Weigl erklärt: Darum platzte der Wechsel zu PSG

SPORT1

Portugal-Legionär Julian Weigl hat sich zu den Hintergründen seines geplatzten Wechsels zu Paris Saint-Germain vor gut einem Jahr geäußert.

Der flexibel einsetzbare Defensivspieler wollte nicht länger bei Borussia Dortmund bleiben. "Ich hab gespürt: Ich brauche eine Veränderung. Im Winter zuvor hatte ich ein Angebot aus Paris, das ich gern annehmen wollte und um das ich auch gekämpft habe", verriet der 24-Jährige der Süddeutschen Zeitung.

Allerdings erhielt Weigl vom BVB keine Freigabe. "Jedenfalls hat der BVB die Tür komplett verschlossen. Ich habe den Verein schon auch verstanden. Wir hatten große Chancen, deutscher Meister zu werden, es waren viele Innenverteidiger verletzt...", fügte Weigl hinzu.


Weigl: Streiken "kam nicht infrage"

Einen Transfer zu erzwingen schloss er aber aus. "Da war die Aussicht, zu Paris Saint-Germain zu gehen, zu einem Trainer (Thomas Tuchel, Anm. d. Red.), von dem du weißt, was er von dir verlangt, und bei dem du große Chancen hast, dich weiterzuentwickeln, schon verlockend. Streiken oder Terror machen? Kam für mich nicht infrage", sagte der frühere Nationalspieler.

DAZN gratis testen und internationale Fußball-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE 

Mit seinem jetzigen Klub Benfica Lissabon hat Weigl Großes vor. Im Winter wechselte der 24-Jährige trotz Angeboten aus Europas Top-Ligen überraschend zum 27-maligen portugiesischen Meister.

Aber wieso hat er sich ausgerechnet für Benfica entschieden? "Als ich hier bei den Verhandlungen war, um das Ausbildungszentrum zu sehen und zu erkennen, wie groß Benfica ist, etwas, was die Menschen in Deutschland nicht erkennen, war ich sehr beeindruckt", sagte der Mittelfeldspieler und erzählte von den Gesprächen, bevor der Transfer-Deal zustande kam. 


Gespräche mit Rui Costa, Tiago Pinto und Bruno Lage

"Rui Costa und Tiago Pinto sowie der Starspieler Bruno Lage sagten mir, dass sie mich haben wollten - wegen meiner Eigenschaften, wegen meiner Qualitäten", erklärte Weigl.

Dass der Spitzenklub aus der Hauptstadt 25 Millionen Ablöse für den fünfmaligen deutschen Nationalspieler hinlegen konnte, war für Benfica "kein kleines Geschäft", erzählt Weigl: "Der ganze Verein arbeitete daran, den Transfer abzuschließen - einen der teuersten in der Geschichte des Klubs."


Benfica kann weiter als Ajax und Atalanta gehen

Einen solch großen Deal abzuschließen, verstand der ehemalige BVB-Star auch als Kapfansage in Europa: "Sie wollten, dass ein solider Spieler in der Champions League für Furore sorgt. Jedes Jahr gibt es Überraschungsteams, wie Ajax oder Atalanta. Benfica hat zweifellos das Potenzial, noch weiter zu gehen."

Das sind hohe Ziele: Ajax Amsterdam erreichte im vergangenen Jahr sensationell das Halbfinale der Champions League. Nach Weigls Worten hält der Leistungsträger einen Finaleinzug mit Benfica in der Königsklasse also für möglich.