Rauchgasvergiftung durch Grill: 14-Jährige stirbt in Zelt

Der Campingausflug einer Familie ins englische Dörfchen Bucknell endete mit einer Tragödie: Um sich warm zu halten, sollen die Eltern eines 14-jährigen Mädchens einen noch glühenden Einweggrill in das Zelt, in dem sie übernachteten, gestellt haben. Die Jugendliche starb daraufhin offenbar an einer Kohlenmonoxidvergiftung.
 
Ein Verwandter soll die komplette Familie am nächsten Morgen leblos aufgefunden haben. Im Vorzelt der Übernachtungsstätte habe sich ein Einweggrill befunden, berichtet die britische Nachrichtenagentur „Press Association“.
 
Vater, Mutter und ihr zehnjähriger Sohn wurden ins Krankenhaus gebracht und befinden sich noch in medizinischer Behandlung, berichtet die britische Tageszeitung „Daily Mail“. Für die 14-jährige Tochter kam jedoch jede Hilfe zu spät: „Die Sanitäter machten wiederholt Reanimationsversuche, um das Herz des Mädchens wieder zum Schlagen zu bringen“, sagte eine Sprecherin des Rettungsdienstes laut „Press Association“. Doch alle Bemühungen waren umsonst. Die 14-Jährige sei noch am Campingplatz für tot erklärt worden.

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Die vierköpfige Familie hatte das Wochenende auf einem Campingplatz in der mittelenglischen Grafschaft Shropshire verbracht. Am Samstagabend hätten die Eltern mit ihren Kindern gegrillt. Später stellten sie den noch glühenden Einweggrill offenbar ins Zelt, da die Temperaturen nachts auf bis zu zwei Grad sanken. „Die Familienmitglieder haben anscheinend, als sie zu Bett gingen, den Einweggrill mit ins Zelt genommen“, erklärte Phil Wright, Besitzer des Campingplatzes, gegenüber der „Daily Mail“. „Es ist wirklich tragisch.“ Die Familie sei sich der Gefahr, der sie sich damit aussetzte, schlicht nicht bewusst gewesen.
 
Der glühende Grill produzierte nämlich nicht nur Wärme, sondern auch giftige Rauchgase, infolgedessen die gesamte Familie Kohlenmonoxidvergiftungen erlitt. Während die Tochter noch am Campingplatz gestorben sein soll, wurde der Sohn  wegen seines ernsten Zustands mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Die Eltern wurden per Krankenwagen in die Klinik transportiert. Verwandte des Mädchens seien „am Boden zerstört“, berichtet die „Daily Mail“. Insgesamt sei die Gruppe laut der britischen „Sun“ zu acht gewesen.