Alltagsfrage: Warum sind Eier mal weiß und mal braun?

Eier gibt es in vielen verschiedenen Farben. (Symbolbild: Getty Images/Mint Images)

Nicht alle Eier haben dieselbe Farbe. Doch woran liegt das? Und lässt sich vorab sagen, wie die Eier einer Henne aussehen?

Auch abseits von Ostern sind Eier bunt. Zwar nicht rot oder blau, doch immerhin weiß, braun, cremefarben oder sogar schwarz können sie sein. Doch welche Faktoren bestimmen die Farbe? Gleich vorweg: Am Gefieder liegt es nicht. Braune Hennen legen nicht zwangsläufig braune Eier, genauso wie weiße Hennen keine ihrer Farbe entsprechenden Eier produzieren. Tatsächlich ist die Farbe genetisch vorbestimmt. Das bedeutet, dass jede Hühnerrasse ihre Eier in einer bestimmten Farbe legt.

Welche Farbe die Eier haben werden, lässt sich an den Ohren des Tiers erkennen, genauer gesagt an der Ohrscheibe: Diese befindet sich am Kopf, seitlich hinter dem Auge, wo der Kopf in den Hals übergeht. Ist die Ohrscheibe weiß, legt das Huhn weiße Eier. Ist sie braun oder rötlich, sind die Eier braunschalig. Diese Regel trifft allerdings nicht immer zu: Auch hier gibt es Ausnahmen. So legt etwa die Hühnerrasse der Araukaner grünliche Eier, obwohl ihre Ohrscheiben nicht grün sind.

Wie gelangt die Farbe in die Schale?

Je nach Rasse sind Farbpigmente in der Kalkschale eingelagert. Sie werden von der Henne aus speziellen Drüsen ausgeschieden und sind dafür verantwortlich, welche Farbe die Schale letztendlich hat. Bei weißen Eiern produziert die Henne keinen Farbstoff.

Auf das Ei selbst hat die Farbe übrigens keine Auswirkung: Sowohl Nährstoffgehalt als auch Geschmack sind immer gleich, unabhängig vom Erscheinungsbild der Schale. In Deutschland sind braune Eier dennoch weiter verbreitet: Laut Banchenangaben sind etwa sieben von zehn Eiern, die hierzulande verkauft werden, braun. Das könnte damit zu tun haben, dass viele Menschen fälschlicherweise glauben, braune Eier stammten aus biologischer Erzeugung und weiße aus Käfighaltung.

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