Schäferhund wacht seit sechs Jahren am Grab seines Herrchens

Kurz nachdem der Argentinier Miguel Guzman vor sechs Jahren starb, war sein Schäferhund Capitan plötzlich verschwunden. Eine Woche später fand ihn die Familie des Verstorbenen an dessen Grab. Der Vierbeiner hatte ganz eigenständig die letzte Ruhestätte seines Herrchens ausfindig gemacht - ohne jemals vorher dort gewesen zu sein. Mittlerweile ist Capitan nun schon seit sechs Jahren Dauergast und wird von den Friedhofsmitarbeitern gefüttert.

Sechs Jahre ist es her, dass Miguel Guzman aus der Stadt Carlos Paz in Zentral-Argentinien starb. Damals gehörte der Schäferhund Capitan seit einem Jahr zur Familie. Miguel Guzman hatte ihn als Geschenk für seinen Sohn Damian gekauft. Eine Woche nach Guzmans Tod war Capitan plötzlich unauffindbar. Guzmans Witwe Veronica sagte gegenüber „LaVoz.com“: „Wir dachten, er sei überfahren worden.“ Am folgenden Sonntag gingen Veronica und ihr Sohn Damian zum Friedhof. „Dort erkannte mein Sohn sein Haustier“, erzählt die Witwe. „Capitan kam auf uns zu gelaufen, er bellte und jaulte, als ob er weinen würde.“ Sonderbarerweise hatte die Familie nie zuvor mit dem Hund den Friedhof besucht. „Es ist uns ein Rätsel, wie er diesen Ort gefunden hat“, sagt Veronica Guzman.

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Der Friedhofsdirektor Hector Baccega und seine Mitarbeiter haben den treuen Hund inzwischen ins Herz geschlossen. Sie kümmern sich um ihn und geben ihm Essen. „Er tauchte hier eines Tages auf und lief zwischen den Gräbern herum, bis er schließlich das Grab seines Herrchens fand“, erzählt Baccega. „Manchmal geht er ein bisschen spazieren, aber um Punkt sechs Uhr abends legt er sich wieder auf das Grab und bleibt dort die ganze Nacht.“

Für die Guzmans gehört Capitan weiterhin zur Familie. Damian sagt, er habe mehrmals versucht, seinen Hund wieder nach Hause zu bringen, doch er büxe immer wieder aus in Richtung Friedhof. „Capitan wird wohl auf dem Friedhof bleiben, bis er selber stirbt. Solange passt er auf meinen Vater auf", vermutet er.




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