Berlin: Seit vier Jahren kaputt: Die Problem-Ampel von Reinickendorf

Seit Mai 2013 ersetzt ein Provisorium eine zerstörte Ampelanlage. Der Berliner Senat liefert eine kuriose Begründung.

Berlins am schwierigsten zu reparierende Ampel steht in Reinickendorf. Seitdem am 8. Mai 2013 der Mast der Ampelanlage an der Kreuzung Heiligenseestraße/Konradshöher Straße bei einem Autobrand zerstört wurde, hält ein Provisorium die Stellung. Normalerweise dauert eine Reparatur etwa 20 Arbeitstage. Doch bei diesem sogenannten Gemeinschaftsmast, an dem auch die öffentliche Beleuchtung hängt, ist alles anders. Die zuständige Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, die den Schaden beheben müsste, braucht dafür schon vier Jahre.

"Jeder Bauherr würde in den Ruin getrieben"

Die Begründung des Berliner Senats: Die Bauvorschriften hätten sich geändert und die Berechnung der Statik des neuen Mastes sei "sehr aufwendig und schwierig", sagt Verkehrsstaatssekretär Jens-Holger Kirchner auf eine Anfrage des Abgeordneten Stephan Schmidt (CDU) im Berliner Abgeordnetenhaus. "Das kann nicht wirklich ernst gemeint sein. Jeder Bauherr würde in den Ruin getrieben, wenn sein Baustatiker vier Jahre für die Berechnung eines Mastes bräuchte", empört sich der Abgeordnete. Schließlich gehe es um die Verkehrssicherheit.

Weitere fünf Ampeln in Berlin betroffen

Vier Jahre für die Ampel-Reparatur zu brauchen, ist Berliner Rekord. Doch ein Einzelfall mit Statikproblemen ist das nicht: In Mitte gibt es seit dem 30. Juli 2014 an der Bernauer Straße Ecke Gartenstraße eine provisorische Ampel. In Marzahn-Hellersdorf steht seit dem 13. November 2014 an der Chemnitzer Straße Ecke Ulmenstraße, in Tempel...

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