Warum viele Zuschauer "Friends" als Englisch-Unterricht nutzen

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Die Sitcom "Friends" ist nicht nur unterhaltsam, sie ist auch lehrreich. Zum Beispiel lernen viele Zuschauer mit der Kult-Serie die englische Sprache.

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Szene aus der "Friends"-Spezialfolge "Friends: The Reunion" (Bild: ddp images/Planet Photos)

Dass "Friends" auf Deutsch "Freunde" heißt, wird der größte Teil der Fans seinerzeit gewusst haben. Und wer es nicht wusste, wird das Wort spätestens mit der seit 1994 ausgestrahlten Serie gelernt haben. Denn das war Teil des Hypes um "Friends": Viele nicht-englischsprachige Zuschauer lernten das Englische mit Hilfe der Erfolgssitcom.

Und obwohl "Friends" seit 2004 – mit Ausnahme der kürzlich ausgestrahlten Spezialfolge "Friends: The Reunion" – nicht mehr produziert wird, dient sie für viele Zuschauer noch immer als Englischunterricht. Von dem "internationalen Phänomen", das in den 1990ern aufkam, berichtete vor wenigen Tagen die New York Times.

Teil dieses Phänomens ist auch der Englischkurs der türkischstämmigen Lehrerin Elif Konus, die in der Stadt San José, im US-Bundesstaat Kalifornien, ihren Schülern das Englische auf Grundlage von "Friends"-Episoden beibringt. Für den Erfolg dieser Methode spricht sie selbst, hat sie ihr eigenes Englisch einst doch auch mit der Serie verbessert.

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In einem Interview mit der Zeitung nennt Konus einige Gründe, warum sich die Sitcom so gut für den Englischunterricht eignet. Erstens handle es sich um eine "wirklich unterhaltsame" Sendung, meint die 29-Jährige. Und zweitens würden darin "universelle Themen" verhandelt, "die alle Menschen ansprechen".

"Friends": einfach, universell, magisch

Hinzu kommt ein Faktor, der "Friends" von anderen englischsprachigen Serien unterscheidet: Es wird in der Sitcom ein einfaches, leicht zu verstehendes Englisch gesprochen. Das bestätigt auch Rachel Smith, die auf ihrer Webseite "Rachel's English" den Stoff auch mit Hilfe von "Friends"-Ausschnitten vermittelt.

Die Lehrerin glaubt, dass man das Englische durchaus auch mit anderen Serien lernen kann, allerdings könnte die Sprache dort den Anfänger allzu speziell erscheinen. Sie nennt die Sitcom "Seinfeld" als Beispiel für ein herbes Englisch, während "The Big Bang Theory" allzu "wissenschaftlich" und "nerdig" daherkomme.

Nicht zuletzt zeichnet sich "Friends" laut Smith durch etwas aus, was andere Serien offenbar nicht bieten. Die Sitcom habe etwas Magisches an sich, meint sie, was sie umso attraktiver mache.

Dieser Magie ist im Übrigen auch so mancher Promi erlegen. Zum Beispiel der deutsche, in England arbeitende Fußballtrainer Jürgen Klopp. Auch er lernte Englisch mit Hilfe von "Friends", wie er in einem Interview zugab. Auf die Frage Warum meinte er: Weil die Serie "so einfach zu verstehen" sei.

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