Wenn ihr abends lange wach bleibt, seid ihr einer aus 75 Menschen mit einer genetischen Besonderheit

Annette Dönisch
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Früh aufstehen ist wie Folter — für fast jeden. Ganz besonders aber für Nachteulen. Oder in der Fachsprache: Menschen mit dem verzögerten Schlafphasensyndrom.

Sie flitzen nachts hellwach durch die Wohnung, gehen spät ins Bett und quälen sich für die Arbeit oder Schule zu Zeiten aus den Federn, zu denen sie noch nicht ausgeschlafen sind. Doch diese Nachteulen sind nicht krank; Schuld könnte eine Genmutation sein.

Die spezielle Variante des Gens CRY1 soll laut Forschern der Rockefeller Universität in New York bei einem von 75 Menschen auftreten — und damit sehr häufig. Menschen ohne die Genmutation gähnen bereits zwischen 21 und 22 Uhr, wohingegen der Körper von Menschen mit der Genmutation das Schlafhormon Melatonin erst gegen zwei oder drei Uhr morgens produziert.

Probanden lebten in Labor ohne Tag-Nacht-Rhythmus

Ziel der Studie war zu klären, warum manche Menschen nachts länger wach sind als andere. Probanden lebten zwei Wochen rund um die Uhr in einem Labor, in dem nicht ersichtlich war, wann Tag und wann Nacht war. Die Teilnehmer sollten sich nach ihrem eigenen Schlaf-Wach-Rhythmus verhalten.

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