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Oscars 2024: Christopher Nolans "Oppenheimer" räumt bei den Academy Awards ab - zu Recht?

Warum bei der Oscar-Verleihung 2024 die richtigen Filme gewonnen haben - es aber leider einen großen Verlierer gab

Beste Regie und bester Film: Christopher Nolan hat mit
Beste Regie und bester Film: Christopher Nolan hat mit "Oppenheimer" abgeräumt. (Bild: Dania Maxwell / Los Angeles Times via Getty Images)

Leider keine Auszeichnung für die deutsche Oscar-Hoffnung Sandra Hüller, dafür ein Preis-Regen für Christopher Nolans "Oppenheimer". Die Oscars 2024 sind ein besonders starker Jahrgang mit einer Reihe herausragender Werke, die im Rennen für den besten Film waren. Und das Schöne: Nach dem Debakel vom letzten Jahr, als "Everything Everywhere All at Once" zum Abräumer wurde, sind die Entscheidungen der Academy in diesem Jahr goldrichtig - auch wenn einer der stärksten Filme komplett leer ausging und damit gewissermaßen zum großen Verlierer des Abends wurde.

Es war eine Oscar-Nacht, die von Eindeutigkeit geprägt war: Der eindeutige Favorit hat eindeutig abgeräumt. Je näher die Oscar-Verleihung 2024 rückte, desto weniger Zweifel gab es daran, dass am Ende "Oppenheimer" der große Gewinner werden würde. Mit 13 Nominierungen und damit den meisten von allen Filmen der diesjährigen Academy Awards, ging Christopher Nolans Biopic über die Entwicklung der Atombombe ins Rennen. Sieben Auszeichnungen wurden es schließlich, darunter für Hauptdarsteller Cillian Murphy, Nebendarsteller Robert Downey Jr. sowie für den besten Film und die beste Regie. Und das zu Recht. Eindeutig.

"Oppenheimer": Ein weiterer Meilenstein Christopher Nolans

In einer ohnehin beeindruckenden Filmographie stellt "Oppenheimer" einen weiteren Meilenstein im Werk des Regisseurs und Drehbuchautors dar. Das vielschichtige Portrait des "Vaters der Atombombe" konzentriert sich auf die Geburt dieses zerstörerischen "Nachwuchses". Flankiert wird J. Robert Oppenheimers zentrale Rolle bei der Entstehung der Atombombe - in Nolan-typischer, non-linearer Handhabung der Zeit - durch die Anhörungen in den 1950ern, in denen der theoretische Physiker kaltgestellt werden soll.

Visuelle Effekte, Sound, Score, Schnitt - jeder filmische Aspekt von "Oppenheimer" unterstreicht die Meisterschaft eines Regisseurs, der seit seinem Debüt "Following" auf geradezu interstellaren Pfaden wandelt und nun auf dem Höhepunkt seines Schaffens ist. Weil jede noch so brillante technische Nuance in "Oppenheimer" nie zum Selbstzweck einer sich selbst genügenden Ästhetik verkommt, sondern im Dienste der titelgebenden Figur und einer den Film durchdringenden, allgegenwärtigen Ambivalenz steht. Die Atombombe, wissenschaftliche "Errungenschaft" der Menschheit und zugleich ihr potentieller Sargnagel - schon dem Objekt, um das der Film thematisch kreist, ist die Ambivalenz von vornherein eingeschrieben. Dass das auch für den Protagonisten gilt, zeigt sich nirgends so eindrücklich wie in der Szene, in der Oppenheimer, kurz nachdem er von den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 erfährt, eine Rede vor einem Publikum in Los Alamos hält, das ihn, den "Vater der Atombombe", für seine wissenschaftliche Errungenschaft frenetisch feiert.

