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Hidden Headlines: Ärztin verliert Ring in Wäsche – er wird 160 Kilometer entfernt gefunden

Kuriose Meldungen weltweit

Eine Ärztin in Großbritannien verstaute einen Diamantring in ihrem Kittel und vergaß ihn dort. Fünf Tage später wurde dieser in einem rund 160 Kilometer entfernten Krankenhaus in London gefunden. (Symbolbild: Getty Images)
Eine Ärztin in Großbritannien verstaute einen Diamantring in ihrem Kittel und vergaß ihn dort. Fünf Tage später wurde dieser in einem rund 160 Kilometer entfernten Krankenhaus in London gefunden. (Symbolbild: Getty Images)

25.000 Fundstücke kommen im "Zentralen Fundbüro" in Berlin jährlich zum Vorschein. Offensichtlich verlieren wir Menschen ständig Dinge. Auch kuriose Gegenstände – so soll es im Fundbüro der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) auch schon eine Beinprothese auf die Liste der Fundsachen geschafft haben, wie der Tagesspiegel berichtet.

Besonders seltsam ist die Sache, die eine Ärztin in Großbritannien verloren hat, nicht – wie sie den Gegenstand verloren und zurückbekommen hat, ist dafür aber umso einzigartiger: Für einen Einsatz im OP verstaute Dr. Radhika Ramasamy einen Diamantring in der Tasche ihres Kittels – der Ring ward daraufhin nie mehr gesehen. Dachte sie. Klingt erstmal nicht so außergewöhnlich, oder?

Dass der Ring aber fünf Tage später in einem rund 100 Meilen entfernten Krankenhaus in London wieder aufgetaucht ist, ist dafür sehr ungewöhnlich. Doch wie ist der Ring da hingekommen?

Diamantring geht in Suffolk verloren…

Und ja ganz richtig erkannt: Dieser Artikel ist jetzt eine Black Story und alle können mitraten, wie das Schmuckstück der Anästhesistin die umgerechnet 160 Kilometer bestritten hat. Du hast fünf Versuche! Nein, natürlich werden wir dir ohne stundenlanges Raten die ganze Geschichte erzählen.

"Schuld" war der Wäscheservice des Krankenhauses. Denn im Fall von Dr. Ramasamy ist der Diamantring in ihrer Kitteltasche über den Wäscheservice des West Suffolk NHS Foundation Trust, das Krankenhaus in dem die Ärztin arbeitet, nach London ins Royal Free Hospital gereist.

Für einen Eingriff verstaute die Anästhesistin den Ring in ihre Kitteltasche. Wie sie gegenüber Fox News erklärte, wollte sie den Ring danach wieder anstecken – aber ein weiterer Eingriff sollte sie davon abhalten. Und nach zwei durchgeführten Anästhesieverfahren hatte Dr. Ramasamy dann vergessen, dass der Ring noch in ihrer Kitteltasche auf sie wartete.

Erst am nächsten Tag habe sie gemerkt, dass das Schmuckstück nicht mehr da war. Da die Erkenntnis über den verlorenen Ring am Wochenende kam, konnte die Ärztin ihrem Team erst am Montag Bescheid geben, dass sie einen Diamantring verloren hatte.

Genug Zeit für das Juwel, die weite Reise nach London zu bestreiten. Dr. Ramasamy hätte nach eigenen Angaben "nie damit gerechnet", den Ring zurückzubekommen.

… und taucht im rund 160 Kilometer entfernten London wieder auf

Szenenwechsel: Während die Ärztin in Suffolk um den Verbleib ihres Schmuckstücks bangte, begann der Anästhesist Suraj Shah fünf Tage später seine Schicht im rund 160 Kilometer entfernten Royal Free Hospital in London. Doch als er seinen Kittel anzog, fiel etwas Kleines, Schimmerndes heraus.

Die OP-Bekleidung von Dr. Radhika Ramasamy landete für den nächsten Einsatz im 160 Kilometer entfernten London. (Symbolbild: Getty Images)
Die OP-Bekleidung von Dr. Radhika Ramasamy landete für den nächsten Einsatz im 160 Kilometer entfernten London. (Symbolbild: Getty Images)

Ein Kollege Shahs entdeckte den Diamantring schließlich. Zunächst ging der Anästhesist davon aus, dass der Ring einer der Krankenschwestern gehören musste. "Ich habe den Ring über die zuständige Krankenschwester weitergegeben", erklärte er.

Auch bei den Ärzt*innen in seinem Krankenhaus fragte Suraj Shah nach – aber auch da wollte niemand etwas von einem verlorenen Diamantring wissen. Weil niemandem im Krankenhaus in London der Ring zu gehören schien, stellte sich natürlich die Frage: Wie war er hierhergekommen?

Wenn man denkt, man hat etwas verloren, ist es ja immer wichtig, zu analysieren, wo der Gegenstand abhandengekommen sein könnte. Deshalb verständigte der Anästhesist das Facility-Team seines Krankenhauses, die daraufhin den Wäscheservice des Royal Free Hospitals in London kontaktierten.

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"Das zeigt, wie ehrlich die Menschen sind"

Natürlich hatte Dr. Ramasamy den Ring, ein Geschenk ihres Mannes, dort als vermisst gemeldet. Und da zum Glück nicht allzu viele Diamantringe in Ärzt*innen-Kitteln verloren gehen, konnte der Ring sehr schnell an seine rechtmäßige Besitzerin zurückgegeben werden.

Die Anästhesistin ist sehr froh, das Schmuckstück zurückbekommen zu haben. "Das zeigt, wie ehrlich die Menschen sind, und ich möchte mich bei allen Beteiligten bedanken", sagte sie dem West Suffolk NHS Foundation Trust.

Denn der Ring hat für die Frau nicht nur einen materiellen, sondern auch einen ideellen Wert. Und auch Suraj Shah bezeichnet die Aktion als "eine Art kleines Wunder" und ist froh, dass der Ring wieder mit Dr. Ramasamy vereint ist.

Also an alle, die schon einmal etwas verloren haben und dachten, sie sehen es nie wieder: Es gibt noch Hoffnung! Und wer weiß, vielleicht hat ja jemand 2005 einen Sony Ericsson Walkman im Zug nach Zürich gefunden – der gehört mir und kann gerne nach Hamburg geschickt werden!

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