Coronavirus SARS-CoV-2: Die aktuellen Informationen im Liveblog

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Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus im Yahoo-Liveblog. (Bild: Getty Images)

Das Wichtigste in Kürze:

  • Weltweit: Über 1.026.000 Infizierte (Todesfälle über 53.900; genesen: über 212.000) - Quelle: Johns Hopkins University

  • Bestätigte Fälle in Deutschland: Über 84.700 (Todesfälle: 1107, genesen: über 22.400) - Quelle: Johns Hopkins University

  • In Europa sind Italien und Spanien am meisten betroffen: In Italien sind es über 115.200 Infizierte (Todesfälle: über 13.900, genesen: über 18.200) und in Spanien über 112.000 (Todesfälle: über 10.900, genesen: über 26.700) - Quelle: Johns Hopkins University

  • Bestätigte Fälle in den USA: Über 245.000 (Todesfälle: über 6000; genesen: über 9000) - Quelle: Johns Hopkins Universität

  • Bund und Länder wollen Kontaktbeschränkungen über Ostern bestehen lassen

  • Infektionen in USA: - USA stellen traurigen Rekord auf

Die bestätigten Corona-Fälle in Deutschland nach den Angaben des Robert Koch-Instituts (Grafik: Yahoo)

+++ Institut: Haustiere spielen bei Corona-Verbreitung keine Rolle +++

(03.04.2020, 12:44 Uhr)

Haustiere wie Hunde und Katzen spielen nach Einschätzung deutscher Wissenschaftler keine relevante Rolle bei der Verbreitung des neuen Coronavirus. Darauf gebe es bisher keine Hinweise, heißt es beim Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), das bundesweit Tierseuchen beobachtet. Je nach Tierart seien Ansteckungen durch Menschen nicht komplett auszuschließen. Allerdings bedeute eine mögliche Infektion von Haustieren nicht automatisch, dass sich das Virus in den Tieren vermehren kann und von ihnen auch wieder ausgeschieden werde.

Die Hauptquelle für Ansteckungen mit dem Coronavirus sind nach wie vor Infektionen zwischen Menschen. Für Hunde und Katzen empfiehlt das FLI deshalb zunächst keine Maßnahmen wie Absonderung, Trennung oder Quarantäne. Für Tierhalter generell, nun aber ganz besonders für Menschen mit Coronavirus-Infektionen, sei es wichtig, Hygieneregeln im Umgang mit ihrem Liebling zu beachten. Dazu gehörten zum Beispiel Hände waschen und das Vermeiden von Anniesen oder Anhusten. Halter sollten sich von ihren Tieren auch nicht durch das Gesicht lecken lassen.

Es bestehe kein Grund dafür, Haustiere vorsorglich in Tierheimen abzugeben, betont das Institut. Selbst wenn ein Haustier positiv auf SARS-CoV-2 getestet werden sollte, bestehe kein Anlass, das Tier einzuschläfern. (dpa)

+++ Bericht: Krisenkabinett will Montag über mehr Grenzkontrollen reden +++

(03.04.2020, 12:35 Uhr)

Das Corona-Krisenkabinett will am Montag über mehr Grenzkontrollen beraten. Nach Informationen des “Spiegel” soll in der Sitzung auch über eine mögliche Quarantänepflicht für alle ankommenden Flugreisenden gesprochen werden.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) überlegt nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur schon seit einigen Tagen, ob es sinnvoll sein könnte, auch an den restlichen Grenzen Kontrollen einzuführen. Bislang gibt es dazu allerdings noch keinen Konsens in der Bundesregierung. Aktuell gebe es keine Veranlassung, die bestehenden Kontrollen zu ändern, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag in Berlin.

Seit Mitte März darf an den Grenzen zu Österreich, Frankreich, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark nur noch einreisen, wer einen triftigen Grund hat, etwa Berufspendler. Auch der Warenverkehr soll ungehindert fließen. Das Innenministerium will dem Bericht zufolge nun auch für die Grenzen nach Polen, Tschechien, Belgien und die Niederlande sowie an den Flughäfen die strengen Einreisebedingungen einführen, um “Umgehungstatbestände” zu verhindern, wie es heißt.

Derzeit kommen demnach täglich 20.000 Menschen aus Drittländern nach Deutschland, die nach Ansicht des Innenministeriums das Coronavirus ins Land bringen könnten. Zusätzlich soll es deshalb eine Quarantänepflicht für alle geben, die per Flugzeug nach Deutschland einreisen. In den bislang von Kontrollen betroffenen fünf Ländern seien bislang rund 60.000 Menschen zurückgewiesen worden, die keinen triftigen Grund zur Einreise angeben konnten, berichtete “Spiegel Online” unter Berufung auf das Bundesinnenministerium. (dpa)

+++ Aus Solidarität: Griechenland hisst italienische Fahne +++

(03.04.2020, 12:31 Uhr)

Aus Solidarität für die italienischen Opfer des Coronavirus wurde auf dem Zentralgebäude des Athener Außenministeriums und dem Parlament die italienische Fahne gehisst. Auch das griechische Parlament werde in den kommenden drei Tagen mit den Farben der italienischen Fahne Grün-Weiß-Rot beleuchtet sein, teilte der griechische Außenminister Nikos Dendias mit. “In diesem dramatischen Moment stehen wir Euch bei”, erklärte Dendias beim Zeremoniell vor dem Eingang des Außenministeriums in Athen.

“Wir werden nie diesen symbolischen Akt der Solidarität vergessen”, antwortete der italienische Botschafter in Athen, Efisio Luigi Marras. Die Beleuchtung des Parlamentes sollte am Abend beginnen. In Italien gab es bis Donnerstagabend mindestens 13.915 Tote, die mit dem Coronavirus infiziert waren. (dpa)

+++ Caritas warnt vor Corona-Ausbreitung in Afrika +++

(03.04.2020, 12:20 Uhr)

Die katholische Hilfsorganisation Caritas International hat vor einer Ausbreitung des Coronavirus in Afrika gewarnt. In den armen Ländern des afrikanischen Kontinents könnte die Covid-19-Krankheit noch verheerendere Folgen haben als etwa in den bisher stark betroffenen westlichen Staaten, sagte Caritas-Generalsekretär Aloysius John am Freitag bei einer Internet-Pressekonferenz. Aus Ebola-Ausbrüchen in Afrika habe man gelernt, dass es besonders wichtig sei, die Menschen auch in abgelegenen Regionen über Vorsorgemaßnahmen zu informieren, erläuterte eine Sprecherin.

Seine Organisation sei auch besorgt, dass Flüchtlinge in vielen Regionen der Erde womöglich heftig unter den Virus-Folgen leiden müssten, sagte Aloysius John. Die Caritas rufe deshalb, wie schon der Papst, zu einem weltweiten Waffenstillstand auf. Außerdem sollten wegen der Gesundheitskrise Sanktionen gegen Länder wie Syrien, Libanon oder Iran aufgehoben werden, sagte er. Angesichts der Corona-Pandemie hatte Papst Franziskus bei seinem Angelus-Gebet im Vatikan am Sonntag alle Kämpfenden international aufgerufen, kriegerische Handlungen einzustellen.

+++ Kanzlerin kehrt nach Quarantäne ins Kanzleramt zurück +++

(03.04.2020, 11:52 Uhr)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am Freitag nach zweiwöchiger Corona-Quarantäne ins Kanzleramt zurückgekehrt. Wie Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, hat sie ihre Geschäfte wieder persönlich in der Regierungszentrale aufgenommen. Selbstverständlich würden dort die bestehenden Abstandsregelungen beachtet. Gespräche mit anderen Regierungschefs führe sie per Telefon oder per Videoschalte. “Jetzt geht die Arbeit wieder aus dem Kanzleramt weiter”, sagte Seibert.

Merkel hatte drei Corona-Test machen lassen, die alle drei negativ waren. Sie hatte aber zunächst die Dienstgeschäfte noch aus ihrer häuslichen Quarantäne wahrgenommen, um die übliche zweiwöchige Quarantäne einzuhalten. Merkel war dort seit dem 22. März, nachdem sie darüber unterrichtet worden war, dass sie am 20. März mit einem Arzt Kontakt hatte, der dann positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Der Mediziner hatte Merkel vorbeugend gegen Pneumokokken geimpft. (dpa)

+++ Arbeitslosenquote in Norwegen auf Rekordhoch +++

(03.04.2020, 11:50 Uhr)

In Norwegen haben sich im März so viele Menschen arbeitslos gemeldet wie noch nie in einem Einzelmonat. Rund 235.000 weitere Menschen wurden bei der Arbeitsverwaltung NAV im vergangenen Monat als vollzeitarbeitslos registriert, womit nun etwas mehr als 300.000 Personen als arbeitssuchend gelten, wie die norwegische Regierung am Freitag mitteilte. Der überwiegende Teil davon geht demnach auf vorübergehende Beurlaubungen zurück, die in diese Zahl miteingerechnet werden. Die Vollzeitarbeitslosenquote stieg somit von 2,3 Prozent im Februar auf das Allzeithoch von 10,7 Prozent. Der höchste Stand der Nachkriegszeit betrug laut NAV bislang 6,1 Prozent aus dem Sommer 1993.

“Norwegen wird derzeit von drei Dingen gleichzeitig getroffen”, erklärte Arbeitsminister Torbjørn Røe Isaksen. Zum einen beeinflusse die weltweite Lage im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus die exportorientierte Wirtschaft des Landes, zum anderen sei der Ölpreis dramatisch gefallen. Außerdem hätten auch die eigenen Maßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie wirtschaftliche Folgen. Dass der Großteil der Menschen ohne Arbeit beurlaubt sei, bedeute, dass viele in ihren Job zurückkehren könnten, wenn sich die Situation normalisiere. Besonders wichtig sei es, Firmenpleiten zu verhindern, die zur Folge hätten, dass Menschen langfristig arbeitslos würden.

Rechnet man die Teilzeitarbeitslosen hinzu, sind derzeit mehr als 410.000 Menschen in Norwegen ohne Arbeit, was 14,7 Prozent der Arbeitskräfte entspricht. Insgesamt leben in Norwegen, das zu den reichsten Ländern der Welt zählt, etwa 5,4 Millionen Menschen. (dpa

+++ FDP-Politiker Kuhle: Beamte sollten während Dienstzeit Blut spenden +++

(03.04.2020, 11:43 Uhr)

Angesichts sinkender Blutspende-Bereitschaft fordert der innenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Konstantin Kuhle, für Beamte die Erlaubnis zum Blutspenden während der Arbeitszeit. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), der auch für Beamte zuständig ist, solle das ermöglichen, forderte Kuhle in einem Brief an den Minister.

Das wäre ein “wichtiges Signal an andere Behörden und in die Privatwirtschaft”, sagte Kuhle am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. “Bundesinnenminister Seehofer kann durch diese kleine Änderung unser medizinisches Personal in dieser schwierigen Situation unterstützen und dafür sorgen, dass für lebensrettende Operationen, Unfallopfer und chronisch Kranke ausreichend Blut vorhanden ist.”

Blutspendedienste hatten zuletzt an Spender appelliert, nicht aus Furcht vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus auf das Spenden zu verzichten. Der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost vermeldete im März einen verstärkten Rückgang der Spenderzahlen, teils auch wegen der Corona-Epidemie. (dpa

+++ Stiftung Patientenschutz: Staatsanwälte sollen auf Pflegeheime achten +++

(03.04.2020, 11:20 Uhr)

Bei Ketteninfektionen mit dem Coronavirus in Pflegeheimen sollten die Staatsanwaltschaften nach Ansicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz auch ohne Anzeigen tätig werden. “Wenn in einer Einrichtung mehrere Pflegebedürftige zu Tode kommen, müssen die Strafverfolgungsbehörden genau hinschauen”, teilte Vorstand Eugen Brysch am Freitag in Karlsruhe mit. “Schließlich können auch fahrlässige Tötung, Körperverletzung oder Tötung durch Unterlassen vorliegen.” Solche Delikte müssten auch ohne Anzeige verfolgt werden.

Deshalb seien jetzt die Generalstaatsanwälte der Länder gefordert. “Es gilt, die Staatsanwaltschaften vor Ort anzuhalten, bei mehreren Todesfällen in einem Pflegeheim Ermittlungen aufzunehmen.” Das Strafrecht bringe zwar keine Lösung für die Krise, hilft nach Bryschs Überzeugung aber, Fehlverhalten aufzuzeigen und den Blick für künftiges Handeln zu schärfen. (dpa

+++ Söder sieht leicht positiven Trend bei Corona-Infektionen in Bayern +++

(03.04.2020, 11:17 Uhr)

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht im Freistaat einen leicht positiven Trend bei den Infektionen mit dem Coronavirus. Die Zahl der Neuinfektionen sei auf 9,4 Prozent gesunken, sagte der CSU-Chef am Freitag in München. “Die Kurve flacht leicht ab.”

Derzeit verdopple sich die Zahl der Infizierten nur noch in mehr als 6 Tagen. Vor den Schulschließungen habe sich die Zahl alle 2,5 Tage verdoppelt, sagte der Ministerpräsident. Daher sei eindeutig: Ohne die getroffenen Maßnahmen hätte sich die Situation dramatisch entwickelt.

In Bayern sind nach Angaben des Robert-Koch Instituts inzwischen 20.237 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Den Angaben zufolge sind bislang 307 Patienten gestorben, die mit dem Coronavirus infiziert waren. (dpa)

+++ Griechen befürworten Bewegungseinschränkungen +++

(03.04.2020, 11:01 Uhr)

Die Entscheidung der Regierung in Athen zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Griechen wegen des Coronavirus findet breite Zustimmung in der Bevölkerung. Das ergibt sich aus einer repräsentativen Umfrage, die am Freitag in der Athener Zeitung “Kathimerini” veröffentlicht wurde. Demnach befürworten 86 Prozent der Befragten die Schließung der Schulen, Tavernen, Bars und Geschäfte. Griechenland traf unter Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis die Entscheidung für diese Maßnahmen als einer der ersten Staaten weltweit. Bislang starben 54 Menschen an den Folgen einer Coronavirusinfektion in dem Land.

Weiter muss jeder Bürger vor dem Verlassen der Wohnung eine Erklärung ausfüllen, wohin er geht. Möglich sind nur noch Besuche von Supermärkten, Apotheken und Menschen, die Hilfe brauchen. Zudem ist Sport um die Wohnung des Bürgers mit höchstens einer anderen Person möglich. Wer zu den Inseln will, muss beweisen, dass er dort ständig wohnt. Die Messen in den Kirchen finden ohne Gläubige statt. Der griechische Regierungssprecher, Stelios Petsas, kündigte zudem am Freitag im Fernsehen an, dass die Regierung künftig auch zeitlich diese Ausgänge einschränken könnte. “Einer könne nicht fünf Stunden lang zum Supermarkt gehen”, sagte er. (dpa

+++ Schülerproteste gegen Corona-Abitur +++

(03.04.2020, 11:00 Uhr)

Die Kultusminister halten trotz Schulschließung am Abhalten der Abschlussprüfungen fest. Dagegen formiert sich Widerstand unter Schülern, die auf schwierige und oftmals ungleiche Lernsituationen und psychischen Stress verweisen.

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Abi in Darmstadt: Hessen hat seine Prüfungen bereits unter verschärften Hygieneregeln abgehalten (Bild: Thomas Lohnes/Getty Images)

+++ Rekordwerte: Österreicher vertrauen Regierung in Corona-Krise +++

(03.04.2020, 10:48 Uhr)

Die Österreicher vertrauen in der Coronavirus-Krise der Arbeit der Regierung von ÖVP und Grünen in außerordentlicher Weise. “Der aktuelle Vertrauensindex erbringt die höchsten Vertrauenswerte, die jemals gemessen wurden”, sagte der Chef des Meinungsforschungsinstituts OGM, Wolfgang Bachmayer, am Freitag in Wien. Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erzielte den bisher höchsten Wert in seiner politischen Karriere. 74 Prozent haben demnach Vertrauen in Kurz, eine Steigerung von 32 Prozentpunkten gegenüber Januar. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) legte auf 49 Prozent zu (plus 32 Punkte). Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) vertrauen 36 Prozent (plus 17).

“Die Bevölkerung befindet sich in einer fast euphorisch anmutenden ‘Blood, Sweat and Tears’- Stimmung, rückt näher zusammen und folgt motiviert den Anweisungen der politischen Führung, um das Virus als gemeinsamen unsichtbaren Feind zu besiegen”, so Bachmayer.

