"Sie leiden auf der Flucht" - Fahndungserfolg auf der Suche nach den deutschen Mädchen in Paraguay

Im Fall der entführten deutschen Mädchen nach Paraguay gibt es eine Spur: Die Polizei machte einen Fahrer ausfindig, der ein Auto an den verdächtigen Deutschen Andreas E. vermietet haben soll. Der Fahrer Diego M. konnte der Polizei nach offiziellen Angaben viele Hinweise geben.

Dem Vater und seiner neuen Partnerin wird vorgeworfen, die zwei Mädchen aus früheren Beziehungen ohne Wissen der jeweils anderen Elternteile nach Südamerika mitgenommen zu haben. In Paraguay ist die Patchwork-Familie offiziell zur Fahndung ausgeschrieben.

"Natürlich leiden die Mädchen, weil sie von einem Platz zum nächsten fliehen", sagt die Staatsanwältin Carina Rodriguez. "Das ist nicht unsere Absicht. Wir wollen nicht, dass sie leiden. Ganz im Gegenteil, bisher haben wir alles Mögliche getan, um genau das zu vermeiden. Wir jagen sie nicht, wir wollen sie finden und erreichen, dass alles auf bestmögliche Weise geregelt wird."

Seit Ende November fehlt von den Geflüchteten jede Spur - bis vor wenigen Stunden, als sie sich im Kurznachrichtendienst Telegram per Videobotschaft zu Wort meldeten. Andreas E. und seine neue Partnerin forderten, in Ruhe gelassen zu werden.

Der Vater wird der Szene der Impfverweigerer zugeschrieben. Seit der Pandemie sind zahlreiche deutsche Impfgegner und Querdenker nach Paraguay ausgewandert, um so die Covid-19-Maßnahmen zu umgehen.

Auch die Mutter der zehnjährigen Clara ist derzeit im südamerikanischen Land. Dort sucht sie seit Wochen nach ihrer entführten Tochter. Vor dort hatte sie sich mit einem ergreifenden Hilferuf an die Öffentlichkeit gewandt. Sie sicherte ihrem Ex-Mann Straffreiheit zu, sollte er sich melden.

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