Österreichs Rechtspopulisten verlieren Hochburg Kärnten

Sozialdemokraten bei Landtagswahlen vorn

Österreichs Rechtspopulisten haben bei den Landtagswahlen ihre bisherige Hochburg Kärnten klar verloren. Die Zustimmung zur FPK sank dem Endergebnis zufolge im Vergleich zur Wahl 2009 um mehr als die Hälfte, als Sieger gingen die Sozialdemokraten ins Ziel. In Niederösterreich siegten die Konservativen, die erstmals antretende Partei des Milliardärs Frank Stronach zieht in beiden Bundesländern ins Parlament ein.

In Kärnten kam die Sozialdemokratische Partei (SPÖ) dem vorläufigen Endergebnis zufolge auf 37,1 Prozent der Stimmen, damit konnten sie erstmals seit 1999 wieder das südlichste Bundesland erobern. Für die Freiheitlichen (FPK) stimmten lediglich 17,1 Prozent, beim Urnengang 2009 waren es noch fast 45 Prozent gewesen.

Kärnten war jahrelang eine Hochburg der Rechtspopulisten in Österreich. Aus dem Bundesland kam auch ihr langjähriger Chef Jörg Haider. Seit 2009 wurden die Freiheitlichen aber von mehreren Korruptionsskandalen erschüttert, zudem rutschte das Bundesland unter FPK-Landeshauptmann Gerhard Dörfler tief in die Wirtschaftskrise.

Auch in Niederösterreich mussten die Freiheitlichen Verluste hinnehmen, allerdings nicht so erdrutschartig wie in Kärnten. Die Rechtspopulisten kamen in diesem Bundesland laut Hochrechnungen auf acht Prozent der Stimmen, das waren 2,5 Punkte weniger als 2009. Wahlsieger in diesem Bundesland wurden einmal mehr die Christdemokraten (ÖVP), die den Hochrechnungen zufolge mit 51 Prozent der Stimmen ihre absolute Mehrheit verteidigen konnten. Die SPÖ kam nach Verlusten auf 21 Prozent.

Mit Spannung erwartet worden war im Vorfeld auch das Abschneiden der im September gegründete Partei Team Stronach des österreichisch-kanadischen Milliardärs Stronach. Die Eurogegner schafften in beiden Bundesländern den Sprung ins Parlament. In Kärnten erzielte Team Stronach 11,3 Prozent, in Niederösterreich kam es den Hochrechnungen zufolge auf etwa neun Prozent der Stimmen.

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