"Sex and the City": Was macht Kristin Davis heute?

Sie war ebenso spießig wie naiv und holte ihre ausgeflippten Freundinnen dank ihres ausgeprägten Moralkomplexes mehr als einmal zurück auf die rechte Spur: Allein dafür muss man Charlotte York einfach lieben. Von 1998 bis 2004 verkörperte Kristin Davis die Kunsthändlerin mit dem verhängnisvollen Männergeschmack in der HBO-Serie “Sex and the City“. Aber was macht die Schauspielerin eigentlich heute?

Charlottes (rechts) Glaube an die große Liebe und Romantik trieb ihre Freundinnen öfter in den Wahnsinn, baute sie aber auch regelmäßig wieder auf. (Bild: ddp)

Über sechs Staffeln hinweg verfolgten Millionen von Zuschauer die Irrungen und Wirrungen von Carrie, Miranda, Samantha und Charlotte. Letztere wurde vor allem von ihrer ersten Ehe mit dem Kardiologen Trey MacDougal gezeichnet. Denn nach kurzer Zeit musste die Galeristin feststellen, dass dieser zwar alle ihre Wünsche nach Status und Ansehen erfüllen konnte, menschlich jedoch keineswegs ein idealer Partner für sie war. Für eine Sache war die kurzlebige Liaison jedoch gut: Sie führte Charlotte direkt zum Scheidungsanwalt Harry, der sich als die Liebe ihres Lebens entpuppen sollte.

Unvergessen: Charlottes Beziehung (und später Ehe) mit Harry, dem Scheidungsanwalt mit schlechten Manieren. (Bild: ddp)

“Ich bin unglaublich glücklich, Charlotte durch all ihre Höhen und Tiefen hinweg gespielt zu haben”, schrieb Darstellerin Kristin Davis einst rückblickend auf Instagram. In der letzten “Sex and the City”-Staffel wurde sie für ihre Rolle als Charlotte sogar noch mit einem Emmy ausgezeichnet.

Das hat Kristin Davis mit ihrem Seriencharakter Charlotte gemeinsam

Charakterlich haben Davis und ihre Paraderolle zwar nur wenig gemeinsam – die 55-Jährige ist keineswegs eine in sich gekehrt Romantikerin, sondern eine ausgesprochene Feministin, die sich für Kinder in Afrika einsetzt – doch eine Sache verbindet die zwei: Wie Charlotte und ihr Ehemann Harry, entschied sich Davis dafür, ein Kind zu adoptieren. 2011 adoptierte sie eine Tochter, 2018 stieß Sohn Wilson zur Familie dazu. Mehr noch: Davis‘ Tochter trägt denselben Namen wie Charlottes biologische Tochter, Rose.

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Kristin Davis konzentriert sich heute auf ihre Rolle als Mutter und ihr ehrenamtliches Engagement in Afrika. (Bild: Getty Images)

Um ihre Karriere als Schauspielerin ist es ruhig geworden

Schauspielerisch befand sich Davis nach dem Ende der Serie zunächst in einer Sackgasse. Denn auch, wenn die Schicksalsgeschichten der vier Freundinnen zunächst auf der Kinoleinwand weitererzählt wurden: Einen dritten Teil, so bestätigte Davis auf Instagram, wird es nicht geben. 2014 spielte sie eine wiederkehrende Rolle in der Sitcom “Bad Teacher“, einer Auskopplung aus dem gleichnamigen Film mit Cameron Diaz und Justin Timberlake, doch diese wurde nach nur einer Staffel wieder eingestellt.

Auch, wenn keines ihrer Folge-Projekte an den Erfolg und Kultstatus von “Sex and the City“ heranreichte, scheint Kristin Davis zuletzt jedoch eine neue Nische für sich geschaffen zu haben, die wohl auch Charlotte sehr gut gefallen hätte: kitschige Weihnachtsfilme, wie die Feiertags-Romanze “Weihnachten in der Wildnis“, die sie für den Streamingdienst Netflix drehte.

Aktuell wagt sich die zweifache Mutter an eine ganz neue Herausforderung: Sie hostet die neue Dating-Show “Labour of Love“, die seit Mai 2020 auf dem US-Sender Fox ausgestrahlt wird. Davis steht darin einer Ex-“Bachelor“-Kandidatin zur Seite, die nach dem idealen Vater für ihre ungeborenen Kinder sucht.

Wer Kristin Davis noch einmal in ihrer Paraderolle sehen möchte: Alle Folgen von “Sex and the City“ gibt es im Stream über Sky Ticket.

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