Er will sie immer noch kippen: Donald Trump ist "besessen" von der Wahl 2020

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Donald Trump hält weiterhin daran fest, dass er die Präsidentschaftswahl 2020 rechtmäßig gewonnen hat und ihm der Sieg gestohlen wurde - und diese Überzeugung soll langsam krankhafte Ausmaße annehmen. Schenkt man weiteren Quellen Glauben, will der Ex-Präsident noch in diesem Jahr wieder zurück im Amt sein.

WASHINGTON, DC - AUGUST 2: (AFP OUT) U.S. President Donald Trump attends the announcement of the introduction of the Reforming American Immigration for a Strong Economy (RAISE) Act in the Roosevelt Room at the White House on August 2, 2017 in Washington, DC. The act aims to overhaul U.S. immigration by moving towards a
Ex-Präsident Donald Trump soll "besessen" davon sein, die Wahl immer noch zu kippen (Bild: Zach Gibson - Pool/Getty Images)

Früher bekam man mehrmals täglich ein Update darüber, was im Kopf von Donald Trump vorgeht. Doch seit Twitter und Facebook ihm den Hahn abgedreht haben, finden die geistigen Ergüsse des ehemaligen US-Präsidenten kein breites Publikum mehr. Was Trump derzeit planen soll, verrieten nun ehemalige Berater und Verbündete, die dem Republikaner immer noch nahe stehen, dem US-Sender CNN

Trump hört nur noch auf den "untersten Bodensatz Verrückter"

Demnach soll er sich nicht etwa auf eine erneute Kandidatur für die nächste Präsidentschaftswahl 2024 konzentrieren, sondern immer noch auf die vergangene. Er sei "besessen" von der Idee, dass er durch Wahlbetrug einer zweiten Amtszeit beraubt wurde. 

Er gibt nicht auf: Trump will schon im August wieder im Amt sein

Wer ihm rate, sich doch auf seine Politik und eine mögliche Wiederwahl zu fokussieren, stoße auf taube Ohren. Stattdessen, so drückt es ein ehemaliger Berater Trumps drastisch aus, höre er nur noch auf den "untersten Bodensatz im Fass voller Verrückter".

Trumps großer Traum: durch Stimmzettel-Prüfung wieder zurück ins Amt

Und deren Zuspruch animiert Trump offenbar zu dem Glauben, dass er Joe Biden schon bald wieder als US-Präsident ablösen könnte. The Washington Post berichtete, dass Donald Trump "zunehmend besessen" von der Idee sei, dass er durch eine Prüfung der Wahlzettel in Arizona das Ergebnis noch drehen könne - obwohl die Wahl nach allen Regeln der US-amerikanischen Demokratie längst verloren ist. Er habe eine Florida-basierte Firma namens Cyber Ninjas angeheuert, diese Prüfung vorzunehmen, vor allem im Bezirk Maricopa County, den er als "ersten Dominostein" sieht, der die anderen zum fallen bringen wird. Auch der Bezirk Fulton County in Georgia - ein Bundesstaat, in dem er als Favorit gegolten hatte, der letztlich aber an Biden ging - hätte ihn in den vergangenen Wochen "äußerst interessiert". 

CNN zufolge fragte er seine Berater, ob er mit seinem Plan noch in diesem Jahr wieder im Amt sein könne. Einer Quelle zufolge sollen die ihm vehement davon abgeraten haben und weiterhin auf politische Wege gepocht haben. Die Quelle selbst glaubt zudem, dass auch Trump selbst "in den Tiefsten seines Herzens" nicht daran glaubt, dass es funktionieren kann. Doch sie merkt an: "Es ist sehr gefährlich." 

Trump-Anhänger bringen Putsch wie in Myanmar ins Spiel

In der Partei hat er allerdings nach wie vor Anhänger, die ebenfalls weitere Untersuchungen wegen Wahlbetrugs vorantreiben wollen, obwohl bisherige Versuche vor mehreren Gerichten gescheitert waren. Der Washington Post zufolge glauben 70 Prozent der republikanischen Wähler ebenfalls weiterhin daran, dass Trump die Wahl rechtmäßig gewonnen habe. Die Falschaussagen seitens vieler Republikaner über einen vermeintlichen Wahlbetrug animierte Trump-Anhänger am 6. Januar bereits zu einem Sturm auf das Kapitol. 

Nach nur einem Monat: Donald Trump nimmt seinen Twitter-Ersatz wieder offline

Einige Trump-Anhänger und Verschwörungstheoretiker aus QAnon-Kreisen haben außerdem die Idee ins Spiel gebracht, dass ein Militärputsch wie der in Myanmar auch in den USA stattfinden könne, um Trump wieder ins Amt zu bringen. Dort hatte das Militär am 1. Februar das demokratisch gewählte Parlament aufgelöst und die Regierung übernommen, mehrere Hundert Demonstranten wurden bereits getötet.

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Michael Flynn, Trumps ehemaliger Sicherheit, wurde bei einer Konferenz am vergangenen Wochenende dabei gefilmt, wie er derartige Pläne offenbar befürwortet, obwohl er sich später davon distanzierte, dies getan zu haben. 

Bis Ende Juni dauere die Überprüfung der Stimmzettel den Cyber Ninjas zufolge noch an. Auf welche Stimmen Trump bis dahin hören will, wird sich noch zeigen. 

Video: Trumps Republikaner blockieren Untersuchungskommission zu Kapitol-Erstürmung

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