Wahl in Frankreich: Großer Andrang an den Wahllokalen in Berlin

In Berlin standen Tausende Franzosen Schlange, um zu wählen. Marine Le Pen will hier kaum einer in der zweiten Runde sehen.

Sie trippeln auf der Stelle, vergraben ihre Hände und Gesichter in ihren Daunenjacken, stemmen sich gegen den eisigen Wind. Kurfürstendamm, Ecke Uhlandstraße, Maison du France. Die Berliner Franzosen wählen den achten Präsidenten der fünften Republik. Den Wetterkapriolen zum Trotz.

Gut 150 Meter zieht sich die Warteschlange vom Eingang des wuchtigen Eckhauses im Bogen um die Brasserie Le Paris bis zum Story of Berlin Museum. Sarah (29) ist aus Pankow hergefahren, reiht sich ganz hinten in die Schlange ein. Genervt ist sie, darüber, dass weder per Brief noch online gewählt werden kann. "Aber es muss sein", sagt die Energieberaterin aus Marseilles. Fragt man nach ihren Gefühlen vor dem ersten Wahlgang, dann sagt sie ein Wort, dass von vielen der Wähler an diesem Sonntag zu hören ist: Angst. Viele hier sind besorgt darüber, der Front National könne die Wahl gewinnen. Die Sorge über die Zukunft ihrer Heimat, die Zukunft Europas, sie hat sehr viele Berliner Franzosen zu den Wahlurnen getrieben.

88.000 von den Auslandsfranzosen haben sich laut einem Sprecher der Französischen Botschaft deutschlandweit für die Wahlen registriert. Sie können ihre Stimme in Hannover, Hamburg, Bremen und Berlin abgeben. Oder in ihrem Wahlkreis in Frankreich jemanden bevollmächtigen, ihre Stimme in Vertretung einzuwerfen. In der deutschen Hauptstadt haben sich laut der Botschaft 12.000 Wähler registriert. Ab 10 Uhr konnten sie die braunen Umschläge in die Urnen aus Plexiglas werfen. Neben dem Maison de Fr...

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