In Österreich ruht das öffentliche Leben bereits seit Mitte März. Die jüngsten Zahlen bei der Entwicklung der Infektionen gelten als ermutigend. Zuletzt betrug die tägliche Steigerungsrate rund fünf Prozent. 11 300 Menschen waren am Freitagvormittag mit Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Krankenhaus-Patienten ist seit Tagen mit rund 1000 stabil. Auf den Intensivstationen steigt die Zahl der Patienten nur langsam an.

+++ Hotels auf Thailands Ferieninsel Phuket schließen +++

(03.04.2020, 10:45 Uhr)

Auf der thailändischen Ferieninsel Phuket müssen die Hotels in der Corona-Krise schließen. Nach Angaben des Gouverneurs der Provinz gilt dies ab Samstag. Deutsche Urlauber werden derzeit im Rahmen des Rückholprogramms des Auswärtigen Amtes aus Thailand ausgeflogen. Am Freitag startete eine Condor-Maschine mit 250 Plätzen für Deutsche und andere EU-Bürger aus Bangkok in Richtung Frankfurt, wie der deutsche Botschafter Georg Schmidt bei Twitter schrieb.

Der internationale Flugverkehr ist durch Streichungen stark eingeschränkt. In Phuket stellt der Flughafen am 10. April den Betrieb ein. In Bangkok sind bereits Einkaufszentren, Schulen und Restaurants offiziell dicht, es gilt zudem eine nächtliche Ausgangssperre. In dem südostasiatischen Land sind bislang 1978 Infektionsfälle mit dem Coronavirus gemeldet worden. 15 Menschen starben. (dpa)

+++ Trump: In Kürze neue Empfehlungen zu Gesichtsmasken +++

(03.04.2020, 10:42 Uhr)

Die US-Regierung will in Kürze landesweite neue Empfehlungen für das Tragen von Gesichtsmasken als Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus verkünden. Das sagte US-Präsident Donald Trump bei einem Briefing am Donnerstag (Ortszeit) in Washington, wie der US-Sender CNN berichtete. Verbindlich solle ein Tragen der Masken aber nicht werden, betonte Trump demnach: “Amerikaner, die eine Gesichtsbedeckung tragen wollen, können das für sich selbst entscheiden.”

Ein führender Gesundheitsberater von Trumps Team warnte aber dem Bericht zufolge, Masken sollten die US-Amerikaner nicht in falscher Sicherheit wiegen. Vielmehr müssten weiterhin die Richtlinien für soziale Kontakte befolgt werden, um sich nicht zu infizieren oder das Virus weiterzugeben.

Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus sind Schutzmasken auch in den USA zur Mangelware geworden. Trump hatte am Mittwoch der Bevölkerung geraten, sich stattdessen mit einem Schal vor einer Ansteckung zu schützen. In den USA haben sich nach aktuellen Daten auf der Webseite der Johns-Hopkins-Universität bisher fast 245.600 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Virus angesteckt. Mehr als 6000 Menschen starben demnach daran. (dpa)

+++ RKI: Maßnahmen zeigen deutlich Wirkung - aber keine Entwarnung +++

(03.04.2020, 10:34 Uhr)

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie zeigen nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts in Deutschland nun messbar Wirkung. Ein infizierter Mensch stecke seit einigen Tagen im Durchschnitt nur noch einen weiteren Menschen an, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag. In den vergangenen Wochen habe der Wert bei fünf, manchmal sogar bei sieben Menschen gelegen, die ein Infizierter ansteckte. Ein Grund zur Entwarnung seien die neuen Daten aber noch nicht: Erst, wenn ein Infizierter im Durchschnitt weniger als einen Menschen anstecke, lasse die Epidemie langsam nach. “Wir müssen unter eins kommen. Ich hoffe, dass das in den nächsten Tagen gelingt”, sagte Wieler.

Es lasse sich noch nicht mit Sicherheit sagen, ob die erhöhte Kapazität der Intensivbetten für Covid-19-Patienten in Deutschland in der nächsten Zeit ausreiche, sagte Wieler. Er persönlich glaube das im Moment noch nicht. Es sei weiter sehr wichtig, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, betonte der RKI-Präsident. Er appellierte an öffentliche Verkehrsbetriebe, den Takt für Busse und Bahnen eher noch zu erhöhen und mit mehr Waggons zu fahren. Es liege aber auch an den Passagieren selbst: Sie sollten sich verteilen und nicht bevorzugt in die vorderen oder hinteren Waggons einsteigen.

In Deutschland waren bis Freitagvormittag mehr als 80.500 Infektionen (Vortag Stand 10.15 Uhr: mehr als 73.900) mit dem neuen Coronavirus registriert. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert dabei von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige Bundesländer ihre Zahlen auch nicht immer zur gleichen Uhrzeit.

Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 19.100 nachgewiesenen Fällen und mindestens 277 Toten und Nordrhein-Westfalen mit mehr als 18.500 Fällen und mindestens 220 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 146,5 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 96,9. Mindestens 1022 (Vortag Stand 10.15 Uhr: 879) mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle. (dpa)

+++ Schleswig-Holstein schließt mobile Würstchenstände +++

(03.04.2020, 10:29 Uhr)

Schleswig-Holsteins Landesregierung hat die Schutzmaßnahmen gegen das neuartige Coronavirus in Teilen verschärft. Wie die Staatskanzlei am Freitag mitteile, müssen mobile Verkaufsstände wie Würstchenbuden, Eis- oder Kaffeewagen schließen. Die Regierung bekräftigte, dass Reisen aus touristischem Anlass in das Gebiet des Bundeslandes untersagt sind, stellte aber auch klar: “Dies umfasst keine Tagesreisen innerhalb des Landes und keine Ausflüge von geringem Umfang wie Spaziergänge und -fahrten”. Das Land gelte nicht als Risikogebiet.

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, ist auch die Gastronomie in Deutschland stark eingeschränkt. Grundsätzlich hatten Bund und Länder sich am 22. März darauf verständigt, Gastronomiebetriebe zu schließen - eine Ausnahme war in den vereinbarten Leitlinien für die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause vorgesehen. Für die konkrete Ausgestaltung der Verbote sind die einzelnen Bundesländer zuständig. (dpa)

+++ Tel Aviv bietet Party im Netz +++

(03.04.2020, 10:22 Uhr)

Tel Aviv bietet wegen der Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise eine Sonnenuntergangs-Party mit DJ im Internet. Die Party sollte am Freitag (3.4.) von 16.00 Uhr bis 17.00 Uhr (deutscher Zeit) von der Dachterrasse der Stadtverwaltung aus gesendet werden, teilte die israelische Küstenstadt mit. Sie werde auf Facebook und über die Videokonferenzsoftware Zoom übertragen, “damit Anwohner und Menschen auf der ganzen Welt teilnehmen und in ihren Wohnzimmern tanzen können”, hieß es in der Mitteilung. Tel Aviv liegt am Mittelmeer und hat rund 430.000 Einwohner. (dpa)

+++ Google veröffentlicht anonymisierte Bewegungstrends in Corona-Krise +++

(03.04.2020, 10:16 Uhr)

Google veröffentlicht in der Coronavirus-Krise eine Auswertung anonymisierter Bewegungsdaten. Das soll den Behörden zusätzliche Anhaltspunkte zum Verständnis der Verhaltenstrends liefern. In Deutschland wird auf Bundesland-Ebene gezeigt, wie sich die Zahl der Menschen etwa in Parks und Einkaufsläden sowie auf Bahnhöfen entwickelt hat. Dabei bekommt man nur eine prozentuale Veränderung insgesamt zu sehen, nicht aber die Entwicklung an einzelnen Orten.

Mit der Zeit könnten die Daten auch auf tiefere regionale Ebenen heruntergebrochen werden, erklärte der Internet-Konzern zur Vorstellung des Plans am Freitag. In den USA etwa sind die Trends bereits auf County-Ebene verfügbar. Die Trends decken einen Zeitraum von mehreren Wochen ab, die jüngsten Daten sind 48 bis 72 Stunden alt. Die Daten sind für 131 Länder verfügbar. In Zukunft könnten mit den Daten möglicherweise auch Annahmen zur weiteren Entwicklung getroffen werden.

Google greift für die Auswertung auf anonymisierte Daten von Nutzern zurück, die ihre Aufenthaltsorte in ihren Google-Profilen aufzeichnen lassen. (dpa

+++ Nach Unterbrechung: Flieger aus Neuseeland bringt Deutsche nach Hause +++

(03.04.2020, 10:09 Uhr)

Nach einem Stopp von Rückführungsflügen aus Neuseeland ist ein erster Flieger mit in dem Land gestrandeten Deutschen auf dem Weg in die Heimat. Eine Maschine der Air New Zealand verließ Auckland am späten Freitagnachmittag (Ortszeit) in Richtung Vancouver, hieß es von der Fluggesellschaft. An Bord sind 342 Passagiere. Nach einem Halt in Vancouver soll der Flieger Frankfurt am frühen Samstagmorgen erreichen.

In Neuseeland sitzen zurzeit am meisten Deutsche im Ausland fest - mehr als 12.000 hatten sich nach Angaben der deutschen Botschaft in Wellington für das Rückholprogramm registriert. Weitere Evakuierungsflüge soll es in den kommenden Tagen aus Auckland und Christchurch geben.

Das Auswärtige Amt hatte die Rückholaktion aus Neuseeland am Samstag gestartet. Nach einem ersten Flug wurden dann aber alle weiteren geplanten Flüge zunächst gestoppt. Am Donnerstag kündigte die Regierung in Wellington dann an, anderen Regierungen wieder zu erlauben, Gestrandete auszufliegen. Zurückkehrende Touristen und Ausländer dürfen sich für die Ausreise auch innerhalb des Landes bewegen, sofern sie einen bestätigten Flug haben. (dpa)

+++ Puma will Dividende aussetzen - Vorstand verzichtet auf Gehälter +++

(03.04.2020, 10:05 Uhr)

Der Sportartikelhersteller Puma will wegen der Coronavirus-Pandemie die Dividende aussetzen. Wegen der “stark negativen Auswirkungen” auf sein Geschäft werde der Vorstand der Hauptversammlung einen entsprechenden Vorschlag machen, teilte das MDax-Unternehmen am Freitag in Herzogenaurach mit. Zudem soll der Vorstand zunächst im April zu 100 Prozent auf seine Gehälter verzichten. Danach werde die Situation neu beurteilt, teilte ein Sprecher auf Nachfrage mit.

Wegen der Virus-Pandemie wird Puma seine für den 7. Mai geplante Hauptversammlung nun digital abhalten. Außerdem wird sich der Termin für die Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Quartal um eine Woche vom 30. April auf den 7. Mai verschieben. (dpa)

+++ Chinesische Stadt Shenzhen verbietet Verzehr von Hunden und Katzen +++

(03.04.2020, 10:04 Uhr)

Vor dem Hintergrund des Coronavirus-Ausbruchs hat die südchinesische Stadt Shenzhen das Essen von Hunden und Katzen verboten. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, soll das Verbot ab dem 1. Mai gelten. Es ist Teil einer weitreichenderen Verordnung, die den Verzehr von Wildtieren untersagt. “Hunde und Katzen haben eine viel engere Beziehungen zum Menschen aufgebaut als alle anderen Tiere”, hieß es in einer Erläuterung. Ein solches Verbot sei auch in Industrieländer sowie Hongkong und Taiwan gängige Praxis.

Da der Ursprung des Coronavirus auf einem Markt für Wildtiere in der zentralchinesischen Stadt Wuhan vermutet wird, hatte Chinas Zentralregierung Ende Januar angeordnet, dass der Handel mit Wildtieren untersagt werden soll. Städte und Provinzen haben daraufhin begonnen, Verbote in Kraft zu setzen. Die Verordnung in Shenzhen geht noch weiter und schließt als erste chinesische Stadt auch Hunde und Katzen in das Verbot mit ein.

Anders als in westlichen Vorurteilen verbreitet, ist der Verzehr von Hunden und Katzen in China alles andere als Normalität. In Peking etwa findet man kaum ein Restaurant, das solches Fleisch im Angebot hat. Laut Umfragen hat nur eine Minderheit der Chinesen überhaupt schon einmal Hundefleisch gegessen. (dpa)

+++ Popsänger Kelly: Ehefrau hatte Zusammenbruch wegen Corona-Sorgen +++

(03.04.2020, 09:57 Uhr)

Popsänger John Kelly (53) hat Einzelheiten zu seinem freiwilligen Ausscheiden aus der RTL-Tanzshow “Let's Dance” verraten: Demnach erlitt seine Frau Maite Itoiz (45) einen Zusammenbruch - und zwar wegen Sorgen angesichts des Corona-Dramas in ihrem Heimatland Spanien. “Es braucht seine Zeit, aber ich sehe eine positive Entwicklung. Sie hat seit Tagen keine Panikattacken mehr”, sagte der US-amerikanisch-irische Musiker im “Gala”-Interview.

“Als Musikproduzentin und Künstlerin ist sie es gewohnt, unter hohem Druck zu arbeiten. Sie ist durch viele extreme Situationen gegangen, die sie hätten zusammenbrechen lassen können. Sie hatte zwar schon mal Angst, aber die Panikattacken sind neu”, so Kelly. Vergangene Woche hieß es lediglich, es gebe einen Krankheitsfall in der Familie.

“Spanien ergriff sehr strenge Maßnahmen gegen das Virus, das ganze Land war seit Tagen eingesperrt”, sagte Kelly jetzt. Seine Frau habe sich Sorgen um ihn gemacht, gleichzeitig sei ihr Vater im Krankenhaus gewesen, und sie durfte ihn nicht sehen - so erklärte der Sänger die Situation. In Spanien sind offiziell mehr als 110.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 10.000 starben bereits daran. (dpa)

+++ H&M-Umsatz bricht im März um fast 50 Prozent ein +++

(03.04.2020, 09:57 Uhr)

Die schwedische Modekette H&M muss wegen der Corona-Krise und der damit verbundenen Ladenschließungen in mehreren Ländern mit einem massiven Einbruch seiner Erlöse zurechtkommen. Der Umsatz im März sank währungsbereinigt im Vergleich zum Vorjahresmonat um 46 Prozent, wie die H&M-Gruppe am Freitag bei der Vorstellung ihrer Quartalszahlen mitteilte.

Ende März seien 3778 der 5065 vom Konzern betriebenen Geschäfte in insgesamt 54 Märkten geschlossen gewesen, darunter alle Filialen in für H&M besonders wichtigen Ländern wie Deutschland, den USA, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien, wie Konzernchefin Helena Helmersson erklärte. Die Nachfrage sinke wegen der von der Coronavirus-Pandemie verursachten Sorgen und Unsicherheiten auch auf vielen anderen Märkten. Zur H&M-Gruppe zählen neben der Modekette Hennes & Mauritz auch weitere Marken wie COS, Weekday und Arket.

Für das zweite Quartal - das bei H&M von März bis Mai geht - rechnet die Konzerngruppe wegen der anhaltenden Corona-Krise mit einem Verlust. “Mit jedem Tag, an dem wir unsere Läden geschlossen halten müssen, wird die Situation immer anspruchsvoller”, erklärte Helmersson. Der Konzern habe deshalb mehrere Maßnahmen erlassen müssen, darunter auch vorübergehende Beurlaubungen und Kurzarbeit. (dpa)

+++ Rabbiner weltweit rufen zum Sabbat-Gebet wegen Corona auf +++

(03.04.2020, 09:47 Uhr)

Führende Rabbiner weltweit haben Juden für den am (heutigen) Freitagabend beginnenden Sabbat zum Gebet wegen der Coronavirus-Pandemie aufgerufen. Es gehe darum, den Sabbat gemeinsam zu begehen, “um sich gegenseitig zu unterstützen und für das Wohlergehen der anderen zu beten”, hieß es in einer Mitteilung zum Schreiben der elf Rabbiner. Darunter sind jüdische Geistliche aus Israel, Rom, Frankreich und Argentinien, aber auch der Präsident der Konferenz der Europäischen Rabbiner (CER), Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt.

