Wohnmobilbrand in Nippes: Polizei vermutet Brandstiftung – Linie 13 weiter betroffen

Die Bürger stören sich am Anblick von verkohlten Resten des Wohnwagens.

Mit jedem Schlag des Hammers brechen schwarz-verrußte Betonteile der Bahnüberführung in Nippes ab. Zwei Mitarbeiter des Amts für Brücken und Stadtbahnbau klopfen am Dienstag das Bauwerk nahe der KVB-Station „Neusser Straße/Gürtel“ unter den Augen von Leiter Gerd Neweling von einer mobilen Hebebühne aus ab. Sie wollen wissen, wie stark der Brand eines Wohnmobils am Samstagabend die in den späten 70er Jahren erbaute Konstruktion in Mitleidenschaft gezogen hat. „Der Schaden ist nicht unerheblich, die Baustelle hier wird uns noch eine Zeit lang beschäftigen“, sagt Neweling.

Der Sachverständige, ein Ingenieur aus Düsseldorf, hatte am Vormittag zwar „keine akute Gefahr“ konstatiert, allerdings bestehe dennoch Handlungsbedarf. „Wir müssen die Stelle sanieren, sobald wir wissen, wie lange die Flammen den Beton und die Bewehrung darin erhitzt haben“, führt Neweling weiter aus.

Die entsprechenden Informationen erhofft er sich von der Kölner Feuerwehr, die den Brand gelöscht hatte. Der Düsseldorfer Statik-Fachmann kann daraus errechnen, wie stark die Schäden sind.

Polizei geht von Brandstiftung aus

Bis der Sanierungsplan erstellt und die Arbeiten an dem Abschnitt der Hochführung der Linie 13 abgeschlossen sind, werden sich die Fahrgäste der KVB zufolge „noch einige Wochen“ gedulden müssen.

Die Stadt hat mit den KVB Sicherheitsmaßnahmen beschlossen, die von dem staatlich bestellten Prüfer bestätigt wurden. So fahren die Bahnen nur zehn Stundenkilometer schnell über den Bereich, außerdem bestehen sie nur aus einem Zugwagen. Zusätzlich besteht ein „Begegnungsverbot“ – es darf stets nur eine Bahn in eine Richtung die beschädigte Stelle passieren.

Die Polizei ermittelt derzeit weiter die Brandursache. „Nach jetzigem Stand deutet alles auf Brandstiftung hin“, sagte ein Behördensprecher dieser Zeitung am Dienstag. Die Beamten und die Feuerwehr waren vergangenen Samstag um 22.30 Uhr alarmiert worden – das mittelgroße Campingmobil der Marke Mitsubishi aus den 80er Jahren war durch die Flammen vollständig zerstört worden. Amtsleiter Gerd Neweling kündigte an, in der gesamten Stadt künftig ein Parkverbot für Camper an vergleichbaren Stellen zu erwirken....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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