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Hidden Headlines: Außerirdische Tourismus-Aktion - US-Stadt lädt Aliens ein

Kuriose Meldungen weltweit

Der Job eines Tourismuszentrums ist, sich als attraktives Reiseziel zu präsentieren. Das der US-Stadt Lexington in Kentucky macht nun eben das - für Außerirdische.

"Hey, Aliens, kommt nach Kentucky": Lexington hat eine kuriose Kampagne gestartet (Symbolbild: Getty Images)
"Hey, Aliens, kommt nach Kentucky": Lexington hat eine kuriose Kampagne gestartet (Symbolbild: Getty Images)

Schon in den 1950er Jahren stellte Mathematiker Enrico Fermi in seinem Fermi-Paradoxon die Frage, wo all jene hochentwickelten außerirdischen Zivilisationen denn bitte stecken? An der Beantwortung seiner berühmten Frage "Wo sind die alle?" haben sich über die Jahrzehnte viele Denker versucht. Das Tourismuszentrum von Lexington, Kentucky, scheint nun zu glauben, dass der Hauptgrund für den Mangel an extraterrestrischem Besuch auf der Erde ist, dass den Aliens noch kein attraktives Reiseziel angeboten wurde. Und das will das Lexington Convention and Visitors Bureau (VisitLex) in seiner neuen Tourismus-Kampagne ändern.

Hoffentlich mögen die Aliens Pferde und Bourbon

Mit der Hilfe von Wissenschaftlern und Infrarot-Lasern hat VisitLex vor Kurzem einen interstellaren Werbespot ins All gebeamt, der mit dem unmissverständlichen Slogan "Hey, Aliens, schaut euch Lexington an" - übersetzt in Binärcode - Außerirdische dazu verleiten soll, ihre Raumschiffe direkt vor einen der vielen Pferdeparks der Stadt zu parken.

"Wir glauben, dass Lexington der beste Ort auf der Erde ist", erklärt VisitLex-Präsidentin Mary Quinn Ramer in einer Pressemeldung. "Es ist der ideale Ausgangspunkt für außerirdisches Leben, um unsere Welt zu erkunden."

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Zusammen mit der Einladung in die selbsternannte Pferdehauptstadt der Welt enthält die Nachricht jedoch auch Fotos, Musik, Informationen zu relevanten Spezies (Mensch und Pferd) und Symbole, die verschiedene Kernelemente der Erde erklären, darunter Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff - und Moleküle der zwei Hauptzutaten von Kentucky Bourbon, Wasser und Ethanol.

"Wir haben Experten für Ingenieurwesen, Linguistik, digitale Medien, Philosophie und Science Fiction zusammengebracht, um die Botschaft zu erstellen, auszufeilen und loszuschicken", sagte Astrobiologe Robert Lodder, der in Lexington lebt und die Idee für die Werbekampagne hatte.

Werbeslogan kommt in 40 Jahren am Ziel an

Bislang, so heißt es auf der Website von VisitLex, wurde keine "außergewöhnliche Aktivität im Himmel über Lexington" beobachtet. Verwunderlich ist das jedoch nicht: Das Lasersignal wurde in das 40 Lichtjahre entferne Sonnensystem Trappist-1 geschickt, in dem mindestens drei erdähnliche und damit womöglich bewohnbare Planeten entdeckt wurden. Vor den 2060er Jahren werden dort ansässige Aliens also gar nicht erst von den Vorzügen Lexingtons erfahren.

Bis dahin dürfen natürlich irdische Besucher gerne nach Lexington reisen, die - ganz nebenbei - mit der Kampagne ebenfalls auf die Stadt aufmerksam werden.

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