Virales Video: Netz spottet über Mexikos neuen Finanzminister

Wenn man einen neuen Job antritt und weiß, dass der Vorgänger mit Pauken und Trompeten gekündigt hat, verschafft einem das möglicherweise ein mulmiges Gefühl. Was genau dem neuen Finanzminister von Mexiko, Arturo Herrera, bei seiner Ernennung durch den Kopf ging, ist derzeit Gegenstand wilder Spekulationen auf Twitter.

Schon seine Ernennung brachte dem neuen Finanzminister von Mexiko, Arturo Herrera, auf Twitter viel Häme ein (Bild: Reuters)

Diese Kündigung hatte es in sich: Mit einem flammenden Brief, den er auch bei Twitter veröffentlichte, hat Carlos Urzua vergangene Woche sein Amt als Finanzminister von Mexiko niedergelegt.

“Ich bin davon überzeugt, dass wirtschaftliche Entscheidungen aufgrund von Tatsachen und frei von jeglichem Extremismus getroffen werden sollten. Leider musste ich während meiner Zeit im Amt feststellen, dass das bei uns nicht der Fall war“, begründete er seinen Abgang.

Glücklicherweise gibt es bereits einen Nachfolger für den Job, den bisherigen Untersekretär Arturo Herrera. Bei dessen offizieller Ernennung am Freitag bekam man jedoch nicht den Eindruck, dass er seinen neuen Aufgaben besonders euphorisch entgegenblickt. Der 53-Jährige wirkte beinahe niedergeschlagen, starrte verloren ins Leere, während der Präsident von Mexiko, Andrés Manuel López, ihn in seiner TV-Ansprache als neuen Finanzminister vorstellte.

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Viel Häme für den neuen Finanzminister

Klar, dass hämische Reaktionen im Netz nicht lange auf sich warten ließen. “Hello darkness, my old friend“, kommentierte etwa ein User die Szene auf Twitter und unterlegte sie mit dem Kult-Hit “The Sound of Silence“ von Simon & Garfunkel.

“Endlich hast du deinen Traumjob bekommen! Glückwunsch Arturo Herrera“, spottete ein anderer.

Andere unterstellen Herrera Gedanken wie: “Und wenn ich jetzt einfach auch kündige?” oder “Ich hätte Pädagogik studieren sollen.“

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So äußert sich Herrera

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, wurde Herrera wenig später bei einer Pressekonferenz auf sein trauriges Gesicht angesprochen. Er hatte jedoch eine schlagfertige Antwort für die Journalisten parat: Bei vorherigen Jobs sei er des Öfteren kritisiert worden, weil er zu viel lache, “deshalb bemühe ich mich jetzt, bei offiziellen Auftritten seriöser zu wirken.“

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