Prehistoric Megalodon Shark Tooth and two Great White Shark Teeth
Prähistorischer Megalodon-Haizahn und zwei Zähne eines Weißen Hais. (Bild: Getty Images)

Dr. Hames entkräftet diese These jedoch: "Die Zähne des Megalodons waren riesig, zwei Zahnreihen mit 18 cm langen gezackten Zähnen", erklärt er. "Abhängig von ihrer Ernährung bekommen Haie alle zwei bis drei Wochen ein neues Gebiss, also hätte auch der Megalodon jede Menge Zähne abgeworfen – ein Hai kommt in seinem Leben auf etwa 40.000 verlorene Zähne. Wir würden seine Bissspuren, zum Beispiel an Walen, sehen und am Meeresgrund könnten wir zahlreiche Megalodon-Zähne finden. Dem ist aber nicht so. Es fehlen schlichtweg einige der nötigen Beweise."

Fragen zu unerforschten Meeresgebieten 

Da 1,35 Milliarden Billionen Litern Wasser auf der Erde noch unerforscht sind, so die Autoren der Verschwörungstheorien, lässt sich dieses Rätsel nicht so leicht weg argumentieren. Auch Dr. Hames gab zu, dass es 2ein winziges Fenster für Rätsel" gebe, glaubt selbst jedoch nicht den Behauptungen, dass der Megalodon in unerforschten Gewässern lauern könnte. Der knapp zwölf Kilometer tiefe Marianengraben, der etwas tiefer ist als der Mount Everest hoch, ist die Grundlage anderer Behauptungen, dass es noch genug Platz für mysteriöse Wesen gibt. "Es gibt genug Platz, aber es ist sehr kalt da unten. Im Marianengraben würde der Megalodon nicht die warmen Gewässer finden, die er zum Leben braucht," so Dr. Hames weiter. "Er war ein fantastisches Meeresraubtier und sehr erfolgreich, aber wenn sich die Bedingungen um einen herum verändern und das Überleben dadurch unmöglich wird, hat das eben ein Aussterben zur Folge." 

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