Bizarrer Fisch gefangen

Dicke Lippen und nach außen gewölbte Augen: Auf Instagram hat ein Fischer einen bizarr aussehenden Fisch geteilt, der als Beifang in einem Tiefseenetz gelandet ist.

Tiefseefischer entlädt Fang
Ein Tiefseefischer hat in seinem Netz einen skurril aussehenden Beifang entdeckt. Ein Video davon teilte er auf Instagram. Foto: Symbolbild / gettyimages

Seltsamer Fang: Ein russischer Tiefseefischer hat einen bizarr aussehenden Fisch aus dem Meer gezogen. Die Augen und Lippen des Tieres sind groß und aufgebläht. Auf Instagram – da hat der Fischer ein Video davon geteilt – amüsieren sich manche über den unnatürlichen Anblick. Andere vermuten dahinter einen wenig lustigen Grund.

Hunderttausende Fans skurriler Meereslebewesen

Unnatürlich dicke Lippen und stark vergrößerte, nach außen gewölbte, Augen: Der Anblick des Fisches, den ein russischer Fischer auf seinem Instagram-Kanal geteilt hat, ist bizarr.

In dem nur wenige Sekunden langen Clip filmt der Fischer seinen Fang ganz nah und von allen Seiten ab. Laut Video-Caption wurde der Fisch am Neujahrstag gefangen.

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Wie die New York Post berichtet, befand sich der Mann da an Bord eines kommerziellen Fangschiffes auf dem Weg durch die Barentssee, nahe dem europäischen Teil Russlands. Normalerweise habe es die Besatzung des Schiffs auf Kabeljau, Schellfisch und Makrele abgesehen.

Wenn aber ein besonderer Beifang aus den Tiefen des Ozeans im Netz landet, teilt der Fischer das regelmäßig auf Instagram. Und das stößt offenbar bei vielen auf Interesse: Denn auf seinem Kanal hat er knapp 650.000 Follower*innen.

Abnehmender Druck könnte Grund für Aussehen sein

Einige von ihnen amüsieren sich beim Anblick des Tieres. Sie vergleichen die dicken Lippen des Fisches mit einer schiefgegangenen Schönheitsoperation. Da heißt es etwa: „Wenn das Lippenaufspritzen schrecklich schiefläuft.“ Oder: „Ich dachte erst, das wäre ein Outtake aus den Kardashians.“ Und: „So sieht dein Gesicht an Neujahr aus.“

Andere vermuten hingegen, dass es sich nicht um das natürliche Aussehen dieser Fischart handelt. Zumindest nicht in seiner natürlichen Umgebung, in vielen Kilometern Tiefe.

In einem Kommentar schreibt jemand: „Tiefseefische blähen sich durch die [De]Kompression nahe der Oberfläche auf. Das normalisiert sich wieder, wenn sie zurück in der Tiefsee sind und damit mehr Druck auf ihnen lastet.“ Eine andere Person pflichtet bei, korrigiert aber: „Stimmt. Außer der Teil, dass es sich wieder normalisiert. Dieser Fisch ist tot."

Als Faustregel gilt laut Taucherpedia, dass pro zehn Meter Wassertiefe der Umgebungsdruck um ein bar zunimmt. Alle zehn Meter eine Zunahme des Drucks also, der an der Oberfläche herrscht. Das bedeutet, dass der Fisch an hunderte Bar Umgebungsdruck angepasst ist – außerhalb des Wasser fehlt dieser annährend komplett.

Meist als Beifang

Auch zu der Art gibt es einige Kommentare. Am wahrscheinlichsten ist wohl, da sind sich einige Kommentierenden einig, dass es sich bei dem Fisch um einen Grenadierfisch, auch Rattenschwanz genannt, handelt.

Sie kommen in allen Weltmeeren in Tiefen von bis zu sechs Kilometern vor. Sie landen oft als Beifang in den Netzen, direkt befischt werden sie eher selten.

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