Sommerunwetter haben es in sich: Monsterhagel in Kassel, Murenabgang in Kärnten

Tief "Lambert" hat mit schweren Unwettern über weiten Teilen Deutschland für unruhige Stunden gesorgt. Besonders heftig stürmte es im Nordwesten mit überschwemmten Kellern und Straßen und umgestürzten Bäumen

Hunderte Einsätze zählte allein die Feuerwehr der niedersächsischen Stadt Braunschweig. Bilder vom Hagelsturm im nordhessischen Kassel wurden in den sozialen Netzwerken vielfach geteilt. Die meisten Regionen Deutschlands kamen aber glimpflich davon.

Sturmböen in der Schweiz - Murenabgang in Kremsbrücke

Auch die Schweiz wurde von heftigen Unwettern mit Blitzen und Sturmböen von bis 135 Studenkilometern heimgesucht. Am schwersten betroffen war die Nordwestschweiz. Besonders die Regionen Jura und Basel wurden stark in Mitleidenschaft gezogen. Menschen kamen zum Glück nicht zu Schaden.

In Österreich richteten Hagel und Starkregen im Bundesland Kärnten die größten Zerstörungen an. Spektakuläre Bilder gab es aus der Ortschaft Kremsbrücke - dort ging eine Schlammlawine zwischen zwei Wohnhäusern ab.

Warnstufe Violett in Kärnten und der Steiermark

Vorbei waren die Wetterkapriolen auch am Freitagnachmittag noch nicht. Wegen massiven Unwetter Süden und Osten Österreichs wurde in mehreren Regionen Kärntens und der Steiermark die höchste Warnstufe Violett ausgerufen. Diese gelten wegen Starkregen, großem Hagel und Sturmböen.

Auch für Samstag rechneten Experten mit erneut schweren Unwettern in vielen Teilen des Landes.

In Deutschland war der Zugverkehr infolge der Unwetter zum Teil weiter beeinträchtigt. Das galt unter anderem für die Strecke zwischen Hamburg und Berlin. Auch zwischen Kassel und Göttingen sowie zwischen Bebra und Kassel wurden ICE- und IC-Züge umgeleitet.