Der Sabbat ist der wöchentliche jüdische Ruhetag. Er beginnt am Freitagabend und endet am Samstagabend. Der Sabbat an diesem Wochenende ist der letzte Sabbat vor dem Pessach-Fest, das am Mittwochabend beginnt. Er wird als “Großer Sabbat” bezeichnet. Das jüdische Pessachfest erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Befreiung aus der Sklaverei. Ziel der Aktion ist es laut der Mitteilung, “die globale jüdische Gemeinschaft (zu) verbinden” und dabei die lebenswichtigen Vorgaben der jeweiligen Behörden einzuhalten, Sozialkontakte weitestgehend zu vermeiden.

Unter dem Hashtag #KeepingItTogether (zu Deutsch: zusammenhalten) rufen die Rabbiner dazu auf, sich vor Beginn des Sabbats Worte der Unterstützung zu schreiben oder am Telefon zu sagen. Zu Beginn des Sabbats sollen Juden füreinander beten. Nach jüdischem Religionsgesetz ist es am Sabbat sowie an Feiertagen verboten, aktiv Strom ein- oder auszuschalten. Dabei ist auch die Benutzung von Mobiltelefonen untersagt. (dpa)

+++ UN-Vollversammlung fordert Solidarität zur Bekämpfung von Corona +++

(03.04.2020, 09:04 Uhr)

Die UN-Vollversammlung hat erstmals eine gemeinsame Resolution zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie verabschiedet. Darin ruft die Staatengemeinschaft “zu einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit auf, um die Pandemie einzudämmen, abzuschwächen und zu besiegen”, wie es in der Resolution hieß, die am Donnerstag (Ortszeit) von 188 Mitgliedsstaaten, darunter auch Deutschland, in New York verabschiedet wurde.

Man erkenne die “beispiellosen Auswirkungen der Pandemie, einschließlich der schwerwiegenden Beeinträchtigungen von Gesellschaften und Volkswirtschaften sowie des weltweiten Reise- und Handelsverkehrs und der verheerenden Auswirkungen auf die Lebensgrundlage der Menschen”, hieß es weiter. Russland scheiterte mit einem Entwurf. Dieser beinhaltete unter anderem zusätzlich die “Ablehnung von Handelskriegen und einseitigen Sanktionen, die ohne das Mandat des UN-Sicherheitsrates verabschiedet wurden.”

Am gleichen Tag hatte die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus die Marke von einer Million weltweit überschritten, wie aus Zahlen der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität hervorging. (dpa)

+++ Heil erwägt Anhebung des Kurzarbeitergeldes +++

(03.04.2020, 09:04 Uhr)

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) erwägt in der Coronavirus-Krise eine Anhebung des Kurzarbeitergeldes. Er werde mit Arbeitgebern und Gewerkschaften darüber reden, “ob wir das Kurzarbeitergeld noch einmal anheben können”, sagte er der “Rheinischen Post” in Düsseldorf. Zugleich stellte er eine mögliche Verlängerung in Aussicht: “Ihr habt die erleichterten Regeln für Kurzarbeit, mit denen wir Brücken über diese Krise bauen. Wenn es nötig ist, bauen wir die auch noch länger.” Das gewerkschaftsnahe Forschungsinstitut IMK hatte sich bereits am Donnerstag für eine Aufstockung von Kurzarbeitergeld und Arbeitslosengeld I ausgesprochen, um die Folgen der Corona-Pandemie einzudämmen.

Beschäftigte in Kurzarbeit erhalten 60 Prozent und in Haushalten mit Kindern 67 Prozent des entgangenen Nettoentgelts. In einigen Branchen und Betrieben gibt es tarifvertragliche Regelungen zur Aufstockung des Kurzarbeitergeldes. (dpa)

+++ Israel erklärt Coronavirus-Hotspot zum Sperrgebiet +++

(03.04.2020, 08:53 Uhr)

Israel hat die strengreligiöse Stadt Bnei Brak bei Tel Aviv wegen der massiven Ausbreitung des Coronavirus zum Sperrgebiet erklärt. Zeitgleich erließ die Regierung eine Notverordnung, wonach Bereiche mit einer hohen Anzahl von Coronavirus-Infizierten abgeriegelt werden können, wie ein Sprecher von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am späten Donnerstagabend mitteilte. Dieser Schritt ermögliche es, das Betreten und Verlassen der Gebiete einzuschränken.

Nach Medienberichten befürchtet die Regierung eine unkontrollierte Ausbreitung von Sars-CoV-2 in den dicht besiedelten religiösen Vierteln und Städten im Land, wo viele kinderreiche Familien leben. Etwa zwölf Prozent der rund neun Millionen Einwohner sind nach Angaben des Israelischen Demokratie-Institutes strengreligiöse Juden.

Laut Medienberichten gibt es die Annahme, knapp 40 Prozent der rund 200.000 Einwohner in Bnei Brak hätten sich mit dem Coronavirus infiziert. Bereits am Freitagmorgen hatten demnach mehr als 1000 Polizisten Dutzende Straßensperren an den Ein- und Ausgängen der Stadt errichtet. (dpa)

+++ Maas: Nationales Handeln Grundlage für internationale Hilfe +++

(03.04.2020, 08:50 Uhr)

Für Bundesaußenminister Heiko Maas stehen nationales und europäisches Handeln in der Coronakrise in keinem Widerspruch zueinander. “Wir müssen national handlungsfähig bleiben, um uns international gegenseitig zu helfen”, sagte der SPD-Politiker am Freitag im ARD-”Morgenmagazin”. “Natürlich müssen wir dafür sorgen, dass die Probleme, die wir in Deutschland haben mit Blick auf das Coronavirus, gelöst werden.”

Zugleich betonte Maas die Wichtigkeit europäischer Solidarität - auch auf wirtschaftlicher Ebene: “Die deutsche Wirtschaft ist eine Exportwirtschaft. Wir sind darauf angewiesen, dass die Situation in anderen Ländern gut ist.” Die Coronakrise werde in Deutschland Arbeitsplätze kosten. “Aber wenn wir sie international nicht lösen, wird es eine zweite Welle geben, die Arbeitsplätze kostet: Wenn nämlich um uns herum die Länder in Europa immer größere Probleme haben und vor die Hunde gehen würden”, sagte Maas. “Das müssen wir verhindern und das können wir nur gemeinsam in Europa.”

Er verwies in diesem Zusammenhang etwa auf die Möglichkeit, über den Eurorettungsschirm ESM Corona-Folgen in den einzelnen Ländern finanziell abzufedern. (dpa)

+++ China will der Coronavirus-Opfer gedenken - Flaggen auf Halbmast +++

(03.04.2020, 08:46 Uhr)

China will an diesem Samstag der Coronavirus-Opfer im eigenen Land gedenken. Wie der Staatsrat in Peking am Freitag mitteilte, sollen die Flaggen landesweit auf Halbmast gesetzt werden. Zudem soll es drei Schweigeminuten geben.

China gedenkt an diesem Samstag ohnehin traditionell seiner Toten. Während des Qingming-Festes pilgern Angehörige zu den Friedhöfen, wo die Gräber gesäubert werden. Blumen, Essen und andere Gegenstände werden für die Toten abgelegt, außerdem werden Totengeld und Räucherstäbchen verbrannt. Das Datum des Totengedenktags wird nach einem traditionellen Kalender bestimmt und fällt in der Regel auf den 4. oder 5. April.

Nach Angaben der Pekinger Gesundheitskommission sind seit dem Ausbruch des Coronavirus 3322 Menschen auf dem chinesischen Festland an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. (dpa)

+++ Kanzleramt strebt rasche Stichproben mit Anti-Körper-Tests an +++

(03.04.2020, 08:30 Uhr)

Die Bundesregierung will im Kampf gegen das Coronavirus sofort nach Vorliegen eines zuverlässigen Antikörpertests repräsentative Stichproben in der Bevölkerung machen lassen. Das kündigte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung “maybrit illner” an. Ziel sei ein Überblick, wie groß der Anteil der Menschen in der Bevölkerung ist, die Antikörper gegen das Virus haben. Einen Test auf Antikörper im Blut gebe es schon, er sei «aber noch nicht so genau, wie wir ihn brauchen», sagte Braun.

Der derzeit vorliegende Test könne “den fatalen Fehler machen, dass er einem suggeriert, man sei schon immun und es stimmt am Ende gar nicht”. Sobald dies behoben ist, solle “eine große Serie von Menschen, die glauben, sie hätten nie etwas mit Corona zu tun gehabt”, freiwillig getestet werden. Dies werde zeigen, wie viele Menschen die Erkrankung “still” durchmachten und wie groß die Infizierten-Dunkelziffer sei. (dpa)

+++ Indiens Premier Modi: Lichter anzünden gegen Corona-Dunkelheit +++

(03.04.2020, 08:23 Uhr)

Indiens Premier Narendra Modi (69) hat die Bürger seines Landes gebeten, am Samstagabend Lichter gegen die Dunkelheit der Coronavirus-Pandemie anzuzünden. Um 21 Uhr (Ortszeit/17.30 MEST) sollten sie neun Minuten lang mit Kerzen, Lampen oder Handytaschenlampen an ihren Türen oder auf den Balkonen stehen und gleichzeitig das Licht in ihren Häusern ausmachen, sagte der Hindu-Politiker bei einer Videoansprache am Freitag.

Modi betonte auch, dass die Leute die Distanz-Regeln einhalten müssten. In Indien herrscht eine dreiwöchige Ausgangssperre. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es im Land mit der zweitgrößten Bevölkerung der Welt nach China mehr als 2300 bestätigte Covid-19-Fälle, 56 Patienten sind an der Krankheit gestorben. Die tatsächliche Zahl der Infektionen dürfte jedoch laut mehreren Virologen um einiges höher sein, denn in Indien wird verhältnismäßig wenig getestet. (dpa)

+++ Oprah Winfrey spendet zehn Millionen Dollar für Corona-Hilfe +++

(03.04.2020, 08:12 Uhr)

US-Starmoderatorin Oprah Winfrey (65) hat angekündigt, zehn Millionen US-Dollar (umgerechnet gut neun Millionen Euro) für Corona-Hilfsmaßnahmen zur Verfügung zu stellen. “Ich spende, um Amerikanern während dieser Pandemie in Städten, im ganzen Land und in Gebieten, in denen ich aufgewachsen bin, zu helfen”, schrieb sie am Donnerstag (Ortszeit) auf Twitter.

Wenn es eine Krise gebe und die Verletzbarsten der Gesellschaft betroffen seien, dann denke sie an ihre Kindheit. “Ich erinnere mich immer noch daran, als ich mit meiner Mutter in Milwaukee aufgewachsen bin und wir auf soziale Unterstützung angewiesen waren”, sagte Winfrey in einem Video, das auf Apple TV veröffentlicht wurde. Manchmal hätten sie Hilfe gebraucht nur zum Überleben.

Die Moderatorin spendet auch eine Million Dollar an “America's Food Fund”. Der wurde nach ihren Angaben unter anderem von Schauspieler Leonardo DiCaprio (45) ins Leben gerufen.

+++ Spahn sieht Hinweise auf wirksame Corona-Medikamente +++

(03.04.2020, 08:10 Uhr)

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hofft, dass zur Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19 bald auch zielgerichtete Medikamente eingesetzt werden können. "Es gibt erste Hinweise, dass bestimmte Medikamente zu helfen scheinen", sagte der CDU-Politiker in "Bild live". Dazu sollten Studien "schnellstmöglich möglich" gemacht werden.

Allerdings müsse auch aufgepasst werden: Die Patienten müssten geschützt werden, da jedes Medikament auch Nebenwirkungen habe. Es gebe auch in Deutschland bereits eine Reihe von Studien, auch zu dem "alten Malaria-Mittel" Resochin (Wirkstoff Chloroquinphosphat) des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer. Es gebe aber auch weitere Medikamente, die helfen könnten.

Auf jeden Fall werde deutlich früher ein Medikament als ein Impfstoff auf dem Markt sein, sagte Spahn, und ist damit auf einer Linie mit vielen Experten.

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+++ Ölpreise fallen wieder - Stützung durch Trump-Aussagen ebbt ab +++

(03.04.2020, 07:50 Uhr)

Die Ölpreise sind am Freitag wieder vom zwischenzeitlichen Hoch am Vortag zurückgekommen. Nach einem Tweet des US-Präsidenten Donald Trump war am Donnerstagnachmittag die Notierung für Rohöl aus der Nordsee um etwa 25 Prozent und die für US-Rohöl um rund 20 Prozent nach oben geschossen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni stieg kurzzeitig bis auf 36,29 US-Dollar.

Trump hatte Förderkürzungen und damit eine Einigung im Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland angedeutet. Nach einem Dementi der russischen Regierung und einer ausbleibenden Bestätigung aus Riad gaben die Preise schnell wieder nach.

+++ EU-Außenminister beraten über Rückholaktion gestrandeter Urlauber +++

(03.04.2020, 06:15 Uhr)

Die EU-Außenminister beraten am Freitag in einer Video-Konferenz über die laufenden Rückholaktionen für wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandete Urlauber (11.00 Uhr). EU-Vertreter gehen davon aus, dass sich weiter 250.000 europäische Bürger im Ausland befinden, nachdem in den vergangenen Wochen bereits 350.000 zurückgeholt wurden. Die EU-Kommission hat die Mitgliedstaaten bisher in rund 4400 Fällen bei Rückholaktionen unterstützt.

Weiteres Thema der Beratungen ist die Unterstützung von Drittländern mit weniger leistungsfähigen Gesundheitssystemen im Kampf gegen die Pandemie. Darüber hinaus wollen die Minister auch ihr Vorgehen gegen Falschinformationen und Propaganda in der Krise abstimmen.

+++ Die Osterferien beginnen - aber größere Ausflüge sind tabu +++

(03.04.2020, 05:55 Uhr)

In den Bundesländern beginnen nach und nach die Osterferien - doch statt Koffer zu packen, gelten für die Menschen diesmal weitgehende Reisebeschränkungen. Zur Eindämmung des Coronavirus soll dabei auch auf Tagesausflüge zu weiter entfernten touristischen Zielen verzichtet werden. Das geht aus dem jüngsten Beschluss von Bund und Ländern hervor, wie ein Regierungssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur erläuterte. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten am Mittwoch dazu aufgefordert, auch zu Ostern private Reisen generell zu unterlassen. Dies gelte auch für "überregionale tagestouristische Ausflüge".

Dieser ergänzende Hinweis solle verdeutlichen, auch Ausflüge mit oder zu Bekannten und Verwandten zu vermeiden, die mit einer Rückkehr am selben Tag enden, sagte der Regierungssprecher. 

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+++ USA wollen Herstellung von Medizinprodukten fördern +++

(03.04.2020, 05:50 Uhr)

Als Lehre aus der Coronavirus-Krise will die US-Regierung die Herstellung wichtiger medizinischer Produkte wieder verstärkt in die Vereinigten Staaten zurückholen. Die Krise habe gezeigt, wie stark die USA von Lieferungen aus dem Ausland abhängig seien, sagte ein Berater von US-Präsident Donald Trump, Peter Navarro, am Donnerstagabend (Ortszeit) im Weißen Haus. Als Beispiele führte er unter anderem das Antibiotikum Penizillin und Beatmungsgeräte an. Jetzt müsse erst die Krise bewältigt werden, aber danach werde die Regierung die Industrie unterstützen, um "nie wieder" derart vom Ausland abhängig zu sein, sagte Navarro.

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+++ Paketmengen inzwischen auf “Vorweihnachtsniveau” +++

(03.04.2020, 05:40 Uhr)

Der Paket-Dienstleister DHL meldet nach einigen Wochen Corona-Krise mittlerweile doch steigende Paketzahlen. Zu Beginn der Einschränkungen hatte sich zunächst kein nennenswerter Effekt bemerkbar gemacht. Man sehe nun "eine täglich steigende Zahl von Sendungen, deren Menge mittlerweile sehr spürbar über der des Vorjahres zu dieser Zeit liegt", sagte ein Post-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Über Ostern werde die Menge voraussichtlich noch weiter steigen.

Bei UPS zeigt sich kein solcher Effekt, da besonders die Geschäftskunden für den Dienstleister wichtig sind, etwa große Automobilhersteller. Genaue Zahlen zu Paketmengen will UPS Ende des Monats mit den Quartalszahlen bekanntgeben.

Bei DPD ist das Paketvolumen insgesamt "stabil", wie ein Sprecher erklärte. Pakete von Geschäftskunden gebe es weniger, dafür steige aber die Menge der Sendungen an Privatkunden deutlich.

