Skurriler Hammer-Diebstahl wirft Fragen auf

Das Verschwinden dieses Riesenhammers wundert selbst den Schöpfer der Skulptur. (Bild: City of Healdsburg)

Alles, was nicht niet- und nagelfest ist, kann gestohlen werden: So auch die Riesenskulptur eines Hammers. Die Polizei steht vor einem Rätsel.

Kunstdiebstähle sind so alt wie die Kunst selbst. Sowohl weltberühmte Kunstwerke als auch eher unbekannte Stücke, haben im Laufe der Geschichte mitunter unfreiwillig den Besitzer gewechselt. Ein Diebstahl der etwas anderen gibt der Polizei in der kalifornischen Stadt Healdsburg nun Rätsel auf: Dort ist eine Skulptur von einem Tag auf den anderen spurlos verschwunden. Das Kunstwerk in Form eines Riesenhammers zierte bis Anfang Oktober den Rasen vor dem örtlichen Bürgerhaus. Die Polizei kann sich keinen Reim darauf machen: Denn die Skulptur wiegt stolze 450 Kilogramm und kann nicht mal eben so mitgenommen werden.

„Wir hielten das zunächst für einen Schülerstreich“, erklärte der Polizist Darryl Erkel der Tageszeitung „The Press Democrat“. Doch nach eingehender Suche fehlt von dem Hammer aus Holz und Stahl, den der Künstler Doug Unkrey anfertigte, jede Spur. Auch er kann sich das Verschwinden nicht erklären: Um die sechs Meter lange Skulptur zu bewegen, wird die Muskelkraft von acht Menschen benötigt. „Wer würde so etwas mitgehen lassen? Wer hat überhaupt Platz dafür?“, wird er in „The Press Democrat“ zitiert.

Die Stadt hatte in einem Facebook-Posting über das Verschwinden informiert und bittet die Bewohner um Hinweise auf den Verbleib der Skulptur. Denn der Riesenhammer mag zwar nicht hammermäßig nützlich sein, er ist aber dennoch fast 13.000 Euro wert, wie „NBC Bay Area“ berichtete. Auch die Voigt Family Sculpture Foundation, die das Kunstwerk für eine vorübergehende Ausstellung vor dem Bürgerhaus an die Stadt verlieh, dürfte ihren Hammer zurückhaben wollen.

In den Kommentaren unter dem Posting auf Facebook wird indes humorvoll spekuliert, wer für den Diebstahl verantwortlich sein könnte. Eine Userin kommentiert: „Es waren Aliens“, ein anderer hat den Gedanken: „Fragt mal im Baumarkt, ob jemand 2,4 Meter lange Nägel gekauft hat.“ Wieder ein anderer User findet den „Schuldigen“ in dem sagenhaften Holzfäller Paul Bunyan: „Er hat einen Hammer gesucht, um seine Axt zu reparieren“.

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