EU-Umweltausschuss will Phosphat-Zusatz verbieten: Steht der Döner vor dem Aus?

EU-Umweltausschuss will Phosphat-Zusatz verbieten: Steht der Döner vor dem Aus?

Fast-Food-Fans müssen jetzt ganz stark sein, denn die Zukunft des Döners steht auf dem Spiel. Grund: Der Umweltausschuss des EU-Parlaments will den Zusatz von Phosphat in tiefgefrorenen Fleisch-Spießen nicht mehr zulassen.

Wie die "Bild" berichtet, sei Phosphat in Döner-Spießen notwendig, um die einzelnen Fleischbestandteile besser zusammenzuhalten. Eine Regelung im EU-Recht gibt es bislang gegen das Mittel in tiefgefrorenen Fleisch-Produkten nicht. Doch das könnte sich ändern, wenn das EU-Parlament im Dezember tagt.

Dem Medienbericht zufolge wolle die EU-Kommission Phosphat in gefrorenen Fleisch-Spießen eigentlich zulassen. Allerdings spreche sich der EU-Umweltausschuss dagegen aus. Sowohl die Grünen als auch die Sozialdemokraten befürchten nämlich mögliche Auswirkungen auf das Herz- und Kreislaufsystem.

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Schon 2014 stand der Zusatz von Phosphat auf dem Programm. Damals hat das EU-Parlament der Verwendung in anderen Fleisch-Lebensmitteln wie Kassler und Brät allerdings noch zugestimmt. Ob Phosphat allerdings auch für tiefgefrorene Döner-Spieße zugelassen wird, wird sich noch zeigen.

Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, könnte das zum Problem für zahlreiche Imbisse werden: Denn fast alle Döner-Spieße werden tiefgefroren ausgeliefert. Kenan Koyuncu, Vorsitzender des Bundesverbandes der Döner- und Drehspießhersteller Deutschlands, erklärte der "Bild": "Sofern sich der Einspruch des Europäischen Parlaments durchsetzt, wäre dies das Todesurteil für die gesamte Dönerindustrie in der Europäischen Union."

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