"Die Welt wird sich an diesen Tag erinnern", beginnt Oppenheimer. Seine Worte sind die des Triumphes, seinem Gesicht jedoch ist das Entsetzen über die eigene Schöpfung zu entnehmen. Jubelrufe der Zuhörenden weichen plötzlich einem einzelnen, alles durchdringenden Schrei. Wir sehen den Applaus, aber hören: nichts. Füße stampfen vor Begeisterung auf den hölzernen Boden, doch der Sound, seltsam vertraut, weil er im Laufe des Films schon zuvor wiederholt zu hören war, treibend, energisch, progressiv, wirkt nun aggressiv und zermürbend. Was wir sehen, ist Oppenheimers Sicht auf die Dinge, Visionen eines Mannes, dessen äußerlicher Triumph, die "erfolgreiche" Realisierung der Atombombe, mit seiner inneren Zerrissenheit Hand in Hand geht und die Leinwand zum Glühen und Beben bringt. Wie der mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller prämierte Cillian Murphy die Figur verkörpert und Nolan hier die Ambivalenz anhand filmischer Mittel greifbar werden lässt, ist schlichtweg atemberaubende Kinokunst.

"Killers of the Flower Moon": Der große Verlierer der Oscars 2024

Angesichts von "Oppenheimers" Oscar-Erfolg hatte einer der größten Konkurrenten im Rennen um den besten Film, "Killers of the Flower Moon", das Nachsehen. Martin Scorseses Werk war für 10 Oscars nominiert, ging am Ende jedoch vollkommen leer aus. Nicht mal die mitfavorisierte Lily Gladstone, die sich in der Rolle der Mollie Burkhart selbst gegen Schauspielgrößen wie Leonardo DiCaprio als Ernest Burkhart und Robert De Niro als William King Hale mühelos behaupten kann und als erste Native-American-Oscar-Gewinnerin Geschichte geschrieben hätte, wurde prämiert. Im Mittelpunkt des historischen Dramas steht ein wahres Verbrechen: die Osage-Morde, die an den Native Americans des Osage-Stamms im Oklahoma der 1910er bis 1930er Jahre verübt wurden. Scorseses Werk ist nicht nur die schonungslose Chronik einer unfassbaren Mordserie, sondern auch ein Abgesang auf gleich zwei große Filmgenres: den klassischen Western und den Kriminalfilm.

"Killers of the Flower Moon" ist angesichts der grenzenlosen Gier seiner weißen Protagonisten so weit wie nur irgend möglich von jeglicher Cowboy-Romantik entfernt. Zugleich verweigert sich Scorsese den Konventionen des Krimis: Die Spannung wird keinesfalls aus der Aufklärung der Morde bezogen. Wer das Who in diesem Whodunit ist, wird ebenso beiläufig offenbart wie die einzelnen Morde, die immer wieder "eingestreut" werden, bevor die Handlung und mit ihr das schmierige Treiben der Täter wieder so etwas wie ihren gewohnten Gang gehen. Fast so, als sei nix gewesen. In der FAZ bemängelt Filmkritiker Andreas Kilb: "Gewalt war immer ein zentrales Element von Scorseses Kino. Aber sie war nie illustrativ, sie gehörte zum Drama, nicht zum Dekor. In 'Killers of the Flower Moon' ist sie es. Man sieht dutzendweise Menschen sterben, aber jeder Tod wirkt wie nachgereicht, eine Fußnote zum Text der Anklage gegen Hale und Konsorten." Dabei ist doch gerade dieses indifferent wirkende "Nachreichen" der Tode nicht etwa eine Schwäche des Films, sondern einer der schlauesten dramaturgischen Kniffe in "Killers of the Flower Moon": Hier wird auf irritierende Weise das spürbar, was andernfalls bloße Behauptung bleiben könnte beim Versuch, die Grausamkeit der Täter in ihrer ganzen Niedertracht auf Leinwand zu bannen - die Gleichgültigkeit, mit der sie vorgehen. Das ist ähnlich schwer auszuhalten wie die Verweigerung Scorseses, dem von DiCaprio gespielten Protagonisten irgendeine Form von Selbsterkenntnis anzudichten und damit irgendwie nahbarer zu machen, während wir ihm als zentrale Figur auf Schritt und Tritt durch seinen fast dreieinhalbstündigen Pfad aus Dreck und Blut folgen. Doch es ist notwendig, um zu verdeutlichen, was die Osage-Morde nie sein werden: relativierbar.

