Dieses Duell rührte Rea Garvey bei "The Voice" zu Tränen

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Juror Nico Santos konnte seine Verblüffung kaum in Worte fassen: "Unser Ire, unser Brocken, unser Fels in der Brandung wird zum ersten Mal feucht in den Augen!" Der Grund für Garveys emotionalen Ausnahmezustand: das gefühlvolle "Battle" zweier Songwriter, die bei "The Voice" zu Freunden wurden.

Kehrte Rea Garvey in den "Blind Auditions" noch oft den harten Rocker raus ("Ich weine nicht so schnell wie Stefanie"), war es in der letzten Battle-Runde um ihn geschehen. War es wirklich das Duell zwischen den Talenten Sean Koch (25) und Duc-Nam Trinh (19), die "Jealous" von Labyrinth als ergreifende Akustik-Nummer sangen und sich dabei keinesfalls als Gegner, sondern unterstützende Freunde zeigten? Nein, nein, wiegelte der Juror ab: "Mein Sitz war in diesem Moment sehr kalt und kantig. Ich habe mich völlig falsch hingesetzt. Die Schmerzen waren kaum auszuhalten."

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So, so. Da hatte Yvonne Catterfeld mit ganz anderen Empfindungen zu kämpfen: "So echt, so pur - ein wunderschöner Moment." Stefanie Kloß wurde gar ein bisschen wütend, keinen Platz mehr im Team "CatterKloß" zu haben: "Sean, Duc-Nam, ihr solltet eure Coaches fragen, warum sie uns andere nicht warnten: 'Hebt euch eure Steal Deals auf!' Ganz einfach, so Rea: "Wir haben nur großartige Leute im Team."

Das mit dem kalten Sitz hatte er da schon wieder vergessen, sondern wurde philosophisch: "Diese Show offenbart wie mit der Lupe eure Stärken und Schwächen. Wie ihr damit umgeht - das ist die Frage. Ihr habt es als Freunde getan, und das solltet ihr euch über dieses Battle hinaus bewahren."

So schnell, wie Garveys Rührung überschwappte, konnte Mark Forster gar nicht mit der Taschentuchpackung anrücken. "I'm ready" stellt sich Garvey mit Samu Haber schließlich etwas gefasster der Entscheidung. Sie fiel für den charismatischen, aber unsicheren Sean - der dem einige Jahre jüngeren Duc-Nam bei der Vorbereitung alles zu verdanken hatte. "So richtig freuen kann ich mich nicht", gibt Sean dann auch zu. Weil alle "Steal Deal"- und "Comeback Stage"-Plätze weg sind, will er einfach eigene Wege finden: "Ich nehme den mit bis ins Finale. Ich kaufe ihm ein Ticket und auch ein Hotelzimmer."

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Eine Sendung vor den nächsten großen Entscheidungen in den "Sing-Offs" spielten Abschiedsschmerz und Tränen auch bei den Kandidaten eine große Rolle. "Ohne dich wäre Leo halb so schön", wertete Rea Garvey den Auftritt der hinreißenden Anastasia Blevins (19) mit dem nicht minder ausdrucksstarken Leo Engels (21). Die beiden lieferten eine smoothe Vorstellung zu Camila Cabellos "Havana" - trotz Anastasias heftiger Vorbehalte, mit Leo die gewünschte "sinnliche Show" abzuliefern: "Ich habe doch 'nen Freund!" Doch am Schluss gelang ihr, was ihre Coaches Stefanie und Yvonne Coaching forderten: "In Corona-Zeiten müsst ihr emotionale Nähe mit der Stimme herstellen." Und musste Anastasia bei der Entscheidung für Leo noch weinen, wurde es bei ihrer ganz persönlichen Schicksalswende noch heftiger - vor Freude: Per Steal Deal ist sie nun im Team SamuRea eine Runde weiter.

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"Wie ein Brückenpfeiler"

Um Freundschaft und Unterstützung ging es auch im Battle "Zwei Engel für Stefanie und Yvonne" (Annemarie Carpendale): Zwei fast lieblich daher kommende junge Männer, Vojtěch Zakouřil (24) und George Philippart (30), betörten nicht nur mit dem Simon and Garfunkel-Klassiker "Bridge Over Troubled Water", sondern unterstützendem Zusammenhalt.

"Wie ein Brückenpfeiler" habe Vojtěch aus Tschechien seinem nervösen, aus Belgien stammenden Mitkandidaten bei der Vorbereitung geholfen, berichtete Yvonne Catterfeld. Aufgrund seiner größeren "Stabilität" machte Vojtěch dann auch das Rennen, nicht George, der bereits in der fünften "Voice"-Staffel - damals noch als "Sabrina" im Körper einer Frau - antrat. Selbstredend waren hier einige Tränen im Spiel (George: "Das ist der Rauch"), auch bei Jurorin Stephanie. Anhand von Georges Geschichte fasste sie diese hochemotionale zehnte Folge auf gleiche Art zusammen: "Weißt du George, wir alle sitzen hier, und seit wir als Baby unseren allerersten Ton geschrien haben, konnten wir mit unserer Stimme wachsen und sie kennenlernen. Seit ein paar Jahren hast du ein neues Leben mit neuer Stimme. Und über diesen Wahnsinnsweg habt ihr mit dieser Show eine geile Brücke gebaut."

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