+++ Arbeitgeberpräsident Kramer: Im Mai sollten wir wieder loslegen +++

(03.04.2020, 05:20 Uhr)

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer lobt die Krisenpolitik in Deutschland und hofft auf eine baldige Rückkehr zum normalen Wirtschaftsleben. "Im Mai sollten wir nach und nach wieder loslegen können, wenn der Infektionsverlauf dieses wie erwartet zulässt", sagte Kramer dem "Tagesspiegel" (Freitag). "Im nächsten Jahr sollte es wieder kräftig aufwärts gehen, sofern der "Lockdown" jetzt nicht zu lange dauert."

Nach Einschätzung des Präsidenten der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) kann man "die Kurzarbeit im Sommer im Wesentlichen hinter uns lassen". Dann sei auch "die Chance sehr groß, dass wir schnell an die Phase anschließen können, die wir vor dem Virus hatten".

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Die Meldungen des Vortages können Sie hier nachlesen:

+++ Kreuzfahrtschiff “Zaandam” in Hafen in Florida eingelaufen +++

(02.04.2020, 23:20 Uhr)

Die Odyssee des vom Coronavirus betroffenen Kreuzfahrtschiffes «Zaandam» ist vorbei. Die «Zaandam» legte am Donnerstag im Hafen von Fort Lauderdale in Florida an. (dpa)

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+++ Französische Politiker: USA kaufen Schutzmasken in China auf +++

(02.04.2020, 22:50 Uhr)

Französische Politiker werfen den USA vor, für Frankreich bestimmte Lieferungen von Schutzmasken in China aufzukaufen. Renaud Muselier, Präsident der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur, sagte dem Fernsehsender BFMTV am Donnerstag, dass für Frankreich bestimmte Maskenlieferungen von einem anderen Land auf dem Rollfeld chinesischer Flughäfen gekauft worden seien. Auf Nachfrage bestätigte Muselier, dass es sich dabei um die USA gehandelt habe.

Seinen Angaben zufolge wurde der dreifache Preis für die Sendung bezahlt, die Masken seien nun weg. Frankreich hatte zuletzt eine Milliarde Masken bestellt - unter anderem aus China. (dpa)

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+++ Dow Jones beendet nervösen Handel sichtlich erholt +++

(02.04.2020, 22:50 Uhr)

Düstere Signale vom US-Arbeitsmarkt in Zeiten der Corona-Krise haben am Donnerstag an der Wall Street die Nervosität hoch gehalten. Eine Rally an den Ölmärkten und in der Folge auch bei Ölwerten ebnete dem Dow Jones Industrial nach schwankendem Verlauf den Weg zu einer Erholung von seinen deutlichen Vortagsverlusten. Ins Ziel ging der Leitindex 2,24 Prozent höher bei 21 413,44 Punkten. Er stand damit unweit seines früh erreichten Tageshochs.

Seine New Yorker Indexkollegen folgten ihm nach oben: Der marktbreite S&P 500 stieg um 2,28 Prozent auf 2526,90 Zähler, während der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 2,00 Prozent auf 7635,66 Punkte gewann.

Während in den USA mittlerweile deutlich mehr als 200 000 Infektionen bekannt sind, wachsen auch die mit dem Virus verbundenen Rezessionssorgen. Die vermeldete Zahl von 6,65 Millionen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe bedeutet eine Verdopplung zur Vorwoche, als der Wert schon Rekordhöhen erreicht hatte. Als Kurstreiber an den Ölmärkten fungierte die von US-Präsident Donald Trump geäußerte Hoffnung, dass Russland und Saudi-Arabien ihre Ölproduktion senken. (dpa)

+++ Frankreich verschiebt Afrika-Gipfel und Kongress wegen Corona +++

(02.04.2020, 22:30 Uhr)

Wegen der Coronavirus-Krise hat Frankreich zahlreiche für den Sommer geplante internationale Veranstaltungen verschoben. Dazu zählt der Frankreich-Afrika-Gipfel, der am 6. Juni in Bordeaux geplant war, wie der Élyséepalast am Donnerstagabend mitteilte. In Zusammenarbeit mit den afrikanischen Partnern werde Frankreichs Präsident Emmanuel Macron seinen Amtskollegen in den kommenden Tagen eine Initiative vorschlagen, die sich der gesundheitlichen und wirtschaftlichen Reaktion auf Covid-19 auf dem gesamten Kontinent widme, so der Élysée weiter. Macron hatte bereits im Januar die Staatschef der G5-Sahelgruppe nach Frankreich eingeladen.

Ebenfalls verschoben ist der Kongress der Weltnaturschutzunion IUCN. Er war für den 11. bis 19. Juni in Marseille geplant und soll nun Anfang des Jahres 2021 nachgeholt werden. Das gilt auch für das Generation Equality Forum von UN Women, das für den 7. bis 10. Juli 2020 geplant war. Es soll nun in der ersten Jahreshälfte 2021 stattfinden. (dpa)

+++ Weltweit über eine Million nachgewiesene Coronavirus-Infektionen +++

(02.04.2020, 22:05 Uhr)

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus hat die Marke von einer Million weltweit überschritten. Das geht aus aktuellen Zahlen der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität von Donnerstag hervor.

An der Lungenkrankheit Covid-19, die das vor drei Monaten praktisch noch völlig unbekannte Virus Sars-CoV-2 auslösen kann, starben demnach bislang weltweit mehr als 51.000 Menschen. Die Dunkelziffer dürfte bei Fallzahlen und Totenzahlen hoch sein, sagen Wissenschaftler. (dpa)

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+++ Spahn gegen zu frühe Aufhebung der Corona-Maßnahmen +++

(02.04.2020, 22:00 Uhr)

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat vor einem zu frühen Ausstieg aus den Beschränkungen in der Corona-Krise gewarnt. Zu sehen sei zwar ein Abflachen bei den Steigerungsraten, dies sei aber noch kein abschließender Trend, sagte der CDU-Politiker in einem am Donnerstag veröffentlichen Podcast mit dem Journalisten Gabor Steingart. Dabei könnte es sich auch um statistische Effekte, Meldeeffekte handeln. Die stark einschränkenden Maßnahmen wie Schul- oder Geschäftsschließungen lägen noch nicht allzu lange zurück, betonte Spahn. Sie könnten sich teils in den Statistiken noch nicht bemerkbar machen. «Sagen wir die Richtung stimmt, ob sie dauerhaft anhält, das werden wir die nächsten Tage sehen.»

Bei «Bild Live» äußerte sich Spahn am Abend ähnlich: Er halte es angesichts der Ausbreitung des Virus nicht für angebracht, aktuell darüber zu diskutieren, ob die Einschränkungen nach dem 19. April wieder aufgehoben werden sollten. Es sei nicht richtig, «jetzt schon zu sagen: Es ist dann vorbei». Immerhin sei als erster Trend erkennbar, dass die relative Steigerung der Neuinfektionen sinke. «Es gelingt mit den Maßnahmen tatsächlich, das Infektionsgeschehen zu reduzieren.» Er wisse, dass die Akzeptanz der Maßnahmen in der Bevölkerung nur dann hoch bleibe, wenn es eine Perspektive für ein Ausstiegsszenario gebe. (dpa)

+++ Levit begeistert mit Beethoven im Schloss Bellevue - ohne Publikum +++

(02.04.2020, 21:50 Uhr)

Mit einem Konzert im Schloss Bellevue hat der Weltklasse-Pianist Igor Levit sein Publikum begeistert - allerdings nur im Internet. Denn bedingt durch die Corona-Krise spielte er am Donnerstagabend im leeren Großen Saal des Amtssitzes von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Rund 2500 Zuschauer in ganz Deutschland und darüber hinaus verfolgten das Konzert live - eine Stunde später hatten sich schon weitere 20.000 Menschen die Aufnahme angesehen. Levit spielte Beethovens «Waldstein»-Klaviersonate. Die Kommentare reichten von «Traumhaft» über «Einfach grandios! Ich habe Tränen in den Augen! bis zu «1000 Dank, Herr Bundespianist!».

Bevor sich Levit an den Flügel setzte, nahm Steinmeier dort kurz Platz. «Sie erkennen es mühelos, ich bin nicht Igor Levit», begrüßte er die Zuschauer im Internet. Er sei einer der vielen Menschen, die Levits Hauskonzerte lieben, die dieser seit Tagen in der Corona-Krise gebe.

«Igor Levit ist ein großer Künstler, der uns etwas über die Kraft der Musik vermittelt, der uns sagt, wie wichtig Kunst ist und der auch zeigt, dass Musik trösten kann», sagte Steinmeier. «Er erinnert uns auch daran, dass die Lage vieler Künstler zur Zeit nicht einfach ist, dass viele Künstler in Not sind - keine Auftrittsmöglichkeiten, keine Konzerte, keine Produktionen. Und weil viele in Not sind, auch unsere Unterstützung brauchen», meinte der Bundespräsident und wünschte den Zuschauern «eine Entspannung in dieser angestrengten Zeit». (dpa)

+++ US-Behörde rechnet mit Arbeitslosenquote über zehn Prozent +++

(02.04.2020, 21:35 Uhr)

Das unabhängige Haushaltsamt im US-Kongress (CBO) rechnet wegen der Corona-Krise für das zweite Quartal mit einer Arbeitslosenquote von mehr als zehn Prozent. Die Wirtschaftsleistung werde in den Monaten April bis einschließlich Juni voraussichtlich um mehr als sieben Prozent einbrechen, erklärte der Direktor des Amtes, Phillip Swagel, am Donnerstag. Der Rückgang könnte aber je nach Verlauf der Epidemie auch deutlich stärker ausfallen, warnte er.

Wegen der Zuspitzung der Corona-Krise waren die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA zuletzt dramatisch angestiegen. Ihre Zahl verdoppelte sich in der Woche bis 28. März von 3,3 Millionen auf nunmehr 6,65 Millionen, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Die Zahl der Erstanträge in der Vorwoche war bereits die höchste seit Beginn der Erfassung der Daten gewesen, nun gibt es abermals einen Rekord. Die Anträge gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts in der größten Volkswirtschaft der Welt und deuten nun auf einen dramatischen Wirtschaftseinbruch hin.

Die Arbeitslosenquote im Februar - also noch vor der rasanten Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 in den USA - lag bei niedrigen 3,5 Prozent. Das war der niedrigste Stand seit Jahrzehnten. Die Zahlen für März sollen am Freitag veröffentlicht werden. Aufgrund einer verzögerten Datenerhebung rechnen Experten jedoch damit, dass die Zahlen noch nicht den jüngsten dramatischen Anstieg abbilden werden. (dpa)

+++ Mehr als 1000 Corona-Infizierte in Deutschland gestorben +++

(02.04.2020, 21:20 Uhr)

In Deutschland sind bis Donnerstagabend mindestens 1001 Menschen, die mit dem neuen Coronavirus infiziert waren, gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. 24 Stunden zuvor lag die Zahl der Toten bei 856.

Zudem registrierten die Behörden mehr als 79.400 Infektionen mit Sars-CoV-2 (Vortag Stand 20.00 Uhr: mehr als 72.600). Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 19.100 nachgewiesenen Fällen und mindestens 277 Toten und Nordrhein-Westfalen mit mehr als 17.600 Fällen und mindestens 202 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 146,5 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 95,6. (dpa)

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+++ Beliebte Tourismus-Ziele machen dicht +++

(02.04.2020, 21:15 Uhr)

Wegen der Coronavirus-Pandemie ist seit Donnerstag der Grand Canyon Nationalpark im US-Bundesstaat Arizona geschlossen. Zum Schutz von Besuchern, Mitarbeitern und Anwohnern werde der Naturpark ab sofort bis auf Weiteres geschlossen bleiben, teilte die Parkverwaltung mit. Mit knapp 6 Millionen Touristen im Jahr gehört der Naturpark mit spektakulären Aussichtspunkten über die tiefe Schlucht und mit Wanderwegen in den Canyon des Colorado River zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in den USA.

Zuvor hatte die Nationalpark-Behörde schon andere Naturparks geschlossen, darunter Yellowstone im US-Staat Wyoming und Joshua Tree sowie den Yosemite-Nationalpark in Kalifornien.

Das benachbarte Mexiko schließt wegen der Corona-Pandemie seine Strände. Entsprechende Verordnungen traten ab Donnerstag nach und nach in Orten wie Cancún und Acapulco in Kraft, nachdem sich die Regierungen der Bundesstaaten am Mittwochabend (Ortszeit) Medienberichten zufolge mit dem nationalen Gesundheitsministerium darauf verständigt hatten. Das Ministerium habe auch die Hotels angewiesen, sie müssten schließen, twitterte der Gouverneur von Baja California Sur, Carlos Mendoza.

Mexiko hatte am Montag einen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Nicht unbedingt notwendige Aktivitäten sollen demnach zunächst bis zum 30. April eingestellt werden, Versammlungen von mehr als 50 Menschen sind verboten. Verbindliche Ausgangsbeschränkungen gibt es aber nicht. Flughäfen, Geschäfte und Restaurants bleiben offen. Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador ist dafür kritisiert worden, die Krise nicht ernst genug zu nehmen. Bisher wurden in Mexiko 1378 Infektionen mit dem Coronavirus und 37 Todesfälle bestätigt. (dpa)

+++ US-Behörden stellen über 190.000 gehortete Schutzmasken sicher +++

(02.04.2020, 21:10 Uhr)

US-Behörden haben bei Ermittlungen mehr als 190.000 gehortete Atemschutzmasken sichergestellt, die nun an medizinisches Personal gehen sollen. Die US-Bundespolizei habe etwa 192.000 Masken des Typs N95 bei einem Einsatz entdeckt, ebenso wie fast 600.000 medizinische Handschuhe, 130.000 Operationsmasken und weitere medizinische Produkte, zum Beispiel Desinfektionsmittel. Das teilte das US-Justizministerium am Donnerstag in Washington mit. Die Vorräte würden nun an medizinisches Personal in den besonders von der Corona-Krise betroffenen Bundesstaaten New York und New Jersey verteilt.

Die US-Regierung hatte vor einigen Tagen angekündigt, dagegen vorzugehen, dass Bürger in der Coronavirus-Krise in großen Mengen Schutzmasken oder Desinfektionsmittel horten, um sie überteuert weiterzuverkaufen. US-Präsident Donald Trump hatte bei der Vorstellung der Pläne gesagt, niemand dürfe die aktuelle Notlage der Amerikaner ausnutzen. Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus sind Schutzmasken auch in den USA zur Mangelware geworden.

US-Justizminister William Barr erklärte am Donnerstag, die eingerichtete Arbeitsgruppe seines Hauses arbeite unermüdlich mit den Strafverfolgungsbehörden daran, dass Übeltäter nicht rechtswidrig Profit machen könnten mit der Pandemie. (dpa)

+++ US-Experten: Weltweit mehr als 50.000 Tote durch Coronavirus +++

(02.04.2020, 21:05 Uhr)

Weltweit sind nach Angaben von US-Experten bereits mehr als 50.000 Menschen am Coronavirus gestorben. Das geht aus Daten der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität vom Donnerstag hervor. Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionsfälle lag demnach am Donnerstag bei fast einer Million. In den USA wurden bislang die meisten Infektionen gemeldet, gefolgt von Italien, Spanien, China und Deutschland.

Mehr als 5300 Menschen starben nach Angaben der US-Universität bislang in den Vereinigten Staaten an dem Virus. In Italien waren es rund 14.000, in Spanien mehr als 10.000 und in China rund 3300.

In Deutschland wurden nach Zählungen der Deutschen Presse-Agentur bislang 79.450 Infektionen und 1001 Tote durch das Virus gemeldet. Das geht aus einer Auswertung hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. (dpa)

+++ Adidas braucht in der Corona-Krise frisches Geld +++

(02.04.2020, 20:55 Uhr)

Der von der Corona-Krise hart getroffene Sportartikelhersteller Adidas benötigt frische Liquidität. Adidas werde Kredite brauchen, aber keine direkte Staatshilfe, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Angaben zur Höhe der Kredite wollte sie nicht machen.

