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Hidden Headlines: "Menschenfleisch"-Etikett bei Aldi entdeckt

Spinnen im Obstregal, Pferdefleisch in Burgern oder Kokain in Bananenkisten – bei Discountern stoßen Kund*innen immer wieder auf skurrile Überraschungen. Doch was ein Mann aus Lünen kürzlich in einem Regal bei Aldi Nord entdeckte, möchte sicherlich niemand im eigenen Einkaufswagen finden.

Aldi Nord
"Menschenfleisch" statt Kohlrouladen: Ein Mann aus Lünen machte einen makabren Fund beim örtlichen Discounter. (Symbolbild: Getty)

Wie das Internetportal der "Ruhr Nachrichten" berichtet, wollte Knut Thamm aus Lünen nur ein paar Kleinigkeiten beim örtlichen Discounter besorgen, als seine Aufmerksamkeit beim Schlendern durch die Regalreihen auf ein Produkt im Angebot fiel: Kohlrouladen. Doch beim Blick auf das Etikett wurde Thamm stutzig. Denn anstatt als "Kohlrouladen" war der Inhalt als "Menschenfleisch" deklariert.

"Besonders zartes und schmackhaftes Leichenteil"

Genauer gesagt: "Menschenfleisch. 250 Gramm: 0,99 Euro". Auch der Rest des Etikettentextes liest sich befremdlich: Durch "mit Medikamenten und Hormonen versetztes Futtermittel" könne man die "Schädlichkeit des Produktes garantieren". Zudem würden die Haltungsbedingungen für Bewegungsunfähigkeit sorgen und dadurch ein "besonders zartes und schmackhaftes Leichenteil" entstehen. Der Zusatz "100 Prozent Quantität" macht klar: Hier handelt es sich um einen aktivistisch motivierten Sticker, der die Zustände in der Fleischwirtschaft kritisiert.

Sticker
Ein Sticker dieser Art wurde auf einem Produkt von Aldi Nord entdeckt. (Quelle: kreaktivismus.org)

Grusel-Fund als Fake enttarnt

Dass es sich bei dem Etikett um einen Fake handelte, sei Thamm schnell klar gewesen, sagte er den "Ruhr Nachrichten". Dennoch habe er nach weiteren Verpackungen dieser Art gesucht. "Aber ich habe keine andere Verpackung mit dieser Aufschrift gefunden", so Tham im Interview. Seine Dose "Menschenfleisch" habe er aber als Erinnerung behalten wollen. Deshalb habe er die Dose an der Kasse extra umgedreht, damit das Etikett nicht entfernt werden konnte. "Ich hatte Angst, dass sie mir das sonst einkassieren", so Thamm.

Woher kommt das "Menschenfleisch-Etikett"?

Wie das Portal t-online berichtet, bestätigt Aldi Nord den Vorfall in Lünen. Dieser sei der einzige dieser Art bei der beliebten Supermarktkette gewesen, so eine Sprecherin. Die Filialen in Lünen seien nach weiteren Etiketten durchsucht worden, dabei sei aber nichts gefunden worden. Aktuell gehe man aber eher von einem schlechten Scherz als von einer gezielten Attacke aus.

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Infografik: Wie viel Fleisch wird in Deutschland gegessen? | Statista
Infografik: Wie viel Fleisch wird in Deutschland gegessen? | Statista

Gezielter Aktivismus oder Einzelfall?

Fake-Etiketten können einfach im Internet bestellt werden. Auf Seiten wie "kreaktivismus.org", einer Aktivismus-Plattform, wird das bei Aldi gefundene "Menschenfleisch"-Etikett für 0.02 Euro pro Stück verkauft. Weitere Funde ähnlicher Etiketten bei Discountern sind bisher nicht bekannt.

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