"Poor Things": Emma Stone gewinnt den Oscar als beste Hauptdarstellerin

Wesentlich positiver verlief die Oscar-Verleihung für Yorgos Lanthimos' hervorragende feministische "Frankenstein"-Variation "Poor Things": Ebenfalls als bester Film und für die beste Regie nominiert, gab es am Ende vier Oscars, darunter für die beste Hauptdarstellerin Emma Stone. Die liefert eine beeindruckende Performance ab. Zu Beginn eine erwachsene Frau mit dem Gemüt eines Kleinkindes, befreit sich die zunächst Eingesperrte nicht nur aus den räumlichen Grenzen, die ihr auferlegt werden, sondern auch aus gesellschaftlichen Konventionen, denen sie ihre eigenen Vorstellungen von Weiblichkeit entgegensetzt.

Die vier können sich freuen: Robert Downey Jr., Da'Vine Joy Randolph, Emma Stone und Cillian Murphy (von links) wurden alle mit einem Oscar ausgezeichnet. (Bild: Dania Maxwell / Los Angeles Times via Getty Images)
Die vier können sich freuen: Robert Downey Jr., Da'Vine Joy Randolph, Emma Stone und Cillian Murphy (von links) wurden alle mit einem Oscar ausgezeichnet. (Bild: Dania Maxwell / Los Angeles Times via Getty Images)

Eine in jeder Hinsicht fantastische Rolle: Als Bella Baxter spielt Stone in dieser Coming-of-Cage-Story aus einem viktorianischen Steampunk-London, das es so nie gab, einen wandelnden Widerspruch: eine Mutter, die ihre eigene Tochter wird. Klingt skurril? Ist es auch. So entrückt die Prämisse jedoch klingen mag: Was im Laufe des Filmes verhandelt wird, zeugt von einem glasklaren Bewusstsein für die Widersprüche, die uns tatsächlich umgeben. "Zucker und Gewalt", mehr habe sie nicht entdecken können, berichtet Bella, als sie die Welt um sie herum zu erkunden beginnt. Zucker und Gewalt. So sieht's aus.

"Anatomie eines Falls": Kein Oscar für Sandra Hüller

Eine herausragende Performance liefert auch Sandra Hüller ab, die für ihre Rolle in "Anatomie eines Falls" ebenfalls für den Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert war. Im Justizdrama der französischen Regisseurin Justine Triet spielt die deutsche Schauspielerin eine Schriftstellerin, die im Verdacht steht, ihren Ehemann ermordet zu haben. Kein Wort ist zu viel in diesem dialogreichen, überragend geschriebenen, inszenierten und gespielten Film, der vieles in der Schwebe lässt und zugleich mit beeindruckender Präzision einen vermeintlichen Mordfall ebenso seziert wie das Eheleben der möglichen Mörderin und ihres vermeintlichen Opfers. Das Drehbuch von Justine Triet und Arthur Harari wurde nun zu Recht mit dem Oscar prämiert. Dass Sandra Hüller dagegen leer ausging, ist schade, doch dass sie allein durch ihre verdiente Nominierung so viel internationale Anerkennung erhält, darf bereits als erfreulicher Sieg gewertet werden.

"American Fiction": Oscar für das Drehbuch

Den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch erhielt Cord Jefferson. Dessen Film "American Fiction" ist eine humorig-bissige Abrechnung mit der kulturindustriellen Ausschlachtung rassistischer Klischees durch den Schwarzen Schriftsteller Thelonious "Monk" Ellison, der besagter Kulturindustrie den Mittelfinger anhand eines Romans zeigen will, der die Ausschlachtung rassistischer Klischees bewusst auf die Spitze treibt - und damit ungewollt einen Bestseller landet. Das Schöne: Dem Plot des Romans stellt der Film die Familiendynamik des von Jeffrey Wright gespielten Autors entgegen, die im Gegensatz zur Fiktion alles andere als klischeehaft ist.

"The Zone of Interest": Oscar als bester internationaler Film

Zu sehen ist Sandra Hüller auch in "The Zone of Interest", der in der Kategorie "Bester internationaler Film" mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Und auch hier kann man der Academy nur gratulieren, dass die Wahl auf den Favoriten fiel, der sich unter anderem gegen das chancenlose deutsche Drama "Das Lehrerzimmer" von İlker Çatak durchsetzen konnte. Das von Jonathan Glazer inszenierte Historiendrama ging für das Vereinigte Königreich ins Oscar-Rennen und war auch in der Kategorie "Bester Film" sowie für die beste Regie nominiert. Der Film zeigt den "Alltag" des deutschen Nationalsozialisten Rudolf Höß (gespielt von Christian Friedel), der zusammen mit seiner Ehefrau Hedwig (gespielt von Sandra Hüller) und den Kindern in einem Haus wohnt, das direkt an das Konzentrationslager Auschwitz angrenzt. Während der Auschwitz-Kommandant mit seiner Familie ein komfortables Leben in dem Haus führt, schreitet in unmittelbarer Nähe die systematische Ermordung jüdischer Menschen voran.