Das Unternehmen hatte bereits vor zwei Tagen mitgeteilt, angesichts der hohen wirtschaftlichen Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Coronavirus «proaktiv einen konservativen Ansatz beim Liquiditätsmanagement zu verfolgen, um die finanzielle Flexibilität des Unternehmens im derzeitigen Umfeld zu erhalten.» Adidas stoppte in diesem Zuge auch sein geplantes Programm zum Aktienrückkauf. (dpa)

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+++ Corona-Krise: Militär übernimmt Leitung von Klinik in Rumänien +++

(02.04.2020, 20:50 Uhr)

In Rumänien hat die Armee die Kontrolle über das Kreiskrankenhaus in der von der Coronavirus-Krise besonders betroffenen nordöstlichen Stadt Suceava übernommen. Das ordnete Staatspräsident Klaus Iohannis an, nachdem binnen weniger Tage nacheinander zwei Klinikleiter ihr Amt abgegeben hatten. Vier Militärärzte leiten nun seit Donnerstag das Krankenhaus. 

Suceava mit rund 92.000 Einwohnern sowie acht Nachbardörfern war am Dienstag zum Sperrgebiet erklärt worden, weil dort mehr als ein Viertel der Patienten leben, die landesweit mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert sind. Am Donnerstag waren 701 der landesweit 2736 Corona-Infizierten in Suceava gemeldet.

Zu Missständen, die möglicherweise zur hohen Infektionsrate im Krankenhaus geführt haben könnten, ermittelt die Staatsanwaltschaft. Dort hatten sich auch die Infektionen beim Krankenhauspersonal gehäuft. Von landesweit 357 nachweislich infizierten Ärzten und Pflegern sind 200 in Suceava tätig. Ein Direktor der Klinik wurde deswegen vor wenigen Tagen entlassen. Seine Nachfolgerin trat wegen Überlastung zurück.

Die Zahl der Corona-Todesopfer stieg in Rumänien zuletzt binnen 24 Stunden um 13 Fälle, auf 107. (dpa)

+++ Nato will Hilfen gegen Coronavirus-Pandemie besser koordinieren +++

(02.04.2020, 19:30 Uhr. Aktualisierung: 20:45 Uhr)

Die Nato will im Kampf gegen das Coronavirus künftig stärker zusammenarbeiten. Das Militärbündnis sei für Krisen geschaffen worden und könne in der aktuellen Corona-Krise helfen, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg am Donnerstag nach einer Videokonferenz der Nato-Außenminister.

Die 30 Bündnispartner hätten beschlossen, dass Oberbefehlshaber Tod D. Wolters die militärische Unterstützung in der Corona-Krise fortan koordinieren, ausbauen und beschleunigen soll. Er solle etwa Kapazitäten im Lufttransport ausmachen und sicherstellen, dass medizinische Ausrüstung geliefert werden könne, sagte Stoltenberg. Zudem solle der Amerikaner Hilfsanfragen und -angebote der Nato-Alliierten zuordnen. In Zusammenarbeit mit Eurocontrol solle Wolters schnellere Verfahren für militärische Hilfsflüge einführen. Normalerweise ist der Oberbefehlshaber vor allem für die Planung und Ausführung von Bündniseinsätzen verantwortlich.

Für Mitte April ist zudem ein Sondertreffen der Verteidigungsminister geplant, wie Stoltenberg sagte. Ob es wieder eine Videoschalte sein wird, war zunächst nicht klar. (dpa)

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+++ Gewerkschaft: British Airways stellt Tausende Mitarbeiter frei +++

(02.04.2020, 20:30 Uhr)

Die Fluggesellschaft British Airways (BA) stellt wegen der andauernden Coronakrise Zehntausende Mitarbeiter frei. Eine entsprechende Einigung sei am Donnerstag erreicht worden, teilte die Gewerkschaft Unite mit. Betroffen davon sind davon laut einem Bericht der BBC mehr als 30.000 Mitarbeiter des Kabinen- und Bodenpersonals sowie der Technik.

Der größte Teil der BA-Flotte ist wegen der Coronavirus-Pandemie derzeit am Boden. Die meisten Flüge wurden gestrichen. Unbezahlten Zwangsurlaub und Entlassungen soll es aber nicht geben, wie die Gewerkschaft mitteilte. Die freigestellten Mitarbeiter erhalten einen Teil ihrer Gehaltszahlungen bis auf weiteres aus einem Topf der Regierung. (dpa)

+++ Keine neuen Instrumente für Eurorettungsschirm +++

(02.04.2020, 20:25 Uhr)

Der Chef des Eurorettungsschirms ESM, Klaus Regling, ist gegen neue Instrumente oder Institutionen im Kampf gegen die Corona-Wirtschaftskrise in Europa. Die Gründung bräuchte «Zeit, die wir im Moment nicht haben», schrieb Regling in einem am Donnerstagabend veröffentlichten Beitrag für die «Frankfurter Allgemeine Zeitung».

Um neue europäische Schuldeninstrumente zu schaffen, bräuchte man zudem Kapital, Garantien oder die Abtretung zukünftiger Steuereinnahmen, fügte er hinzu. «Deshalb ist es am besten, die bestehenden Institutionen und Instrumente zu nutzen, die schon seit Jahren erfolgreich große Summen am Markt aufgenommen haben», schrieb Regling. Er nannte die EU-Kommission, die Europäische Investitionsbank EIB sowie seine eigene Institution, den ESM. Dies gelte zumindest für das laufende Jahr. (dpa)

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+++ Coronavirus - Mindestens 880 Tote in französischen Altersheimen +++

(02.04. 2020, 20:05 Uhr)

Mehr als 880 Menschen sind seit Beginn der Coronavirus-Pandemie in Frankreich in sozialen Einrichtungen wie Altersheimen an der Covid-19-Krankheit gestorben. Diese Zahl sei jedoch nur vorläufig, da noch nicht alle Institutionen genaue Zahlen hätten vorlegen können, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Donnerstagabend. Es ist das erste Mal, dass die französischen Behörden die Zahl der außerhalb von Krankenhäusern gestorbenen Covid-19-Patientinnen und -Patienten angeben.

Hinzu kommen mehr als 4500 Menschen, die in Krankenhäusern gestorben sind. Das sind 471 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden - diese Zahl ist im Vergleich zum Vortag etwas rückläufig. Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen liegt in Frankreich bei mehr als 59 000. Fast 6400 Menschen werden auf der Intensivstation behandelt. «Heute sind fast nur noch Coronaviren im Umlauf. Die Grippe ist aus den meisten Regionen fast verschwunden», sagte Salomon. (dpa)

+++ London will Zahl der Coronavirus-Tests auf 100.000 pro Tag erhöhen +++

(02.04.2020, 19:44 Uhr)

Die britische Regierung will bis Ende des Monats ihre Kapazitäten für Coronavirus-Tests auf 100.000 am Tag erhöhen. Das sagte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Donnerstagabend bei einer Pressekonferenz in London. Die Zahl beziehe sich auf alle Arten von Tests, so Hancock. Die Ankündigung traf bei Journalisten jedoch auf Skepsis, weil die Bemühungen, mehr Tests durchzuführen, bisher nur schleppend anliefen.

Bislang liegt Großbritannien mit der Zahl der Tests weit hinter anderen Ländern. Bis Donnerstag wurden in dem Land insgesamt rund

163.000 Menschen auf den Erreger getestet. Zum Vergleich: In Deutschland wurden bis vergangene Woche ungefähr 918.000 Tests durchgeführt. Hancock hatte sich selbst mit dem Erreger infiziert und war am Donnerstag erstmals wieder in der Öffentlichkeit nach einer Woche in Selbstisolation.

Die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 stieg im Vereinigten Königreich am Donnerstag um 569 auf 2921 an. Knapp 34.000 Menschen waren nachweislich mit dem Virus infiziert. Die tatsächliche Zahl der Infizierten dürfte allerdings sehr viel höher sein. (dpa)

+++ RKI: 2.300 medizinische Mitarbeiter in Kliniken mit Corona infiziert +++

(02.04. 2020, 19:30 Uhr)

2.300 medizinische Mitarbeiter in deutschen Krankenhäusern sind laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) mit dem Coronavirus infiziert. Dies teilte das RKI der «Süddeutschen Zeitung» auf Anfrage mit. Erfasst seien in dieser Zählung nur die Mitarbeiter von Krankenhäusern, nicht die von Arztpraxen, Laboren, Senioren- und Pflegeheimen oder ambulanten Pflegediensten. Deshalb müsse von höheren Zahlen ausgegangen werden. Für eine Bestätigung war das RKI am Donnerstagabend nicht mehr zu erreichen.

In Deutschland sind mit Stand Donnerstagnachmittag mehr als 77.500 mit dem Coronavirus Infizierte registriert worden. Die meisten nachgewiesenen Erkrankungen - absolut und im Verhältnis zur Einwohnerzahl - gibt es in Bayern. (dpa)

+++ Berliner Senat verlängert Ausgangsbeschränkungen bis 19. April +++

(02.04.2020, 19:16 Uhr)

Die Menschen in Berlin müssen wegen der Ausbreitung des Coronavirus auch in den kommenden zwei Wochen mit deutlichen Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit leben. Der Senat verlängerte das seit 23. März geltende sogenannte Kontaktverbot am Donnerstag wie angekündigt bis zum 19. April, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Zunächst war die Verordnung bis zu diesem Sonntag befristet.

Um Verstöße gegen die Regeln besser ahnden zu können, beschloss der Senat zudem einen Bußgeldkatalog. Zwar waren Bußgelder etwa nach dem Infektionsschutzgesetz auch jetzt schon möglich, nunmehr wurden Details aber präziser gefasst.

Laut Verordnung müssen sich alle Berliner «ständig in ihrer Wohnung oder gewöhnlichen Unterkunft» aufhalten, um Kontakte zu beschränken und so eine Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Es gibt aber etliche Ausnahmen. (dpa)

+++ Mehr als 350 Tote wegen Corona in Türkei +++

(02.04.2020, 19:13 Uhr)

Die Zahl der Todesopfer durch die Lungenkrankheit Covid-19 in der Türkei ist nach offiziellen Angaben auf 356 gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden seien 79 Patienten gestorben, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Donnerstag mit. Zudem hätten sich 2456 weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert - die Zahl der offiziell in der Türkei gemeldeten Fälle steigt damit auf 18 135.

Die meisten Infizierten wurden nach offiziellen Angaben in der Millionenmetropole Istanbul gemeldet. Der Bürgermeister der Stadt, der Oppositionspolitiker Ekrem Imamoglu, hatte am Mittwochabend seine Forderung nach strengeren Ausgangsbeschränkungen für die Stadt wiederholt. Bisher hat die türkische Regierung nur für Menschen ab 65 Jahren sowie chronisch Kranke eine volle Ausgangssperre verhängt.

Die Türkische Ärztevereinigung (TTB) kritisiert immer wieder, dass zu wenig Schutzausrüstung für das Gesundheitspersonal zur Verfügung stehe. Am Vortag hatte die TTB erklärt, dass der erste Arzt in der Türkei an Covid-19 gestorben sei.

Bisher wurden in der Türkei mit ihren rund 83 Millionen Einwohnern rund 125 000 Tests durchgeführt. Die Türkei hatte am 11. März ihren ersten Coronavirus-Fall gemeldet. (dpa)

+++ “Welt”: Bundeswehr will Desinfektionsmittel selbst herstellen +++

(02.04.2020, 19:09 Uhr)

Wegen der Corona-Pandemie und Engpässen in der Versorgung will die Bundeswehr eigene Desinfektionsmittel herstellen. «Grundsätzlich werden durch die Bundeswehrapotheken keine Desinfektionsmittel hergestellt. Aufgrund der besonderen Situation in der Bekämpfung des Coronavirus werden derzeit Maßnahmen getroffen, diese Herstellungskapazitäten zu ermöglichen», zitierte die «Welt» (Freitag) eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums.

Die Großproduktion medizinischer Produkte durch die Streitkräfte war nach einem kritischen Prüfbericht des Bundesrechnungshofes aus dem Jahr 2012 deutlich eingeschränkt und auf den Standort der Bundeswehrkrankenhaus-Apotheke in Ulm konzentriert worden. Die Rechnungsprüfer hatten die Herstellung von pharmazeutischen Produkten durch die Streitkräfte als zu teuer bewertet und den Einkauf auf dem freien Markt empfohlen.

Der Inspekteur des Sanitätsdienstes, Generaloberstarzt Ulrich Baumgärtner twitterte als Reaktion auf den Bericht am Donnerstag: «Was schwierig ist, da die Fähigkeit zur Eigenproduktion von Medikamenten und Medizinprodukten, die der Sanitätsdienst früher hatte - jetzt erkennt man, warum! - aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben werden musste.» (dpa)

+++ Giffey: Eingriffe in Freiheiten alle zeitlich begrenzt +++

(02.04.2020, 18:37 Uhr)

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat Bedenken zurückgewiesen, bestimmte Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus könnten zu einer dauerhaften Einschränkung von Grund- und Freiheitsrechten führen. «Alle diese Maßnahmen sind temporär. Es ist ganz klar, dass wir jetzt in einer Ausnahmesituation sind und Ausnahmeregelungen für einen befristeten Zeitraum gemacht werden, so lange, wie das nötig ist», sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

Zum Schutz vor einer zu schnellen Ausbreitung des Coronavirus, wurden in der Bundesrepublik bisher nie dagewesene Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen angeordnet und Schulen, Kitas, Läden und Restaurants geschlossen. Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hatte vor einem lange währenden Eingriff in die Grundrechte gewarnt.

«Jede Form der Beschränkung von Freiheit angesichts der Corona-Epidemie kann immer nur temporär sein. Sie kann immer nur das äußerste Mittel sein, was notwendig ist, um Gesundheit und Leben zu schützen. Und deswegen ist es wichtig zu sagen, dass das, was hier gemacht wird, nicht von Dauer ist», sagte Giffey. «Wie lange es dauert, können wir im Moment allerdings noch nicht sagen.». (dpa)

+++ US-Demokraten verschieben Nominierungsparteitag wegen Corona-Krise +++

(02.04.2020, 18:31 Uhr)

Die US-Demokraten verschieben wegen der Coronavirus-Krise ihren ursprünglich für Juli geplanten Nominierungsparteitag für die Präsidentschaftswahl um einen Monat. Der Parteitag solle nun Mitte August in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin stattfinden, teilte die Demokratische Partei am Donnerstag mit. Ursprünglich war das Treffen dort für den 13. bis 16. Juli angesetzt gewesen. Angesichts der großen Ungewissheit der aktuellen Lage sei es am besten, sich zusätzliche Zeit zu nehmen, um die Situation weiter zu beobachten, hieß es zur Begründung. Die Sicherheit der Parteitagsteilnehmer und der Menschen in Milwaukee stehe an erster Stelle.

Die Vereinigten Staaten sind schwer von der Corona-Pandemie betroffen. Die Zahl der Infektionsfälle ist dort so hoch wie in keinem anderen Land.

Bei dem Parteitag wollen die US-Demokraten ihren Präsidentschaftskandidaten für die anstehende Wahl im November 2020 offiziell küren. Im Rennen um die Nominierung sind noch der frühere US-Vizepräsident Joe Biden und der linke Senator Bernie Sanders. Biden liegt klar in Führung. Wegen der Corona-Pandemie ist der Vorwahlprozess für die Nominierung des Kandidaten jedoch weitgehend zum Erliegen gekommen: Diverse Bundesstaaten verschoben ihre Abstimmungen auf einen späteren Zeitpunkt.

US-Präsident Donald Trump will bei der Wahl Anfang November für eine zweite Amtszeit antreten. Der Parteitag seiner Republikaner, bei dem Trump offiziell als Kandidat gekürt werden soll, ist ebenfalls für August geplant und soll vom 24. bis 27. August in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina stattfinden. (dpa)

+++ Gouverneur Cuomo: Corona-Krise in New York ist Vorgeschmack für USA +++

(02.04.2020, 18:30 Uhr)

Der derzeit besonders heftig getroffene US-Bundesstaat New York liefert nach Einschätzung von Gouverneur Andrew Cuomo einen Vorgeschmack darauf, wie sich die Corona-Krise in den gesamten Vereinigten Staaten abspielen wird. «In mancherlei Hinsicht haben wir hier die erste große Begegnung mit dem Virus», sagte Cuomo am Donnerstag bei seiner täglichen live im Fernsehen und Internet übertragenen Pressekonferenz. «Schaut uns heute an, seht euch morgen.»

New York sei mit seinen rund 19 Millionen Einwohnern ein «Mikrokosmos der USA», mit der gleichnamigen Millionenmetropole, aber auch «Landkreisen, wo es mehr Kühe als Menschen gibt». Sich auf dem Land geschützt zu fühlen, sei eine «falsche Sicherheit».

