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Hidden Headlines: Wasser eines Bachs ist plötzlich weiß – das steckt dahinter

Kuriose Meldungen weltweit

Ein ungewöhnlicher Notruf ging Anfang Februar bei der Feuerwehr im amerikanischen Ort Lynchburg (Virginia) ein: Ein Bach hatte sich auf mysteriöse Weise weiß gefärbt und die Anwohner*innen damit in Sorge versetzt.

So klar kennt man Bach-Wasser eigentlich. (Symbolbild: Getty)
So klar kennt man Bach-Wasser eigentlich. (Symbolbild: Getty)

Meldungen darüber, dass Gewässer eine außergewöhnliche Färbung annehmen, gibt es immer wieder: Manchmal ist der Grund ein trauriger, zum Beispiel als sich ein Teich in einem Naturschutzgebiet auf Hawaii rosa verfärbte – statt klarem Wasser befand sich darin nun eine Brühe aus hellem, grellem Pink. Nach einer Untersuchung stand fest, dass ein stark erhöhter Salzgehalt, hervorgerufen durch eine Dürre, die Ursache für die Verfärbung ist.

Für Ärger mit der Umweltbehörde sorgte auch ein Paar aus Brasilien, das für seine Gender-Reveal-Party eine so große Menge Farbstoff in den Fluss Queima Pé kippen ließ, dass sich der dazugehörige Wasserfall in grellem Blau färbte.

Das steckte hinter der neuen Farbe des Bachs

In Lynchburg sind die Reaktionen gespalten, als nun bekannt wurde, warum das Wasser des örtlichen Bachs plötzlich milchig-weiß dahinfloss: Wie die Feuerwehr von Lynchburg auf ihrer Facebook-Seite mitteilte, habe man festgestellt, dass die Ursache eine verstopfte Abflussleitung der Molkerei Westover Dairy gewesen sei, die dazu geführt hatte, dass überschüssige Milch in den Regenwasserkanal und dann in den Bach überlief.

Milchüberschuss – wohin mit dem "weißen Gold"?

"Es besteht keine Gefahr für die öffentliche Gesundheit", beruhigte die Feuerwehr von Lynchburg die besorgten Anwohner*innen. In den sozialen Medien reagierten einige Kommentator*innen mit Humor auf den Vorfall: "Bei den derzeitigen Lebensmittelpreisen renne ich gleich mit ein paar Krügen zum Bach", scherzt ein*e Facebook-User*in. Andere wiederum plädierten im Spaß dafür, Schokoladen-Sirup hinzuzufügen.

Better Life: Warum man kein warmes Leitungswasser trinken sollte

Doch es gibt auch Stimmen, die das Ganze nicht gutheißen und der überschüssigen Milch nachtrauern. Und tatsächlich: Wirft man einen genaueren Blick auf das Thema, kommt man nicht umhin, die Wertschöpfungskette von Milch kritisch zu hinterfragen.

Denn: Offenbar wird seit einigen Jahren ein Zuviel an Milch produziert, was viele Molkereien mit dem Problem konfrontiert, den Überschuss anderweitig zu verarbeiten (oftmals zu Milchpulver oder Butter) – oder ihn zu entsorgen.

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