Die meisterhafte Inszenierung Glazers verfolgt einen noch lange nach Verlassen des Kinos. Gezeigt wird fast ausschließlich die Familie Höß, der Film zwingt uns die Banalität ihrer alltäglichen Vorgänge auf, ihr belangloses Geschwätz, während dem Ort des Grauens nebenan durch die Protagonisten keinerlei Beachtung geschenkt wird. Radikale, menschenverachtende Teilnahmslosigkeit, die als Zuschauer kaum zu ertragen ist. Und dann fallen, zwischen dem Alltagsgefasel, Sätze wie Faustschläge, die an Zynismus nicht zu überbieten sind, wenn etwa die Mutter von Hedwig zu Besuch ist und die Tochter lachend erzählt, wie ihr Ehemann sie "Königin von Auschwitz" nennt. Das macht auf eine Weise sprachlos, wie man es im Kino nur selten erlebt. Was den entsetzlichen Bildern dieser grauenhaften Familien-"Idylle" entgegenwirkt, ist der brillante, punktuell einsetzende Sound, der, gerade weil er so gespenstisch klingt, die unkommentierten Vorgänge im Hause Höß in gewisser Weise einordnet. Ein bizarrer Klangteppich: verstörend, monströs, angemessen.

"The Holdovers": Oscar für Da'Vine Joy Randolph als beste Nebendarstellerin

Im Gegensatz zu den bisher erwähnten Werken, ging mit Alexander Paynes "The Holdovers" eine Tragikomödie ins Oscar-Rennen um den besten Film, die in jeglicher Hinsicht konventionell ist - aber nicht schlecht. Klassisches Hollywood-Kino der feineren Sorte, mit Wohlfühl-Faktor, aber nicht naiv. Worum geht's? Um Verlust, Einsamkeit, Privilegien und teuren Cognac. Der mürrische Lehrer Paul Hunham (Paul Giamatti), der Hochprozentiges scheinbar lieber mag als seine Schüler, sitzt während der Weihnachtsferien mit einem seiner jugendlichen Schüler im elitären Internat fest. Was zu Beginn keinem von beiden besonders gefällt, wird sich - Achtung, Konvention - im Verlauf des Films auf positive Weise ändern. Zusammen mit der ebenfalls im Internat verweilenden Chefköchin Mary Lamb - Da'Vine Joy Randolph ist in der Rolle der trauernden Mutter umwerfend und wurde zu Recht als beste Nebendarstellerin mit dem Oscar ausgezeichnet - erzählt der im New England der beginnenden 1970er spielende Film mit Feingefühl und viel Witz von drei Menschen, die im Sinne des Filmtitels fallen- oder zurückgelassen wurden. Von Eltern, von Institutionen, von geliebten Menschen, die nicht mehr da sind.

Und was ist mit dem Blockbuster "Barbie"?

Auch der weltweit kommerziell erfolgreichste Film des letzten Jahres war mit 8 Nominierungen, darunter für den besten Film, ein wichtiger Player der Oscar-Verleihung 2024 - auch wenn am Ende nur Billie Eilishs "What Was I Made For?" als bester Song prämiert wurde. Ob die "Barbie"-Fans sich angesichts der mageren Ausbeute betrogen fühlen? Schließlich gab es bereits im Vorfeld der Verleihung lautstarke Kritik daran, dass weder Greta Gerwig als Regisseurin, noch Margot Robbie als beste Hauptdarstellerin nominiert wurden. Ja, Nominierungen wären verdient, angesichts der Konkurrenz aber auch nicht zwingend gewesen. Gerade in puncto Regie wurden mit Justine Triet ("Anatomie eines Falls"), Martin Scorsese ("Killers of the Flower Moon"), Christopher Nolan ("Oppenheimer"), Yorgos Lanthimos ("Poor Things") und Jonathan Glazer ("The Zone of Interest") eindeutig die fünf besten Regie-Arbeiten unter den nominierten Filmen berücksichtigt.