Insgesamt hätten sich bislang mehr als 92 000 Menschen im Bundesstaat mit dem Erreger Covid-19 angesteckt, rund 52 000 davon in der Millionenmetropole New York. 13 000 Patienten liegen im Bundesstaat deswegen im Krankenhaus. 2373 Menschen starben nach einer Infektion, das sind mehr als 300 neue Todesfälle seit Mittwoch.

Modellen zufolge könnte es allein im Bundesstaat New York 16 000 Tote geben, sagte Cuomo. Das Weiße Haus hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass es nach einer Prognose zwischen 100 000 und 240 000 Tote in den USA durch das Coronavirus geben könnte - trotz Maßnahmen zur Eindämmung. (dpa)

Andrew Cuomo (Bild: Getty Images)

+++ Weitere deutsche Kredithilfen von Brüssel genehmigt +++

(02.04.2020, 18:26 Uhr)

Die Bundesregierung hat grünes Licht aus Brüssel für weitere Teile ihrer milliardenschweren Krisenhilfen an Unternehmen. Die EU-Kommission billigte am Donnerstag die Ausweitung des Programms verbilligter Kredite, die Firmen in der Corona-Krise finanziell flüssig halten sollen.

Die Brüsseler Wettbewerbshüter hatten das ursprüngliche Konzept bereits genehmigt, wonach die KfW-Gruppe solche Kredite ausreichen durfte. Nun hatte Berlin angemeldet, dass auch andere Institutionen und Banken die Unterstützung zu denselben Konditionen vergeben dürfen. Auch dagegen hat die EU-Kommission keine Bedenken.

Die Bundesregierung hatte am 13. März Kreditgarantien in unbegrenzter Höhe versprochen. Die EU-Kommission hat wegen der Krise die sonst sehr strengen europäischen Beihilferegeln gelockert. Nun werden Unterstützungsmaßnahmen der EU-Staaten für ihre Wirtschaft im Eiltempo geprüft und in aller Regel genehmigt. (dpa)

+++ In Italien sterben erneut mehr als 750 Corona-Infizierte +++

(02.04.2020, 18:21 Uhr)

In Italien sind innerhalb eines Tages erneut Hunderte von Corona-Patienten gestorben. Die Zahl der Menschen, die aktuell mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert sind, kletterte am Donnerstag um knapp 2500 Menschen im Vergleich zum Vortag. Doch insgesamt zeigten die Corona-Zahlen, die der Zivilschutz in Rom am Abend vorstellte, weiter eine Stabilisierung des Trends. Demnach sind dort seit Beginn der Coronawelle im Februar 13 915 Menschen im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 gestorben, das waren 760 mehr als am Vortag. Insgesamt zählten die Behörden 115 242 Corona-Fälle.

Die Experten hatte zuvor gesagt, dass Italien vermutlich das «Plateau» der Ansteckungswelle erreicht haben dürfte. Wichtig für die überlasteten Krankenhäuser ist auch, dass die Zahl der Intensivpatienten seit Tagen fast stabil ist. Auch aus der besonders hart getroffenen Lombardei meldeten die Behörden in vielen Bereichen stabile Trends. Italien hat die strengen Ausgangbeschränkungen in dieser Woche bis zum Ostermontag verlängert. (dpa)

+++ Hälfte der Weltbevölkerung unterliegt wegen Coronavirus Ausgangsbeschränkungen +++

(02.04. 2020, 18:19 Uhr)

Mehr als 3,9 Milliarden Menschen weltweit und damit die Hälfte der Weltbevölkerung sollen derzeit wegen der Coronavirus-Pandemie zuhause bleiben. Diese Zahl ergibt sich aus einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP, die auf offiziellen Angaben beruht. In mehr als 90 Ländern der Erde sind demnach Ausgangssperren oder andere Maßnahmen in Kraft, die den Kontakt zwischen Menshen reduzieren sollen, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. (AFP)

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+++ Frankreich will in Corona-Krise digitalen Passierschein einführen +++

(02.04.2020, 18:16 Uhr)

In Frankreich steht das Ende der Papierberge an: Weil die strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus bisher weitgehend gut befolgt wurden, soll es von Montag an einen digitalen Passierschein geben. Man wolle den Französinnen und Franzosen so ein Stück Flexibilität zurückgeben, sagte Frankreichs Innenminister Christophe Castaner in einem Interview der Zeitung «Le Parisien». «Man wird das Formular vom Smartphone aus bearbeiten können und mithilfe eines QR-Codes der Polizei vorlegen», erklärte Castaner.

Niemand werde in der Lage sein, Benutzerdaten zu sammeln, so der Minister. «Sie müssen angeben, wann Sie das Haus verlassen haben - aber der Zeitpunkt, zu dem Sie das Dokument bearbeitet haben, ist für die Polizei zugänglich.» Dadurch solle verhindert werde, dass die Bescheinigung ausschließlich zum Zweck einer Polizeikontrolle ausgefüllt wird.

Derzeit dürfen die Menschen in Frankreich nur mit triftigem Grund vor die Tür - etwa zum Einkaufen. Pro Tag ist eine Stunde Sport oder Spaziergehen erlaubt - allerdings nur in einem Radius von einem Kilometer zur Wohnung. Für jeden Gang vor die Tür muss ein neues Papierformular ausgefüllt werden, auf dem auch die Uhrzeit angegeben werden muss. Die Papierversion soll auch weiterhin gültig sein.

Nach Angaben von Castaner gab es seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen vor gut zwei Wochen rund sechs Millionen Kontrollen und mehr als 380 000 Strafen. Im Großen und Ganzen würden die Regeln gut respektiert, auch wenn in bestimmten Stadtteilen Unterschiede gebe. «Ich weiß, dass es noch schwieriger ist, wenn man mit mehreren Personen auf 50 Quadratmetern (...) lebt, als wenn man das Glück hat, ein Haus mit Garten zu haben.» (dpa)

+++ Bußgeldkataloge für Corona-Verstöße in weiteren Bundesländern +++

(02.04.2020, 18:08 Uhr)

Weitere Bundesländer haben Bußgelder für Verstöße gegen die Auflagen in der Corona-Krise festgelegt. Die Landesregierungen von Hamburg, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern gaben am Donnerstag entsprechende Regelungen bekannt.

Der Hamburger Senat beschloss einen Bußgeldkatalog, demzufolge bei wiederholten Verstößen Strafen von bis zu 25 000 Euro möglich sind, wie Innensenator Andy Grote (SPD) sagte. Die neue Verordnung soll bereits am Freitag in Kraft treten. Grote zufolge sind 150 Euro bei Nichteinhalten des Mindestabstands von 1,5 Metern in der Öffentlichkeit oder beim Betreten von Spielplätzen fällig. Ungenehmigte Ladenöffnungen werden mit 2500 Euro geahndet.

In Mecklenburg-Vorpommern reicht die Höhe der Bußgelder bis zu 5000 Euro, wie Innenminister Lorenz Caffier (CDU) nach einer Kabinettssitzung in Schwerin sagte. Wer den gebotenen Mindestabstand zu anderen Personen nicht einhält, muss auch dort mit 150 Euro rechnen. In Hessen gelten ab Freitag ebenfalls landesweit einheitliche Bußgelder. Je nach Schwere des Verstoßes drohen Zahlungen von 200 Euro bis 5000 Euro, wie Sozialminister Kai Klose (Grüne) und Innenminister Peter Beuth (CDU) in Wiesbaden mitteilten.

Mehrere weitere Bundesländer hatte bereits Bußgeldkataloge für Verstöße gegen im Kampf gegen das Coronavirus verhängten Beschränkungen erlassen - so etwa Nordrhein-Westfalen und Bayern. (dpa)

+++ Rehaklinik bittet um Hilfe: Über 100 Patienten und Pfleger infiziert +++

(02.04.2020, 18:08 Uhr)

Eine Rehaklinik in Nordrhein-Westfalen mit mehr als 100 mit dem Coronavirus infizierten Patienten und Pflegern hat ihren Landkreis um Hilfe gebeten. Die Klinik bei Detmold könne die Versorgung der Patienten nicht mehr sicherstellen, teilte ein Sprecher des Kreis Lippe am Donnerstag mit. Laut Mitteilung prüft ein Krisenstab jetzt die schrittweise Verlegung der Patienten. Nach Angaben des Kreises hat die Klinik zuletzt 78 infizierte Patienten und 27 positiv getestete Mitarbeiter gemeldet. 84 Patienten und fünf Ärzte wurden negativ getestet. 17 Patienten warten noch auf das Ergebnis. (dpa)

+++ Spahn für Extra-Geld für Pflegepersonal in Corona-Krise +++

(02.04.2020, 18:04 Uhr)

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich für Bonuszahlungen für Pflegerinnen und Pfleger wegen der hohen Belastungen in der Corona-Krise ausgesprochen. «Ich würde gerne zusammen mit den Arbeitgebern schauen, wie wir Wege finden, denjenigen, die jetzt Großartiges leisten, jeden Tag, dafür noch mal eine besondere Anerkennung zu geben», sagte er am Donnerstag bei «Bild Live». Grundsätzlich müsse es darum gehen, denjenigen, die in dieser Zeit in Kliniken, Praxen und Gesundheitspflege besonders mit anpackten, sagen zu können, das wolle man auch finanziell noch einmal besonders vergüten. «Die Idee finde ich richtig - und darüber möchte ich gerne mit den Arbeitgebern in der Pflege reden», sagte Spahn. (dpa)

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). (Bild: Reuters)

+++ Umfrage: Knapp die Hälfte der Deutschen würde eine Corona-App nutzen +++

(02.04.2020, 18:00 Uhr)

Über die Einführung einer Anti-Corona-App sind die Deutschen einer Umfrage zufolge gespalten. Etwa 47 Prozent aller Wahlberechtigten wären bereit, eine solche App auf ihrem Smartphone zu installieren und zu nutzen, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Erhebung von Infratest Dimap für den ARD-«Deutschlandtrend» hervorgeht. Rund 45 Prozent der Befragten würden eine solche App jedoch nicht nutzen. Als Hauptgründe für eine Ablehnung der neuen Technologie nannten 41 Prozent der Befragten Datenschutz, Angst vor Überwachung oder Eingriffe in Persönlichkeitsrechte. Andere halten eine solche Maßnahme für unnütz oder technisch zu schwierig.

Eine deutliche Mehrheit von 93 Prozent der Deutschen befürwortet dagegen weiterhin ein Fortbestehen der geltenden Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Nur sechs Prozent der Befragten gaben demnach an, die Beschränkung auf den eigenen Haushalt oder auf eine weitere Person außerhalb des Haushalts abzulehnen. Damit ist die Zustimmung für die Maßnahme im Vergleich zur Vorwoche nur leicht um zwei Prozentpunkte gesunken.

Groß (43 Prozent) oder sehr groß (32 Prozent) ist aber auch die Sorge um die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands in der Corona-Krise. Weniger als ein Viertel der Befragten (24 Prozent) gaben an, ihre Sorge um die deutsche Wirtschaft sei weniger groß (21 Prozent) oder klein (3 Prozent). Im Vordergrund steht dabei die Angst, die eigene wirtschaftliche Lage könne sich verschlechtern.

Weitgehend einig sind sich die Deutschen wiederum in Fragen der europäischen Solidarität. Rund 95 Prozent sind der Meinung, dass sich die EU-Staaten gegenseitig bei der Behandlung von Patienten und dem Austausch von Schutzkleidung unterstützen sollten. (dpa)

+++ Auch Facebook will in Corona-Krise mit Videochats punkten +++

(02.04. 2020, 17:52 Uhr)

Facebook will vom Boom der Videokonferenzen in der Coronavirus-Krise profitieren und bringt seinen Chatdienst Messenger mit einer eigenständigen App auf Windows- und Mac-Computer. Bisher mussten die Nutzer dafür Facebooks Website im Browser verwenden - und schon auf dieser Basis habe sich die Nutzung für Anrufe im vergangenen Monat mehr als verdoppelt, schrieb Messenger-Chef Stan Chudnovsky am Donnerstag. Der Messenger, der bisher vor allem für die Nutzung auf Smartphones gedacht war, hat insgesamt mehr als 1,3 Milliarden Nutzer.

Zugleich gab es in jüngster Zeit starkes Wachstum bei Konkurrenten. So erreichte der Videokonferenz-Dienst Zoom im März die Marke von 200 Millionen Nutzern an einem Tag. Im Dezember waren es erst zehn Millionen gewesen. Zoom ist eigentlich auf Unternehmen ausgerichtet - doch in der aktuellen Krise sprangen auch viele Schulen, Kirchen und Verbraucher auf die Plattform auf. Zoom musste allerdings auch mehrere Sicherheitslücken stopfen und sich gegen Kritik an seinen Datenschutz-Praktiken verteidigen. (dpa)

+++ Land nutzt mehr als Tausend Corona-Tests vorerst nicht +++

(02.04. 2020, 17:40 Uhr)

Wegen möglicherweise unzuverlässigen Testergebnissen werden Hunderte Corona-Tests in Sachsen-Anhalt vorerst nicht genutzt. Betroffen seien 1675 Testsets, die vom Bund bereitgestellt wurden, bestätigte das Sozialministerium des Landes der Deutschen Presse-Agentur. «Die Abstrich-Röhrchen sind laut Herstellerangaben für Virus-Tests geeignet, entsprechen aber nicht den Empfehlungen des RKI.» Das Ministerium hat den Gesundheitsämtern nun empfohlen, diese Materialien zunächst nicht zu verwenden.

Die Tests stehen im Verdacht, vor allem für Bakterien aber nicht für Viren geeignet zu sein. Das Landesamt für Verbraucherschutz untersuche nun, ob die Tests keine aussagekräftigen Ergebnisse lieferten, sagte Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Donnerstag. Grundsätzlich ist es aber möglich, mit den Tests eine Corona-Infektion nachzuweisen.

Wie viele dieser Tests bereits eingesetzt wurden, ist unklar. Es sei jedoch wahrscheinlich, dass Experten den Tests bereits ansehen könnten, dass diese vor allem für Bakterien gedacht seien, heißt es aus dem Sozialministerium. Wenn sich herausstelle, dass die Tests tatsächlich keine zuverlässigen Ergebnisse liefern, werden sie den Worten von Grimm-Benne zufolge an den Bund zurückgeschickt. (dpa)

+++ Mehr als 77.500 Corona-Nachweise in Deutschland - 950 Tote +++

(02.04. 2020, 17:31 Uhr)

In Deutschland sind bis Donnerstagnachmittag mehr als 77 500 Infektionen (Vortag Stand 16.25 Uhr: mehr als 70 800) mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert dabei von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige Bundesländer ihre Zahlen auch nicht immer zur gleichen Uhrzeit.

Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 19 100 nachgewiesenen Fällen und mindestens 277 Toten und Nordrhein-Westfalen mit mehr als 17 600 Fällen und mindestens 202 Toten. Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 146,5 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 93,3.

Mindestens 950 (Vortag Stand 16.25 Uhr: 796) mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

+++ Bundesagentur warnt vor falschen E-Mails +++

(02.04. 2020, 17:27 Uhr)

Die Bundesagentur für Arbeit warnt vor gefälschten Serien-E-Mails in ihrem Namen. Die Nachrichten würden unter der E-Mail-Adresse kurzarbeitergeld@arbeitsagentur-service.de vor allem an Firmen versandt und enthielten die Aufforderung, persönliche Angaben preiszugeben. Die Bundesagentur empfahl in ihrer Mitteilung vom Donnerstag, die E-Mails sofort zu löschen und keinesfalls darauf zu antworten. (dpa)

+++ Frankreich verlängert Grenzkontrollen bis Ende Oktober +++

(02.04. 2020, 17:26 Uhr)

Frankreich hat seine lange vor der Corona-Krise eingeführten Grenzkontrollen im eigentlich kontrollfreien Schengenraum um ein halbes Jahr verlängert. Darüber habe Paris die EU-Kommission am Donnerstag informiert, teilte ein Sprecher der Brüsseler Behörde mit. Frankreich habe diesen Schritt sowohl mit der öffentlichen Gesundheit als auch mit der öffentlichen Sicherheit begründet. Normalerweise wären die Kontrollen Ende April ausgelaufen, nun gehen sie bis zum 30. Oktober.

