Mit diesen Worten hat "Grey's Anatomy"-Star Ellen Pompeo ein Problem

Auch nach Jahren geraten viele Fans von “Grey’s Anatomy” ins Schmachten, wenn sie an die wichtigsten Momente der Romanze zwischen Meredith Grey und Derek Shepherd zurückdenken. Doch ausgerechnet einer der beliebtesten gehört zu den Szenen, die Hauptdarstellerin Ellen Pompeo alias Meredith gehörig gegen den Strich gehen.

Ellen Pompeo will ihre Serienheldin als starke Frau sehen. (Bild: ddp images)

Es war einer der Schlüsselmomente in der Serien-Romanze zwischen Grey (Ellen Pompeo) und Shepherd (Patrick Dempsey): Meredith hatte sich in der fünften Folge der zweiten Staffel endlich ein Herz gefasst und ihrem verheirateten On/Off-Liebhaber gesagt, dass sie ihn liebt und er seine Frau verlassen solle. Merediths rührende Rede wurde gekrönt von den Worten “Nimm mich, wähle mich, liebe mich”.

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Fans schmelzen bei diesem Satz immer noch dahin, doch Ellen Pompeo selbst ist die Szene ein Dorn im Auge. Wie sie dem Filmmagazin Variety in einem Video-Chat-Interview sagte, sehe sie nichts “Inspirierendes” an einer Frau, die einen Mann um Liebe anbettelt. “Ich habe eine andere Blickweise darauf, und vielleicht sehen die Leute die Anfänge der Serie als inspirierender als ich es tat. Aber bei diesem ‘Nimm mich, wähle mich, liebe mich’-Satz dachte ich mir nur: ‘Wieso flehe ich einen Mann an, mich zu lieben?’ In meinen Augen ist das nicht inspirierend.”

Ihre Liebesgeschichte war jahrelang ein wichtiger Bestandteil der Serie: Patrick Dempsey und Ellen Pompeo in "Grey's Anatomy". (Bild: ddp images)

Meredith und die Serie haben “ihre Stimme gefunden”

Schließlich ist die Serie keine reine Liebesgeschichte, sondern folgt ihrer Titelheldin über mittlerweile 16 Staffeln hinweg auf dem Weg von der jungen Assistenzärztin zur Chefin der Chirurgie und alleinerziehenden Mutter.

Für Ellen Pompeo war die Stärke und Selbstbestimmtheit von Meredith Grey stets wichtig und ausschlaggebend dafür, die Rolle überhaupt anzunehmen. Sie habe zuvor diverse Jobs in Hollywood-Filmen abgelehnt, wie sie Variety sagt, weil es “immer nur die Freundinnen beziehungsweise die Tussi in der Geschichte war, die nicht viel zu tun bekommt”. Als sie das Drehbuch zu “Grey’s Anatomy” las, sei ihr der entscheidende Unterschied sofort ins Auge gestochen: “Ich dachte: ‘Wow, das ist eine weibliche Hauptrolle, mit einer Karriere.’”

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Ob ein derartiger Moment heute noch in der Serie vorkommen würde, ist fraglich. Wie Pompeo betont, ist nicht nur sie selbst reifer als damals, sondern auch Meredith Grey. “Ich bin 15 Jahre älter, also bin ich eine viel stärkere Person als ich es damals war. Das passiert ganz natürlich”, sagte Pompeo und fügt hinzu, dass dies auch an den Autoren der Serie nicht vorübergeht. “Wir haben uns zusammen weiterentwickelt und gemeinsam unsere Stimme gefunden.”