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Sensationsschlange musste operiert werden

In den USA mussten Tierärzte eine besondere Schlange operieren: eine Erdnatter mit einer anatomischen Seltenheit.

Close-up of medical instruments with doctors performing surgery in background. Male and female surgeons are operating dog in hospital. Veterinarians are in scrubs at animal clinic.
Im US-Bundesstaat Missouri hatten es Tierärzte mit einem besonderen Patienten zu tun: einer Schlange mit zwei Köpfen. (Symbolbild: Getty Images)

Im US-Bundesstaat Missouri wurde eine Schlange operiert. Warum das eine Meldung wert ist, immerhin kommt so etwas schon mal vor? Ja und dennoch: Tiger-Lily ist eine besondere Schlange, man kann sogar sagen: eine zoologische Sensation. Sie ist eine Erdnatter mit zwei Köpfen.

Bis vor etwa Zwei Wochen war Tiger-Lily in erster Linie aber eine kranke Schlange. Und das hatte die Mitarbeiter der Umweltorganisation Missouri Department of Conservation (MDC), in deren Naturzentrum Powder Valley Nature Center die Erdnatter eine der Hauptattraktionen ist, in Alarmzustand versetzt.

Woran litt die Schlange?

Nachdem sie beim Niesen gespuckt hatte, wurde Tiger-Lily laut Pressemitteilung von MDC in den Zoo von St. Louis, Missouri gebracht. Dort stellten die Tierärzte in ihren Eierstöcken eine Abnormität fest, was in letzter Konsequenz "zu Entzündungen und dem Risiko einer Infektion" geführt hatte, sagt der Zoo-Arzt Michael Warshaw.

Daraufhin wurden Tiger-Lily am 11. März bei einer Operation in einem Krankenhaus des Zoos die Eierstöcke entfernt. Die OP sei erfolgreich verlaufen, heißt es. Der Schlange gehe es gut, nach Einschätzung der Mediziner werde es etwa einen Monat dauern, bis sie sich vollständig von dem Eingriff erholt hat.

Warum hat Tiger-Lily zwei Köpfe?

Aus Tiger-Lily sollten eigentlich Zwillinge werden, die embryonale Teilung im Mutterleib fand seinerzeit jedoch teilweise statt. Mutationen dieser Art kommen selten vor. Geradezu verschwindend gering ist die Wahrscheinlichkeit, solche Schlangen in freier Wildbahn anzutreffen, da sie kaum Überlebenschancen haben.

Abgesehen von ihrer anatomischen Besonderheit unterscheidet sich Tiger-Lily sonst nicht von den typischen Vertretern ihrer Art. Erdnattern sind nicht giftig, sie werden bis zu 180 Zentimetern lang und ernähren sich von Nagetieren und Vögeln. Beheimatet sind sie im Osten und Süden der USA. Dort, genauer in Stone County, Missouri wurde 2017 auch Tiger-Lily von einer Familie entdeckt.