Um die Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 zu bremsen, hatten Deutschland und etliche andere europäische Länder in den vergangenen Wochen Grenzkontrollen eingeführt. Eigentlich gibt es solche Kontrollen innerhalb des Schengenraums, dem 26 Länder angehören, nicht. Frankreich hatte sie Mitte November 2015 wieder eingeführt - die Maßnahme war ursprünglich wegen der Pariser UN-Klimakonferenz geplant, bekam aber infolge der Pariser Terroranschläge schnell einen neuen Fokus und wurde immer wieder verlängert.

Über diesen Schritt muss die EU-Kommission jeweils informiert werden. Zuletzt hatte Paris die Kontrollen unter anderem mit der andauernden Terror-Bedrohung sowie dem verbotenen Weiterziehen von Asylbewerbern von einem Land ins nächste begründet. (dpa)

+++ Stuttgarter Flughafen wird wegen Corona-Krise ab Montag geschlossen +++

(02.04.2020, 17:25 Uhr)

Der Stuttgarter Flughafen wird wegen der Corona-Krise ab Montag für gut zwei Wochen geschlossen. Die Einstellung des Flugbetriebs sei vom 6. bis zum 22. April genehmigt, teilte das baden-württembergische Verkehrsministerium am Donnerstag mit. Die Schließung sei eine Folge der derzeitigen Corona-Pandemie. Am Flughafen sollen in dieser Zeit ohnehin vorgesehene Bauarbeiten zur Teilsanierung der Start- und Landebahn vorzeitig beginnen. (AFP)

+++ Boris Johnson leidet noch immer unter Corona-Infektion +++

(02.04.2020, 17:04 Uhr)

Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich noch nicht ganz von seiner Corona-Infektion erholt. Seine siebentägige Selbstisolation, während der er gearbeitet hat, endet am Freitag. Es ist unklar, ob er dann schon wieder offizielle Termine wahrnehmen kann, wie ein Regierungssprecher am Donnerstag berichtete. Johnson leide noch unter milden Symptomen. In Isolation hatte der Premier seine Besprechungen per Telefon und Video geführt.

Bis Mittwochnachmittag sind in Großbritannien mehr als 2900 Menschen an der Covid-19-Lungenkrankheit gestorben. Johnson steht stark in der Kritik, zu spät und mit einem Schlingerkurs auf die Pandemie reagiert zu haben. (dpa)

+++ Umfrage: Mehrheit für Maskenpflicht +++

(02.04.2020, 17:02 Uhr)

Die Mehrheit der Bundesbürger hält die Einführung einer Schutzmaskenpflicht einer Umfrage zufolge für richtig. 57 Prozent der Befragten sind dafür, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der nächsten Zeit beim Einkaufen oder im Nahverkehr verpflichtend zu machen, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Forsa-Erhebung hervorgeht, die RTL und ntv in Auftrag gegeben hatten. Besonders hoch war die Zustimmung demnach unter Frauen und älteren Menschen.

Nur gut ein Viertel der Befragten glaubt hingegen, dass man selbst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus geschützt ist, wenn man eine selbstgenähte Maske trägt oder sich ein Tuch oder einen Schal vors Gesicht bindet.

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie setzen bereits erste Kommunen in Deutschland auf eine Maskenpflicht. Auch Österreich hatte Anfang der Woche eine solche Maßnahme angekündigt. (dpa)

+++ Halle auf Pariser Großmarkt Rungis wird wegen Corona zur Leichenhalle +++

(02.04.2020, 16:59 Uhr)

Eine Lagerhalle des berühmten Großmarkts Rungis am Stadtrand von Paris wird wegen der Corona-Krise zur Leichenhalle umfunktioniert. Die Pariser Polizeipräfektur kündigte am Donnerstag an, dass dort ab Freitag die ersten Särge gelagert werden sollen. Familien könnten ab Montag Zugang erhalten. «Es werden Aufenthaltsräume eingerichtet, in denen sich die Familien um den Sarg ihres geliebten Menschen versammeln können, bevor dieser auf einen Friedhof oder in ein Krematorium kommt», hieß es. (dpa)

+++ Robert Koch-Institut ändert Einschätzung zu Mundschutz +++

(02.04.2020, 16:40 Uhr)

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat in der Coronakrise seine Einschätzung für das Tragen von Mundschutz geändert. Wenn Menschen - auch ohne Symptome - vorsorglich eine Maske tragen, könnte das das Risiko einer Übertragung von Viren auf andere mindern, hieß es auf der Internetseite der Bundesbehörde. Wissenschaftlich belegt sei das aber nicht. Zuvor hatte das RKI den Mundschutz nur Menschen mit akuten Atemwegserkrankungen empfohlen. (dpa)

Weitere Infos dazu gibt’s hier

+++ Saudi-Arabien verhängt Ausgangssperre in Mekka und Medina +++

(02.04.2020, 16:32 Uhr)

Saudi-Arabien hat wegen des Coronavirus eine Ausgangssperre für die beiden wichtigsten muslimischen Städte Mekka und Medina verhängt. Bis auf Gemüseläden, Apotheken, Tankstellen und Banken sollen alle Geschäfte geschlossen bleiben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SPA am Donnerstag. Die Ausgangssperre gelte bis auf Weiteres. Die Behörden hatten schon vorher den Zutritt zu den Moscheen beschränkt, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Saudi-Arabien ist in der arabischen Welt besonders stark von der Corona-Epidemie betroffen. Nach offiziellen Angaben sind 1885 Menschen mit dem Virus infiziert. Vor allem die beiden Städte Mekka und Medina verzeichneten zuletzt ansteigende Fallzahlen. (dpa)

+++ Sachsen-Anhalt prüft möglicherweise unzuverlässige Corona-Tests +++

(02.04.2020, 16:25 Uhr)

In Sachsen-Anhalt wird derzeit geprüft, ob zahlreiche Corona-Tests keine zuverlässigen Ergebnisse liefern. Betroffen seien 1675 Testsets, die vom Bund bereitgestellt wurden, bestätigte das Sozialministerium der Deutschen Presse-Agentur. Diese stehen im Verdacht, vor allem für Bakterien aber nicht für Viren geeignet zu sein. Das Landesamt für Verbraucherschutz untersuche nun, ob die Tests keine aussagekräftigen Ergebnisse lieferten, sagte Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Donnerstag.

Wie viele dieser Tests bereits eingesetzt wurden, ist unklar. Es sei jedoch wahrscheinlich, dass Experten den Tests bereits ansehen könnten, dass diese vor allem für Bakterien gedacht seien, heißt es aus dem Sozialministerium. Wenn sich herausstelle, dass die Tests tatsächlich keine zuverlässigen Ergebnisse liefern, werden sie den Worten von Grimm-Benne zufolge an den Bund zurückgeschickt. (dpa)

+++ Putin verlängert arbeitsfreie Zeit in Russland bis 30. April +++

(02.04.2020, 16:07 Uhr)

Der russische Präsident Wladimir Putin hat im Kampf gegen die Corona-Krise die arbeitsfreie Woche für die Menschen in seinem Land um einen Monat verlängert. Bis 30. April bleibe der Zustand wegen der anhaltenden Gefahr erhalten, sagte der Kremlchef am Donnerstag. Bei seiner zweiten Fernsehansprache zur Corona-Pandemie betonte er, dass die Lage im flächenmäßig größten Land der Erde ernst sei.

Die Situation um das Coronavirus hatte sich in den vergangenen Tagen in Russland massiv verschärft. Offiziell hatte Russland am Donnerstag mehr als 3500 Coronavirus-Fälle, die meisten davon in Moskau. 30 Menschen starben bisher an der Lungenkrankheit Covid-19. In Moskau und vielen anderen russischen Regionen gelten scharfe Ausgangsbeschränkungen für Bürger. (dpa)

Weitere Infos dazu gibt’s hier

+++ Hessen beschließt Bußgeldkatalog zu Verstößen gegen Corona-Regeln +++

(02.04.2020, 16:04 Uhr)

Wer sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie nicht an die strengen Kontaktregeln hält, muss sich ab Freitag hessenweit auf einheitliche Bußgelder einstellen. Je nach Schwere des Verstoßes drohen Zahlungen von 200 Euro bis 5000 Euro, wie Sozialminister Kai Klose (Grüne) und Innenminister Peter Beuth (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden mitteilten. Besonders schwere Verstöße können sogar als Straftaten zur Anzeige gebracht werden.

Ein Bußgeld etwa kann fällig werden, wenn jemand gegen die Kontaktregeln in der Öffentlichkeit verstößt, illegal ein Restaurant betreibt oder das Besuchsverbot in Seniorenheimen missachtet. Leider gebe es immer noch einige Unbelehrbare, erklärten die Minister. «Wer sich weiterhin so unsolidarisch verhält und sich zum Kicken im Park verabredet oder heimlich Corona-Partys feiert, gefährdet das Leben seiner Mitmenschen. Dieses Verhalten können und werden wir nicht akzeptieren.» Die Bußgelder fußen auf dem Infektionsschutzgesetz. (dpa)

+++ Bericht: Hunderte Corona-Infizierte in Stockholmer Altersheimen +++

(02.04.2020, 16:00 Uhr)

In einer Reihe von Altersheimen in der schwedischen Hauptstadt Stockholm hat sich das Coronavirus Sars-CoV-2 einem Medienbericht zufolge in beunruhigendem Maße ausgebreitet. Ein Pflegedienst sagte am Donnerstag dem Fernsehsender SVT, dass es in den von ihm betreuten Heimen in der Region Stockholm mittlerweile 250 Ältere mit einer Corona-Infektion gebe, darunter viele mit Vorerkrankungen. Davon seien bisher 50 gestorben, sagte der Leiter des Dienstes Familjeläkarna, Stefan Amér.

Familjeläkarna ist laut SVT für die ärztliche Pflege in etwas weniger als der Hälfte der Altenheime in der Region zuständig. Wie viele Menschen in den Stockholmer Altersheimen insgesamt an Covid-19 erkrankt sind, ist bislang unklar.

«Wir bekommen Signale aus Stockholm, aber auch aus anderen Teilen des Landes, dass es mehr Fälle in Altersheimen gibt», sagte auch der Staatsepidemiologe Anders Tegnell am Donnerstag auf seiner täglichen Pressekonferenz. Man sei beunruhigt über die Entwicklungen für die ältere Generation. Um Ältere besser zu schützen, hatte die schwedische Regierung in dieser Woche ein Besuchsverbot für alle Altersheime im Land erlassen.

Insgesamt sind in Schweden bislang 282 an Covid-19 erkrankte Menschen gestorben, 178 davon in der Region Stockholm. Landesweit gab es bis zum Donnerstagnachmittag fast 5500 bestätigte Infektionsfälle. (dpa)

+++ Erntehelfer dürfen unter Auflagen doch nach Deutschland kommen +++

(02.04.2020, 15:57 Uhr)

Um drohende Ernteausfälle zu verhindern, sollen in diesem und im kommenden Monat jeweils 40 000 Saisonarbeiter aus Osteuropa nach Deutschland einreisen dürfen. Darauf haben sich Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) am Donnerstag verständigt.

Laut einem Konzeptpapier der beiden Ressorts dürfen die Arbeiter ausschließlich in Gruppen und mit dem Flugzeug einreisen. Vorgesehen ist außerdem eine Gesundheitsprüfung. Liegen Anhaltspunkte auf eine Corona-Infektion vor, soll die Einreise verweigert werden. Die neu eingereisten Helfer müssen demnach in den ersten 14 Tagen nach ihrer Ankunft getrennt von anderen Beschäftigten arbeiten und dürfen den Betrieb nicht verlassen. (dpa)

+++ EU-Parlament bietet leere Räume zur Patientenversorgung an +++

(02.04.2020, 15:53 Uhr)

In der Corona-Krise hat das Europaparlament Teile seiner Gebäude in Brüssel den belgischen Behörden zur Patientenversorgung zur Verfügung gestellt. Auch 100 Fahrzeuge aus dem Bestand des Parlaments dürften die Brüsseler Behörden nutzen, teilte Parlamentspräsident David Sassoli am Donnerstag mit. Auch Räume in Luxemburg und Straßburg könnten bei Bedarf angeboten werden.

Während der Pandemie werde noch viel mehr getan werden müssen. «Als Parlament wollten wir unseren Beitrag leisten und ein kleines Beispiel setzen», sagte Sassoli. Wegen der Ausgangsbeschränkungen in Brüssel kann das Europaparlament derzeit nicht regulär arbeiten und tagen. Die meisten Räume stehen deshalb leer. (dpa)

+++ Lufthansa verlängert Rumpf-Flugplan bis in den Mai +++

(02.04.2020, 15:44 Uhr)

Die Lufthansa hat wegen der Corona-Krise ihren Rumpf-Flugplan um zwei Wochen bis zum 3. Mai verlängert. Alle vorherigen Flüge aus dem regulären Plan wurden bis zu diesem Termin annulliert, wie das Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.

Der Rumpf-Flugplan stellt pro Woche 18 Interkontinentalflüge von und nach Frankfurt sowie 50 tägliche Verbindungen zwischen deutschen und anderen europäischen Städten sicher. Diese Grundversorgung entspricht rund 5 Prozent der üblichen Verkehrsleistung. Die Lufthansa-Tochter Swiss bietet zudem noch drei Flüge pro Woche zum Flughafen Newark bei New York an.

Dazu kommen noch Charterflüge im Auftrag der Regierungen oder Reiseveranstaltern zur Rückholung von Touristen. Seit dem 13. März habe die Lufthansa-Gruppe mit mehr als 300 Sonderflügen rund 60 000 Urlauber in ihre Heimatländer zurückgeholt. 45 weitere Sonderflüge würden vorbereitet. Auch 56 Fracht-Sonderflüge vor allem für Hilfsgüter wurden bereits geflogen oder sind noch geplant. (dpa)

+++ Portugal verlängert Ausnahmezustand - 209 Tote +++

(02.04.2020, 15:30 Uhr)

Im Kampf gegen die Coronavirus-Krise hat Portugal den Ausnahmezustand um weitere zwei Wochen verlängert. Das Parlament in Lissabon billigte am Donnerstag einen entsprechenden Dekretvorschlag von Staatsoberhaupt Marcelo Rebelo de Sousa. Die zweithöchste Notstandsstufe des Landes war am 18. März erstmals in Demokratie-Zeiten ausgerufen worden und soll nun bis zum 17. April gelten.

Die Zahlen der Neuinfektionen und der Todesopfer klettern derweil weiter. Am Donnerstag meldeten die Gesundheitsbehörden in Lissabon knapp 800 Neuinfektionen, womit die Gesamtzahl die Marke von 9000 Fällen durchbrach. Binnen 24 Stunden seien außerdem 22 Menschen gestorben, die mit dem Covid-19-Erreger Sars-CoV-2 infiziert waren, hieß es. Damit lag die Gesamtzahl der Todesopfer am Donnerstag in Portugal bereits bei 209. (dpa)

+++ Maas: Müssen uns gegen Falschnachrichten wehren +++

(02.04.2020, 15:27 Uhr)

Nato und EU müssen sich in der Corona-Krise nach Ansicht von Bundesaußenminister Heiko Maas gegen staatlich gesteuerte Falschnachrichten wehren. Es gebe einige, die versuchten, die aktuelle Lage propagandistisch auszunutzen, «um sich selber in einem besseren Licht erscheinen zu lassen», sagte der SPD-Politiker am Donnerstag vor einer Videoschalte mit seinen Nato-Amtskollegen. Sowohl innerhalb des Militärbündnisses als auch innerhalb der EU müsse auf Desinformationen, die einen staatlichen Hintergrund hätten, mit «Gegenmaßnahmen» reagiert werden, die auf Fakten basieren.

Vor allem Russland und China wird vorgeworfen, durch staatliche Propaganda Kapital aus der Corona-Krise schlagen zu wollen. Die EU-Kommission hatte kürzlich beklagt, dass viele Falschinformationen rund um das Coronavirus aus Russland stammten. Zum Teil seien die Quellen mit dem Kreml verbunden. Der Kampagne «EU vs Desinformation» zufolge wurde zwischen dem 22. Januar und dem 1. April in 26 Kreml-nahen Berichten behauptet, die EU scheitere am Umgang mit der Corona-Krise. (dpa)

+++ Austrian Airlines verlängert Flugstopp bis Anfang Mai +++

(02.04.2020, 15:15 Uhr)

Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) hat die Einstellung ihres Flugbetriebs aufgrund der Corona-Krise erneut verlängert. Wie die Fluggesellschaft am Donnerstag mitteilte, sollen bis zum 3. Mai keine AUA-Linienflüge stattfinden. Bisher galt der Flugstopp bis 19. April. Die Airline werde aber weiter Rückholflüge für Österreicher, die im Ausland gestrandet sind, durchführen. In den vergangenen Wochen habe die Fluggesellschaft bereits mehr als 6000 Österreicher nach Hause gebracht. Zudem wurden 180 Tonnen an Schutzkleidung aus China und Malaysia nach Wien geflogen.