Und auch die Tatsache, dass "Barbie" nicht als bester Film prämiert wurde, sondern "nur" nominiert war, ist angesichts der Qualität der feministischen Fantasy-Komödie folgerichtig. "Barbie" ist witzig, originell und clever - was hätte man angesichts des Drehbuch-Duos Greta Gerwig und Noah Baumbach auch anderes erwarten sollen? Allerdings kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich die beiden ein wenig zu sehr auf ihrer eigenen Cleverness ausruhen, wenn sie davon erzählen, wie es "Stereotypical Barbie" und "Beach Ken" (Ryan Gosling) aus dem Barbieland in die "reale" Welt verschlägt. Die Albernheiten erschöpfen sich nach einer Weile ebenso wie die allzu sehr zur Schau gestellte Selbstironie, während der sentimentale Motor des Plots in Form der Mutter und Mattel-Angestellten Gloria (America Ferrera) und Tochter Sasha (Ariana Greenblatt) nie richtig in Gang kommt. Dazu hätte man etwas mehr in die beiden Figuren investieren müssen, als bloß den "Stereotypical Mutter-Tochter-Konflikt" zu bedienen.

Was bleibt, sind witzige Einfälle, darunter die Prämisse: Die Handlung kommt in dem Moment ins Rollen, als Barbie ihre anderen Barbie-Kolleginnen während einer ausgelassenen Tanzeinlage völlig unvermittelt fragt: "Denkt ihr manchmal ans Sterben?". Weniger witzige Einfälle: Die weniger witzigen gibt es hier oft, wenn Will Ferrell als arg alberner Mattel-CEO in der Nähe ist. Und ein paar melancholische Momente, etwa die kurze, aber traurig-schöne Begegnung Barbies mit einer alten Dame, die auf den Bus wartet, oder auch der zu Recht mit dem Oscar prämierte End-Song "What Was I Made For?", die erahnen lassen, wohin die Reise auch hätte gehen können, wenn man die eigene Prämisse zu Ende gedacht hätte.

Wer ging leer aus bei den Oscars?

Und zum Abschluss die weiteren neben "Killers of the Flower Moon" völlig leer ausgegangenen "Bester Film"-Kandidaten im Schnelldurchlauf! Celine Songs "Past Lives": Unaufgeregtes Liebesdrama um die "Was wäre, wenn"-Frage zweier Kindheitsfreunde aus Südkorea, die sich Jahre später wiedersehen, nachdem der eine dort geblieben und die andere nach Amerika ausgewandert ist - und geheiratet hat. Bradley Coopers "Maestro": Biopic von und mit Bradley Cooper als weltberühmter Komponist Leonard Bernstein.

Die Oscar-Auszeichnungen 2024 im Überblick

Bester Film: Oppenheimer

Beste Regie: Christopher Nolan — Oppenheimer

Bester internationaler Film: The Zone of Interest — United Kingdom

Beste Hauptdarstellerin: Emma Stone — Poor Things

Bester Hauptdarsteller: Cillian Murphy — Oppenheimer

Bester Nebendarsteller: Robert Downey Jr. — Oppenheimer

Bester Nebendarstellerin: Da'Vine Joy Randolph — The Holdovers

Bestes Original-Drehbuch: Anatomie eines Falls — Justine Triet und Arthur Harari

Bestes adaptiertes Drehbuch: American Fiction — Cord Jefferson

Bester Animationsfilm: Der Junge und der Reiher

Bester Dokumentarfilm: 20 Days in Mariupol

Beste Kamera: Oppenheimer

Bester Schnitt: Oppenheimer

Beste visuelle Effekte: Godzilla Minus One

Bester Sound: The Zone of Interest

Bestes Produktionsdesign: Poor Things

Bester Original-Score: Oppenheimer

Bester Original-Song: "What Was I Made For?" aus Barbie

Bestes Make-Up und Hairstyling: Poor Things

Bestes Kostüm-Design: Poor Things

Bester Live-Action-Kurzfilm: The Wonderful Story of Henry Sugar

Bester animierter Kurzfilm: War Is Over! Inspired by the Music of John & Yoko

Bester Dokumentar-Kurzfilm: The Last Repair Shop