Protest gegen Auslandseinsätze bei Ostermärschen

Demonstrationen und Mahnwachen in zahlreichen Städten

Die diesjährigen Ostermärsche sind im gesamten Bundesgebiet fortgesetzt worden. Die Protestaktionen richteten sich erneut besonders gegen Bundeswehr-Auslandseinsätze. Ein Thema war aber auch die gespannte Lage auf der koreanischen Halbinsel.

Zahlreiche Menschen beteiligten sich erneut an etwa 60 Demonstrationen, Friedensgottesdiensten und Mahnwachen in zahlreichen Städten, darunter Berlin, Hannover, Stuttgart und München, zu denen Organisationen der Friedensbewegung aufgerufen hatten. Die Frankfurter Friedens- und Zukunftswerkstatt berichtete von einer insgesamt "stabilen Beteiligung" trotz des nasskalten Winterwetters. In Medienberichten war allerdings zumindest in Norddeutschland von einem Rückgang der Teilnehmerzahlen die Rede.

Die Protestaktionen richteten sich auch gegen deutsche Rüstungsexporte und auf die Anschaffung von Kampfdrohnen. Eine klare Absage erteilten Demonstranten auch Werbungsaktionen der Bundeswehr an Schulen und Hochschulen. "Rüstungsindustrie und Rekrutenwerber der Bundeswehr müssen sich auch in diesem Jahr weiterhin auf Proteste einstellen", sagte der Geschäftsführer des Netzwerks Friedenskooperative, Manfred Stenner.

Besorgt äußerte sich Stenner über die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel. Das gemeinsame Manöver der USA mit südkoreanischen Streitkräften einschließlich des Einsatzes von Tarnkappenbombern kritisierte er als "überhaupt nicht hilfreich".

Ostermärsche gibt es in der Bundesrepublik seit 1960. Damals hatten Pazifisten den Atomraketen-Übungsplatz Bergen-Hohne als Ziel eines Sternmarsches ausgesucht. Für Ostersonntag und vor allem am Montag sind weitere Aktionen geplant.

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