Wird auch der Korea-Klon von "Haus des Geldes" zum Streaming-Hit?

Die Dalí-Masken sind bei Netflix zwar Geschichte, der Geist von "Haus des Geldes" lebt aber weiter. Nun startet beim Streamingdienst der koreanische Ableger des spanischen Serien-Hits - samt politisch heiklem Gedankenexperiment.

"Haus des Geldes: Korea" startet am 24. Juni bei Netflix. (Bild: Netflix / Jung Jaegu)
"Haus des Geldes: Korea" startet am 24. Juni bei Netflix. (Bild: Netflix / Jung Jaegu)

Mit seinen genialen Schachzügen hielt der Professor (Álvaro Morte) im Netflix-Hit "Haus des Geldes" die spanische Polizei zum Narren, und er verschafft Serienfans spannende Heist-Unterhaltung auf höchstem Niveau. Die Serie sorgte seit ihrem Start 2017 für einen Hype ungeahnten Ausmaßes: Die ausdruckslosen Dali-Masken der Dieb*innen gingen um die Welt, das Partisanenlied "Bella Ciao" eroberte die Charts. Trotzdem hieß es im Dezember 2021 Abschied nehmen, als die finale fünfte Staffel bei Netflix debütierte.

So ganz stimmt das jedoch nicht: Ein Spin-off über die kontrovers diskutierte Figur Berlin (Pedro Alonso) ist bereits beschlossene Sache. Bevor der Serienableger 2023 startet, gibt es schon ab 24. Juni die "Korea"-Ausgabe der Hit-Serie zu sehen.

Der Professor (Yoo Ji-tae) ist der Drahtzieher des gigantischen Raubzuges. (Bild: Jung Jaegu / Netflix)
Der Professor (Yoo Ji-tae) ist der Drahtzieher des gigantischen Raubzuges. (Bild: Jung Jaegu / Netflix)

Wie in der erfolgreichen Mutterserie nimmt eine Truppe aus Räuberinnen und Räubern eine Gelddruckerei ins Visier - angeleitet von einem brillanten Mastermind, das sich nur Professor nennt (Yoo Ji-Tae, "Oldboy"). Dessen Gefolgsleute tragen wie im Original Städtenamen und werden unter anderem von "Squid Game"-Star Park Hae-soo und Kim Yunjin ("Lost") verkörpert. Anders als im spanischen Original verstecken sich die Gangster aber nicht hinter den ausdruckslosen Dalí-Masken, sie verhüllen ihr Gesicht mit südkoreanischen Hahoe-Masken.

Nord- und Südkorea sind in der neuen Netflix-Serie vereint

Auch bei der Hintergrundgeschichte um die Dieb*innen in den charakteristischen roten Overalls hebt sich "Haus des Geldes: Korea" von der spanischen Version ab - mit einem politisch gewagten Gedankenexperiment. In der Serienvision der Macher*innen um "Haus des Geldes"-Kreativkopf Alex Pina sind Nord- und Südkorea wiedervereint, teilen sogar dieselbe Währung. Nicht alle stehen diesem Bündnis aber wohlgesonnen gegenüber.

Rote Overalls, weiße Masken, kühner Plan: Die Handlung von
Rote Overalls, weiße Masken, kühner Plan: Die Handlung von "Haus des Geldes: Korea" gleicht über weite Strecken dem spanischen Netflix-Original. (Bild: Jung Jaegu / Netflix)

Eine gemeinsame Wirtschaftszone hat lediglich die Reichen bevorteilt - zumindest nach Meinung des Professors. Deshalb will er mit seiner Truppe einen Raub von historischer Dimension in die Tat umsetzen. Weil aber auch das Verbrecher*innenteam gleichsam aus Nord- und Südkoreanern besteht, ist Konfliktpotenzial vorprogrammiert. Innerhalb der Polizei müssen ebenfalls Abgesandte beider Nationen zusammenarbeiten, um den größten Überfall aller Zeiten zu verhindern.

Im Video: So sieht der Korea-Klon des Netflix-Hits "Haus des Geldes" aus

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