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Hidden Headlines: Schatz aus der Bronzezeit enthält "außerirdisches Metall"

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Der 59-teilige Schatz, der vor mehr als 60 Jahren in einer spanischen Kiesgrube entdeckt wurde, enthält Artefakte, die aus "meteoritischem Eisen" hergestellt wurden.

Der Schatz von Villena enthält zwei Artefakte, die nachweislich aus meteoririschem Eisen hergestellt wurden.  (Bild: Museo de Villena)
Der Schatz von Villena enthält zwei Artefakte, die nachweislich aus meteoririschem Eisen hergestellt wurden. (Bild: Museo de Villena)

Bis heute gehört der Schatz, den "Spaniens Schliemann" José María Soler 1963 an der Costa Blanca gefunden hatte, zu Europas "bedeutendsten Überbleibseln der prähistorischen Goldschmiedekunst", wie das Portal CostaNachrichten.com stolz beschreibt. Doch jetzt setzen neue Erkenntnisse den insgesamt 59 schillernden Schüsseln, Schalen, Flaschen und Schmuckstücken ein weiteres Krönchen auf: Wie das deutsche Curt-Engelhorn-Zentrum für Archäometrie bestätigt, wurden zwei Artefakte des Schatzes aus Meteoreisen gefertigt.

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"Aus einem dunklen, bleiernen Metall gefertigt"

Das "außerirdische Eisen" gesellt sich zu weiteren Edelmaterialien wie Gold, Silber, Bernstein und Eisen, aus denen der Schatz gefertigt ist. Und es ist den Forschern nicht erst kürzlich aufgefallen: Schon bei der Entdeckung des Schatzes in einer Kiesgrube in der Provinz Alicante waren an einigen der Eisenstücke merkwürdige Details diskutiert worden.

"Damals beschrieben [die Forscher] die Gegenstände als aus 'einem dunklen, bleiernen Metall' gefertigt. Es ist an einigen Stellen glänzend und mit einem eisenhaltigen Oxid überzogen, das meist rissig ist", heißt es in der spanischen Zeitung El País. Zuletzt zeigte das Archäologische Museum von Villena eines der Artefakte auf seinem Instagram-Account mit dem Kommentar "Der Außerirdische! Meteoriten-Eisen-Armband aus dem #TesorodeVillena".

Aktuelle Forschungsergebnisse belegen nun, dass das Eisen aus zwei der Artefakte von einem Meteoriten stammt, der vor etwa 1 Million Jahren auf die Erde fiel. Beide Gegenstände wurden zwischen 1400 und 1200 v. Chr. hergestellt. Den Forschern zufolge haben Gold und Eisen in der vorliegenden Verbindung einen "großen symbolischen und sozialen Wert", zitiert das Portal LiveScience. "In diesem Fall waren [die Artefakte] wahrscheinlich verborgene Schätze, die einer ganzen Gemeinschaft und nicht einer einzelnen Person gehört haben könnten. Auf der Iberischen Halbinsel gab es zu dieser historischen Zeit keine Königreiche."

Da die Zusammensetzung der Artefakte sehr ähnlich ist, könnten beide Objekte von demselben Meteoriten stammen. Noch fehlen nähere Informationen darüber, wer die Artefakte hergestellt hat und woher sie stammen. Sicher scheint jedoch, dass es sich um die ersten und ältesten meteoritischen Eisenobjekte handelt, die auf der Iberischen Halbinsel gefunden wurden.

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Wer im nächsten Spanienurlaub dem legendären "außerirdischen Schatz" näher kommen mag, hat dazu die Gelegenheit: Der Schatz von Villena wird mit den zwei Artefakten ab dem 17. Mai 2024 in einer neuen Dauerausstellung im Archäologischen Museum in Villena ausgestellt.

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