Tragödie im Londoner Zoo: Tiger tötet Artgenossin

Ena Clarke
Freie Autorin

Schock für die Betreiber des Londoner Zoos ZSL: Als sie einen männlichen Sumatra-Tiger in das Gehege eines Weibchens brachten, griff er es an und tötete es. Die beiden Tiere hatten sich anfreunden und im besten Fall Nachwuchs zeugen sollen.

Archivbild von Tigerin Melati in ihrem Gehege im Londoner Zoo. (Bild: Getty Images)

Trauer im Londoner Zoo ZSL: Bei dem Versuch, ein Sumatra-Tiger-Paar aneinander zu gewöhnen, hat das Männchen das Weibchen getötet, bevor Tierpfleger eingreifen konnten.

Der siebenjährige Tiger Asim aus dem Safari Park in Dänemark war im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms nach London gebracht worden und hatte zunächst in einem Refugium neben dem Gehege des Weibchens Melati gewohnt. Dort sollte er sich zehn Tage lang an seine Umgebung gewöhnen und auch seine drei Jahre ältere potenzielle Partnerin bereits sehen und riechen können. Laut Spiegel Online waren die Fachleute des Zoos zuversichtlich: Sie interpretierten die Reaktionen der beiden Tiger aufeinander positiv.

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Heute ist unsere geliebte Sumatra-Tigerin Melati gestorben, als sie zum ersten Mal mit dem neuen Männchen Asim in Kontakt gebracht wurde. Alle im ZSL London Zoo sind untröstlich, dass das so gelaufen ist. Das Tigergehege bleibt geschlossen, während sich unser Team auf die Pflege von Asim konzentriert.

Am Freitag, den 8. Februar entschlossen sie sich, die Tür zwischen den beiden Gehegen zu öffnen, so dass sich die beiden Tiger erstmals begegnen konnten. Anfangs hätten sich die Tiger erwartungsgemäß verhalten und seien sehr vorsichtig miteinander gewesen. Doch dann eskalierte die Situation recht schnell – das berichtet der Zoo in seiner Pressemitteilung.

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Männchen Asim habe sich auf Melati gestürzt und sie überwältigt. Mitarbeiter des Zoos hätten mit den üblichen Methoden in Form von lauten Rufen und Lichtsignalen versucht, die Tiger auseinander zu treiben. Als ihnen dies endlich gelang, konnten sie nur noch Melatis Tod feststellen. Der Zoo sei untröstlich, so die Stellungnahme. Die Vorstellung zweier Wildkatzen sei immer mit einem hohen Risiko verbunden.

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