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Blinken: „Kritischer Moment“ im Abwehrkampf der Ukraine erreicht

Blinken: „Kritischer Moment“ im Abwehrkampf der Ukraine erreicht

„Es ist absolut notwendig, den Ukrainern das zu geben, was sie weiterhin brauchen, um sich selbst zu verteidigen“, betonte US-Außenminister Antony Blinken während seines Besuchs in Frankreich. Gemeinsam mit dem französischen Verteidigungsminister Sébastien Lecornu besuchte er eine Waffenfabrik in Versailles.

Auch zu Hause versuchen Blinken und US-Präsident Joe Biden das Repräsentantenhaus dazu zu drängen, das Hilfspaket für die Ukraine zu billigen. Vorgesehen wird sowohl militärische als auch finanzielle Hilfe. Die oppositionellen Republikaner, die die Mehrheit im Repräsentantenhaus haben, wollen jedoch nicht einlenken.

180.000 Schuss Artilleriemunition aus Deutschland

Rund 20 Länder haben sich bereits der tschechischen Initiative angeschlossen, Munition für die Ukraine zu kaufen, sagte der tschechische Ministerpräsident Petr Fiala.

Deutschland unterstützt die Ukraine auf tschechische Initiative mit 576 Millionen Euro. Insgesamt will die Bundesregierung 180.000 Schuss Artilleriemunition liefern. Die Munition will man hauptsächlich außerhalb der Europäischen Union beschaffen. Mit ihrer Auslieferung will man im Juni beginnen. Davor wollten die Mitgliedstaaten der Europäischen Union eine Million Geschosse aus europäischer Produktion und eigenen Armeebeständen liefern, haben aber nur rund ein Drittel zusammenbekommen.

Putin tauscht Marinechef aus

Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach Verlusten am Schwarzen Meer seinen Marinechef ausgetauscht. Zum neuen Kommandeur der russischen Schwarzmeerflotte hat er den Vize-Admiral Sergej Pintschuk ernannt. Dessen Vorgänger Admiral Viktor Sokolow hat er entlassen.

Außerdem vermeldete Putin, dass mehr als drei Millionen Menschen in der Ukraine einen russischen Pass erhalten hätten. „Mehr als 3.200.000 Einwohner der Volksrepubliken Donezk und Lugansk, Saporischschja und Cherson haben Pässe als Bürger der Russischen Föderation erhalten“, sagte Putin in Moskau.

Raketenangriff auf Dnipro

Infolge eines russischen Raketenangriffs auf die ukrainische Stadt Dnipro sind mindestens 18 Menschen verletzt worden, teilten die ukrainischen Behörden mit. Unter ihnen sind auch fünf Kinder im Alter von 14 bis 17 Jahren. Vier von ihnen werden derzeit in Krankenhäusern behandelt.

Ein Kindergarten, eine Hochschule und ein Unternehmen wurden zerstört. Insgesamt waren 55 Retter und 11 Fahrzeuge an den Löscharbeiten beteiligt.