Katrin Bauerfeind: Für Gleichstellung gibt es kein Pauschalrezept

teleschau
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"Männer und Frauen sollten für denselben Job dasselbe Geld bekommen"

Was tun gegen die Benachteiligung von Frauen? Katrin Bauerfeind, die in der neuen Comedy-Serie des "Stromberg"-Machers Ralf Husmann eine Gleichstellungsbeauftragte spielt, hat da ein paar Ideen.

In ihrer neuen Serie "Frau Jordan stellt gleich", die ab 23. September beim Streamingdienst Joyn zu sehen ist, spielt Katrin Bauerfeind eine Gleichstellungsbeauftragte. Eine Rolle, die der 37-Jährigen am Herzen liegt, denn Beispiele für Ungerechtigkeit fallen der Moderatorin und Schauspieler mehr als genug ein: "Der Frauenmarathon ist seit 1984 olympisch. 1967 durfte die erste Frau überhaupt bei einem Marathon mitlaufen, weil man vorher dachte, dass die Gebärmutter herausfällt, wenn eine Frau mehr als 2,3 Kilometer läuft", beklagt Bauerfeind im Interview mit der Nchrichtenagentur teleschau. "In Hollywood sind nur 30 Prozent der Figuren mit Text Frauen. Oder: Fünf Jahre nach Studienabschluss an einer Filmhochschule in Deutschland arbeiten 100 Prozent der Männer in der Branche, aber nur 25 Prozent der Frauen - das liegt nicht daran, dass die Frauen alle schlechter sind!", fährt sie fort.

Abgesehen davon, dass "Männer und Frauen für denselben Job dasselbe Geld" bekommen sollten, glaubt Bauerfeind jedoch nicht an "pauschale Anleitungen", um Gleichstellung zu erreichen: "Dann kommen solche Sachen raus wie 'Halte an Karneval eine halbe Armlänge Abstand zu Männern' - und das ist Quatsch." Sie hofft, mit dem humorvollen Ansatz der Serie ihrem Anliegen Vorschub zu verschaffen: "Ich bin froh, dass wir etwas machen, über das man lachen kann und beim Zähneputzen denkt: 'Vielleicht ist da was dran!'"