Marathonläufer trifft auf wildes Raubtier

Ungefähr bei halber Strecke ist ein Marathonläufer im US-Bundesstaat Colorado auf einem Schwarzbär getroffen. Beiden geht es gut. Foto: Symbolbild / gettyimages / BrianAJackson

Bei Kilometer 20 macht ein Marathonläufer im amerikanischen Colorado kurz Halt, kramt sein Smartphone hervor und schießt ein Foto. Das geht später durch zahlreiche Medien.

Ausdauersportler kennen ihn vermutlich: „den Mann mit dem Hammer“. Das Phänomen, das so bezeichnet wird, tritt bei extremen sportlichen Anstrengungen auf und ist die Bezeichnung für einen plötzlichen Leistungseinbruch. Der Körper kann dann nicht mehr genügend Energie bereitstellen. Es folgen Müdigkeit, Schwindel – als hätte der Mann mit dem Hammer just sein Werkzeug benutzt. Normalerweise helfen dann Ruhe und Kohlenhydrate. Oder aber ein kurzer Schreckmoment, um dem Körper seine Anstrengungen vergessen zu machen: Der ist am Wochenende wohl zwei Läufern des „Leadville Marathons“ bei Kilometer 20 in die Glieder gefahren.

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„Der Leadville Marathon hat nicht enttäuscht“

Der Leadville Marathon ist ein bergiger Trail in der Nähe des gleichnamigen Veranstaltungsorts, mitten in Colorado. Der laut „Wikipedia“ höchstgelegene US-Bundesstaat gehört zu den Mountain States, denn er wird von den Rocky Mountains durchzogen. Entsprechend eindrucksvoll ist das Panorama entlang der Laufstrecke – die laut Veranstaltungsseite sogar noch kurzfristig verlegt werden musste, weil Teile zugeschneit waren.

Doch das tat dem Erlebnis wohl keinen Abbruch, denn Quentin Genke, er hat am Wochenende teilgenommen, schrieb danach auf Facebook: „Wo sonst kann man im Juni unter blauem Himmel, vor immergrünen Bäumen und unter weißen Schneespitzen, einen Marathon laufen? Der Leadville Marathon hat nicht enttäuscht.“

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Ein unvergesslicher Moment

Und dann schreibt Genke, der bei der US-Luftwaffe angestellt ist, noch einen Satz, der es mittlerweile in zahlreiche Medien geschafft hat: „Wer am Rennen in Leadville teilnimmt, könnte einem Bären begegnen.“ Ja, einem Bären. Tatsächlich ist direkt vor Genke ein Schwarzbär aus dem angrenzenden Wald gekommen und zwischen weiteren Läufern über die Rennstrecke getrabt. Genke schreibt. „Das erste Mal, dass ich hier einen Schwarzbär gesehen habe.“

Genke, der nach eigenen Angaben den Wettkampf mit seinem Freund Stephen Peterson und dessen Tochter gelaufen ist, hatte glücklicherweise im richtigen Moment ein Smartphone zur Hand und konnte so ein Bild des wilden Schwarzbären schießen. Peterson kommentiert den Schnappschuss auf Facebook: „Wie verrückt, wir haben wirklich einen Bären gesehen… Ein unglaublicher Moment, den ich nie vergessen werde.“ Die restlichen 22 Kilometern vergingen danach wahrscheinlich wie im Flug.

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