Sri Lanka: Gärtner entdeckt Riesen-Saphir bei Bauarbeiten

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In der Pandemie haben viele Menschen die Gartenarbeit für sich entdeckt. Doch für niemanden hat sich das wohl so gelohnt, wie für diesen Gärtner aus Sri Lanka.

Die Region Ratnapura in Sri Lanka ist bekannt für ihre Saphire. (Bild: Thierry Falise/LightRocket via Getty Images)
Die Region Ratnapura in Sri Lanka ist bekannt für ihre Saphire. (Bild: Thierry Falise/LightRocket via Getty Images)

Die Region Ratnapura in der Provinz Sabaragamuwa liegt zwischen Ebenen im Süden und der hügeligen Gegend am Ufer des Flusses Kalu. Sie gilt als besonders edelsteinreich. Dennoch war ein Arbeiter verblüfft, als er beim Buddeln im Garten seines kleinen Hauses auf einen großen blauen Stein stieß. Er informierte pflichtbewusst die Behörden.

Die Experten staunten nicht schlecht, als sie den Fund untersuchten. Die BBC sprach mit dem Edelstein-Händler, der den Stein erwarb. Mr. Gamage, der seinen vollen Namen aus Sicherheitsgründen nicht nennen wollte, erzählte den britischen Journalisten: "Die Person, die dort einen Brunnen buddelte, machte uns auf einige seltene Steine aufmerksam. Später sind wir dann auf dieses riesige Exemplar gestoßen." Denn der seltsame blaue Stein war tatsächlich ein Saphir und wog fast 510 Kilogramm. Das entspricht etwa 2,5 Millionen Karat für den Cluster aus blauen Edelsteinen, der einen Wert von bis zu 85 Millionen Euro haben soll.

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Selbst Experten staunen

Der Riesenfund, der aus vielen einzelnen kleineren Edelsteinen besteht, bekam den Namen "Serendipity Sapphire" verliehen, was übersetzt etwa "Glücksfall Saphir" bedeutet. Der Fund ist schon eine Weile her, aufgrund der Größe hatte es aber ein Jahr gedauert, den Stein zu reinigen und zu bewerten. Selbst Experten sind erstaunt über den Fund. Der renommierte Gemmologe Dr. Gamini Zoysa sagte der BBC: "Ich habe noch nie ein so großes Exemplar gesehen. Es ist vermutlich etwa 400 Millionen Jahre alt."

Für die zuständigen Behörden könnte sich der Fund nicht nur als sprichwörtlicher Glücksfall entpuppen. Durch die Pandemie hat der Edelsteinhandel gelitten, der für das Land eine wichtige Einkommensquelle ist. Der Name der Stadt Ratnapura bedeutet aus dem Singhalesischen übersetzt übrigens: Stadt der Edelsteine. Ein Großteil der Edelsteine für den Export stammt von dort, im vergangenen Jahr machte das Geschäft ein Volumen von mehr als 400 Millionen Euro aus.

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