Porno empört Kunden: Hacker-Attacke auf Elektromarkt

Traumhafte Landschaften, Musikvideos oder Action-Szenen flimmern in Elektromärkten über die ausgestellten Fernsehbildschirme. Schließlich sollen die Kunden sehen, wie hochwertig die Bildqualität der angepriesenen Ware ist. Dass plötzlich Pornobilder auf den Monitoren erscheinen,  gehört allerdings in der Regel nicht zur Verkaufsstragie. Doch in  einer Elektrohandlung in South Carolina geschah genau das. Die Kundschaft reagierte mit Entsetzen.

Es passierte ausgerechnet in Greenville, South Carolina, einer Stadt im tiefsten, konservativ geprägten amerikanischen Süden - nicht umsonst wird die Gegend auch "bible belt" (Bibelgürtel) genannt. In der dortigen Filiale der Elektromarkt-Kette „Best Buy“ erschein urplötzlich auf mehreren der ausgestellten  55-Zoll-Bildschirme ein Pornofoto. Einige Minuten lang war die sehr explizite Abbildung eines Paares beim Liebesspiel zu sehen - eine Panne, die hierzulande vielleicht eher für Schmunzeln gesorgt hätte. Doch in einer Gegend in der jegliche öffentliche Freizügigkeit tabu ist, reagierte die Kundschaft zutieftst geschockt - bis der Geschäftsführer der peinlichen Situation ein Ende bereitete.

„Es war ein äußerst, äußerst pornographisches Bild“, empörte sich die Kundin Gloria Berg gegenüber dem lokalen Nachrichtenkanal „News Channel 7“. „Eigentlich reicht die Beschreibung ‚pornografisch‘ dafür vermutlich nicht einmal aus.“ Zwar habe sie selbst sich noch nie Pornografie angesehen, weshalb sie nicht wisse, was es dort genau zu sehen gibt. Jedenfalls habe sie sich „äußerst verletzt“ gefühlt. Der Schock saß bei der Dame unbekannten Alters offenbar derart tief, dass sie sogar Klage gegen den Laden einreichte – wegen Verbreitung pornografischen Materials.

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Die Aktion ging auf das Konto gewiefter Hacker. Bereits am Abend zuvor hatten Unbekannte heißes Bildmaterial auf die TV-Geräte der Filiale in Greenville gezaubert: Der Scherzkeks hatte sich übers W-LAN in die internetfähigen Smart-TVs gehackt. „Zwei Personen griffen auf das drahtlose Netzwerk des Ladens zu, um unangemessene Inhalte auf ein Smart-TV-Gerät zu übertragen“, teilte die „Best Buy“-Unternehmenszentrale dem Nachrichtenkanal mit. „Wir entschuldigen uns vielmals für diesen unangenehmen Zwischenfall und arbeiten daran, sicherzustellen, dass das nie wieder vorkommt."

Ob die Hacker mittlerweile identifiziert werden konnten und mit welchen Konsequenzen sie rechnen müssen, verriet die Firma bislang nicht. Klar dürfte aber auch sein: Die Nachricht ist eine Einladung für andere Spaßvögel, die Hackerattacke nachzuahmen. Ob es in den USA wohl bald eine Altersbeschränkung für das Betreten von Elektromärkten geben wird?

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