Mutter im Alkoholrausch überfahren

Lewis Foster war gerade mal 18 Jahre alt, als er im vergangenen Jahr die Kontrolle über sein neues Auto verlor und die eigene Mutter in der Auffahrt überrollte. Ein tragischer Unfall, den die Frau nicht überlebte. Ein Gericht in England verurteilte den Teenager nun zu einer einjährigen Haftstrafe. Die Begründung des Richters für das relativ milde Urteil: Der Mann werde sein Leben lang eine schwere Last zu tragen haben. 

Der Sohn wurde zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt (Symbolbild: thinkstock)Nach einem Streit mit Kollegen war Lewis Foster laut "Daily Mail" im Juli vergangenen Jahres betrunken nach Hause gekommen. Statt sich auszunüchtern, wollte der 18-Jährige aus St. Austell, Cornwall, noch einmal losziehen. Er setzte sich hinters Steuer seines Wagens. Der Jugendliche besaß weder einen Führerschein noch eine entsprechende Versicherung für das Auto, das seine Mutter ihm zu Weihnachten geschenkt hatte.

Um ihren Sohn von dem Leichtsinn abzuhalten, eilte Deborah Jones hinter ihm her. Es würde alles kaputt machen", wenn er erwischt werden würde, soll sie laut Zeitungsberichten gerufen haben. Es half nichts. Foster drehte den Zündschlüssel um, trat aufs Gaspedal – und verlor offenbar prompt die Kontrolle über den Wagen. Vor Gericht sagte der junge Mann aus, er habe beim Rücksetzen seine Mutter nicht gesehen. Deborah Jones wurde gegen einen Zaunpfahl gedrückt und starb an den Folgen ihrer Verletzungen. Spätere Untersuchungen ergaben, dass der Blutalkoholwert des damals 18-jährigen Lewis zweimal über dem zulässigen Grenzwert gelegen hatte. 

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Der Mann bekannte sich wegen fahrlässiger Tötung und Trunkenheit am Steuer für schuldig. Das Strafgericht in Truto verurteilte ihn am Montag zu einer einjährigen Haftstrafe, die Foster in einer Jugendstrafanstalt abbüßen muss. Außerdem darf er vier Jahre lang kein Auto fahren. Zu dem Urteil käme noch die "lebenslange, seelische Pein" hinzu, mit der der Mann leben müsse, betonte Richter David Ticehurst. "Die Worte tragisch und Tragödie werden dieser Tage oft zweckentfremdet. Hier haben wir es ganz sicher mit einem tragischen Fall zu tun, der für alle Beteiligten ein tragisches Ende nahm."

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