Zu sehen, wen er wählt: Aufregung um Laschet-Wahlzettel bei Bundestagswahl 2021

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Nicht nur im Internet wird heftig darüber diskutiert, dass auf dem Wahlschein von CDU/CSU-Kanzlerkandidat Armin Laschet zu sehen war, wem der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen seine beiden Stimmen gegeben hat.

Offenbar gibt es in Coronazeiten - wohl aber auch um schneller auszuzählen und um kein Papier zu verschweden - in Laschets Wahlkreis in Aachen keine Umschläge mehr.

Laschets Ehefrau hat ihren Wahlzettel aber so gefaltet, dass die Kreuzchen nicht zu sehen sind. Sie macht es richtig. Denn laut Paragraph 34 Absatz 2 im Bundeswahlgesetz muss der Wähler den Zettel so falten, dass "seine Stimmabgabe nicht erkennbar ist".

Wählerinnen und Wähler dürfen eigentlich keine Handys in die Wahlkabinen mitnehmen, um keine Fotos des ausgefüllten Wahlzettels zu machen. Die Wahl sollte ja prinzipiell geheim bleiben.

Der Bundeswahlleiter gibt auf Twitter bekannt, dass die Stimme von Armin Laschet dennoch gültig ist. Es liege keine Wahlbeeinflussung vor. Eigentlich hätte der CDU-Politiker aber zurückgewiesen werden müssen - und dann mit einem neuen Wahlzettel wählen.

Damit widerstpricht der Bundeswahlleiter der ersten Reaktion von BILD.

Die BILD stellte im Internet zunächst die Frage, ob die Stimme von Armin Laschet jetzt ungültig ist.

Einige machen auch Scherze.

In der Diskussion fragen sich manche auch, ob Laschet etwa bewusst gezeigt, wie er abgestimmt hat?

Auch Journalistinnen und Journalisten rätseln über die Konsequenzen.

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