+++ Lage am US-Arbeitsmarkt verschlechtert sich dramatisch +++

(02.04.2020, 14:51 Uhr)

Wegen der Zuspitzung der Corona-Krise in den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erneut dramatisch angestiegen. Ihre Zahl hat sich in der Woche bis 28. März von 3,3 Millionen auf nunmehr 6,65 Millionen etwa verdoppelt, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Die Zahl der Erstanträge in der Vorwoche war bereits die höchste seit Beginn der Erfassung der Daten gewesen, nun gibt es einen neuen Rekord.

Die Erstanträge gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts in der größten Volkswirtschaft der Welt. Sie deuten inzwischen auf einen dramatischen Wirtschaftseinbruch infolge der Corona-Krise hin. Bis vor wenigen Wochen hatte die Zahl der Erstanträge noch regelmäßig unter 100 000 pro Woche gelegen. (dpa)

+++ Osterausflüge in Mecklenburg-Vorpommern nur in Heimatregion erlaubt +++

(02.04.2020, 14:49 Uhr)

Die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern hat Osterausflüge über die nähere Umgebung hinaus verboten. Tagesausflüge insbesondere zu den Inseln Rügen, Usedom und Hiddensee, an die Ostseeküste sowie an die Mecklenburgische Seenplatte müssten von Karfreitag bis Ostermontag unterbleiben, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Donnerstag in Schwerin nach einer Kabinettssitzung. Menschen aus anderen Bundesländern dürfen bereits seit Mitte März nicht mehr als Touristen in das Bundesland kommen. (dpa)

+++ Belgische Fußball-Liga gecancelt, FC Brügge zum Meister erklärt +++

(02.04.2020, 14:32 Uhr)

Die belgische Liga cancelt aufgrund der Corona-Krise als erste große europäische Fußball-Liga die laufende Saison komplett. Die jetzige Tabellensituation ist maßgeblich, so dass FC Brügge zum Meister erklärt wird.

+++ Arbeitgeberantrag für Quarantäne-Entschädigung soll einfacher werden +++

(02.04.2020, 14:26 Uhr)

In der Corona-Krise sollen Arbeitgeber den Entschädigungsantrag für Mitarbeiter in Quarantäne künftig nicht mehr mit der Post schicken müssen. Ab Ende April solle ein «nutzerfreundlicher Online-Antrag» möglich sein, erklärte das Bundesinnenministerium am Donnerstag in Berlin.

Wer zum Beispiel nach der Reise in ein Risikogebiet, nach Kontakt mit einem Erkrankten oder weil er selbst infiziert ist in Quarantäne muss und nicht arbeiten kann, bekommt eine Entschädigung. Diese müssen nach dem Infektionsschutzgesetz die Betriebe für bis zu sechs Wochen vorstrecken. Sie können sich das Geld aber von den Behörden erstatten lassen. (dpa)

+++ Menschenrechtsgruppe beklagt Übergriffe bei Ausgangssperre +++

(02.04.2020, 14:19 Uhr)

Brutale Übergriffe von Polizei und Armee bei der Umsetzung der Restriktionen im Kampf gegen das Coronavirus führen in Afrika zunehmend zu Beschwerden von Menschenrechtsorganisationen. «Die Sicherheitskräfte haben exzessive Gewalt angewandt, inklusive Schlägen, Schüssen und willkürlichem Arrest von Menschen überall im Lande», kritisierte am Donnerstag die Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch (HRW) in Uganda. Ein Regierungssprecher wies das jedoch von sich und betonte, es handele sich um isolierte Einzelfälle. Auch in Südafrika mehren sich Berichte über Übergriffe der Sicherheitskräfte. (dpa)

+++ Auszahlung von Corona-Soforthilfen läuft langsam an +++

(02.04.2020, 14:15 Uhr)

Nach dem großen Ansturm auf Corona-Soforthilfen für die Wirtschaft kommt die Auszahlung langsam in Gang. Bis Dienstagabend wurden in zehn Bundesländern mehr als 118 000 Anträge bewilligt, wie eine Länderumfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Hinzu kommen noch 300 000 Anträge, die allein in Nordrhein-Westfalen bis Donnerstagvormittag bewilligt wurden. Mindestens vier Milliarden Euro flossen bereits bis Donnerstag an in Existenznot geratene Unternehmen. (dpa)

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+++ Scholz stellt Konjunkturpaket nach Corona-Krise in Aussicht +++

(02.04.2020, 14:07 Uhr)

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) will die Wirtschaft nach der Corona-Krise mit einem Konjunkturpaket wieder ankurbeln - sieht aber auch die Firmen selbst in der Pflicht. Die Unternehmen, die jetzt vom Staat unterstützt würden, dürften diese Solidarität dann nicht vergessen, mahnte er. «Wir wollen sicherstellen, dass - wenn wir die Gesundheitskrise bewältigt haben, wenn wir die Arbeitsplätze, die Unternehmen gesichert haben, wenn es wieder aufwärts geht - das auch unterstützt wird mit konjunkturellen Maßnahmen», sagte der Vizekanzler am Donnerstag in Berlin. Ziel müsse eine Politik sein, «in der hohe Investitionen eine Rolle spielen und in der der Sozialstaat ausgebaut und nicht zurückgebaut» werde. (dpa)

+++ Altmaier rechnet mit Einbruch der Konjunktur +++

(02.04.2020, 13:57 Uhr)

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier rechnet infolge der Corona-Krise mit einem Konjunktureinbruch in Deutschland. «Wir müssen mit tiefen Einschnitten beim Wirtschaftswachstum rechnen», sagte der CDU-Politiker in Berlin. Die Einschnitte würden mindestens so stark, wenn nicht stärker als in der Finanzkrise 2009. Damals war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 5,7 Prozent zurückgegangen.

Altmaier sagte, das Wirtschaftsministerium gehe davon aus, dass die Wirtschaft in einzelnen Monaten im Frühjahr mehr als 8 Prozent einbrechen könne. Der Höhepunkt der Krise werde voraussichtlich im April und Mai sein. Es gebe aber Hoffnung, das sich die Lage dann im zweiten Halbjahr wieder normalisiere. Eine konkrete Zahl für das BIP im Gesamtjahr nannte Altmaier nicht. (dpa)

Europa-Experte: Corona-Krise bedroht Zusammenhalt der EU

+++ Trotz Krise: Russland bereitet Militärparade vor +++

(02.04.2020, 13:46 Uhr)

Russlands Militär bereitet trotz massiver Einschränkungen wegen der Corona-Krise weiter die Parade zum Tag des Sieges der Sowjetunion über den Hitlerfaschismus am 9. Mai vor. «Alles läuft nach Plan», sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, der Boulevardzeitung «Komsomolskaja Prawda» am Donnerstag. Es gebe weder beim Format noch beim Datum Pläne einer Änderung. Bei dem Großereignis in der russischen Hauptstadt sind normalerweise Hunderttausende auf den Straßen unterwegs. (dpa)

+++ Kinoverband fordert millionenschweres Hilfsprogramm +++

(02.04.2020, 13:43 Uhr)

Der Hauptverband Deutscher Filmtheater (HDF Kino) hat am Donnerstag vor den schweren Auswirkungen der Coronakrise gewarnt und Hilfe eingefordert. Den HDF-Berechnungen zufolge würden den deutschen Kinos in drei Monaten etwa 186 Millionen Euro entgehen.

«Ein massives Kinosterben ist je nach Dauer des Ausnahmezustandes sehr wahrscheinlich und würde fatale kulturelle und wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen», schreibt der HDF. Der Verband forderte die Bundesregierung auf, einen Stabilisierungsfonds einzurichten, der Zuschüsse für ausgefallene Ticketeinnahmen vorsieht.

+++ Konzert von Robbie Williams in Bonn abgesagt +++

(02.04.2020, 13:33 Uhr)

Wegen der Coronavirus-Pandemie wird das im Rahmen des Beethoven-Jubiläumsjahres geplante Open-Air-Konzert von Robbie Williams vor 25 000 Menschen auf der Bonner Hofgartenwiese verschoben. Statt wie ursprünglich geplant am 18. Mai solle Williams am 31. August auftreten, teilte die Deutsche Telekom AG am Donnerstag in Bonn mit. (dpa)

+++ Portugal verlängert Maßnahmen +++

(02.04.2020, 13:32 Uhr)

Im Kampf gegen die Coronavirus-Krise hat Portugal den Ausnahmezustand um weitere zwei Wochen verlängert. Das Parlament in Lissabon billigte am Donnerstag einen entsprechenden Dekretvorschlag von Staatsoberhaupt Marcelo Rebelo de Sousa. Die zweithöchste Notstandsstufe des Landes war am 18. März erstmals in Demokratie-Zeiten ausgerufen worden und soll nun bis zum 17. April gelten. (dpa)

+++ Haseloff: Keine Normalität nach Ostern +++

(02.04.2020, 13:28 Uhr)

Düstere Prognose oder nur Realismus? Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) geht davon aus, dass auch nach den Osterferien noch lange keine Normalität zu erwarten ist. “Die Wahrscheinlichkeit dass am 19. ein normales Leben beginnen kann, diese Wahrscheinlichkeit ist sehr, sehr gering”, sagte er bei MDR Aktuell. Deutschland wäre noch “mitten in der Anstiegsphase”, weshalb er davon ausgehe, dass die Maßnahmen abermals verlängert werden würden.

+++ Ischgl: Patientin 0 gefunden? +++

(02.04.2020, 13:21 Uhr)

Forscher gehen davon aus, die Patientin 0 gefunden zu haben, die das Coronavirus nach Ischgl brachte. Der Wintersportort gilt unter vielen Experten als Drehscheibe des Virus in Europa. Franz Allerberger von der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) erklärte am Donnerstag in Wien, dass eine Schweizerin als Patient 0 gelte. Sie habe das Virus nach Tirol gebracht und dürfte sich selbst am 5. Februar infiziert haben. Sie war Mitarbeiterin in einem Après-Ski-Lokal.

+++ Umfrage: Deutsche wünschen sich Mundschutzpflicht +++

(02.04.2020, 13:18 Uhr)

Einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und n-tv zufolge wünscht sich eine Mehrheit der Deutschen die Mundschutzpflicht. 57% der Befragte befürworteten das verpflichtende Tragen eines Nase-Mund-Schutzes in der Öffentlichkeit, beim Einkaufen oder im ÖPNV. Frauen befürworteten die Pflicht eher als Männer (62 zu 52 Prozent). Ältere ab 60 Jahren stimmten mit 64% für die Pflicht.

+++ Fielmann produziert Schutzbrillen für Ärzte +++

(02.04.2020, 13:05 Uhr)

Die Optik-Kette Fielmann hat wegen der Corona-Krise die Entwicklung und Produktion von Schutzbrillen für Ärzte und medizinisches Fachpersonal aufgenommen. «Wir rechnen binnen zwei Wochen mit der Zertifizierung und können dann qualitativ hochwertige Schutzbrillen in unterschiedlichen Ausführungen zur Verfügung stellen», erklärte der Vorstandsvorsitzende Marc Fielmann am Donnerstag in Hamburg. Die ersten 20.000 Brillen seien gespendet worden, im Laufe des Aprils sollen die Kapazitäten ausgebaut werden.

+++ US-Bürger rüsten sich vermehrt mit Waffen +++

(02.04.2020, 13:03 Uhr)

Viele Bürger aus den USA haben in der Coronakrise damit begonnen, sich auszurüsten. Die Zahl der Sicherheitsprüfungen für potenzielle Käufer von Schusswaffen stieg binnen eines Monats stark an, wie aus einer Statistik der US-Bundespolizei FBI hervorgeht. Etwa 938.000 Menschen haben von Februar bis März das entsprechende Formular ausgefüllt.

+++ UK: Kritik an Boris Johnson wächst +++

(02.04.2020, 12:50 Uhr)

Der britische Premierminister Boris Johnson gerät wegen Mängeln bei der Bekämpfung des Corona-Ausbruchs zunehmend unter Druck. Nicht nur Tests fehlen dem Vereinigten Königreich zusehends, sondern inzwischen auch Beatmungsgeräte. Ärzte müssen inzwischen darüber entscheiden, wer beatmet werden soll.

Britische Medien - auch konservative - bemängelten auf ihren Titelseiten am Donnerstag einheitlich Strategie-Mängel der Regierung. Die Zeitung «The Independent» titelte etwa «Fragen, aber keine Antworten», die «Times» schrieb über das «Chaos bei Plänen für Virus-Tests» und die «Daily Mail» von einem «Test-Skandal».

+++ Dolly Parton: Spende gegen Coronavirus +++

(02.04.2020, 12:42 Uhr)

US-Sängerin Dolly Parton möchte eine Million Dollar für den Kampf gegen das Coronavirus spenden. Das Geld solle der Corona-Forschung der Vanderbilt University in der Stadt Nashville, Tennessee zugutekommen, schrieb die 74-Jährige in einem Post auf Instagram. Sie rief auch andere Menschen zu Spenden auf. Die Universität bedankte sich umgehend mit einem Post, in dem sie das Statement der Musikerin teilte. (dpa)

+++ Berlinger Bürgermeister: “Sind nicht über den Berg” +++

(02.04.2020, 12:38 Uhr)

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat die Menschen aufgerufen, sich weiter konsequent an die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie zu halten. «Wir sehen, dass das Infektionsgeschehen in unserer Stadt so ist, dass unser Gesundheitswesen noch Schritt halten kann», sagte Müller am Donnerstag im Abgeordnetenhaus.

«Aber ich muss auch klar sagen: Wir sind noch nicht über den Berg. Es werden noch harte Wochen auf uns zukommen.» Daher könne der Senat die Kontaktsperre auch jetzt nicht lockern, sondern werde sie vielmehr bis 19. April verlängern. (dpa)

+++ Todesfall in indischem Slum - Behörden besorgt +++

(02.04.2020, 12:33 Uhr)

Ein Bewohner aus einem der größten Slums der Welt ist am Coronavirus gestorben. Dies ergaben Tests. Bereits am Donnerstag wurde ein zweites positives Testergebnis aus dem Dharavi-Slum gemeldet. Das versetzt die Behörden in Alarmbereitschaft, leben dort doch etwa eine Million Menschen dicht gedrängt nebeneinander. Die Infektion könnte sich enorm schnell verbreiten. Bisher hatte Indien 2.000 Corona-Fälle bestätigt. Die Testrate ist dort noch sehr niedrig.

+++ Sachens SPD will höheres Kurzarbeitergeld +++

(02.04.2020, 12:31 Uhr)

Die SPD aus Sachen möchte ein höheres Kurzarbeitergeld einführen. In einer Mittelung vom Donnerstag wurde eine Erhöhung von 60% bzw. 67% auf 80% des Lohns gefordert: “Arbeitnehmerrechte gelten auch in der Corona-Krise. Für viele Familien und Menschen mit niedrigen Einkommen ist das nicht leistbar.”

+++ Berliner Topf für Kleinunternehmen schon leer? +++

(02.04.2020, 12:11 Uhr)

Der Spiegel berichtet, dass die Stadt Berlin aktuell nicht mehr in der Lage, genug Auszahlungen für alle Kleinunternehmer, Freiberufler und Soloselbstständige zu leisten. Die Aufnahme solcher Anträge würde bis zum 6. April unterbrochen werden. Bis Dienstagabend wurden laut IBB etwa 900 Millionen Euro überwiesen.

+++ Aldi: Sonderzüge bringen Pasta aus Italien +++

(02.04.2020, 12:06 Uhr)

Aldi und die Deutsche Bahn haben mit Sonderzügen etwa 200 Tonnen Pasta aus Italien nach Süddeutschland geschafft. Haltbare Lebensmitteln seien derzeit besonders gefragt, begründete das Unternehmen. Eine weitere Lieferung sei bereits unterwegs. Nahrungsmittelknappheit sei derweil weiterhin nicht zu erwarten.

+++ Werder Bremen: Gehaltsverzicht und Kurzarbeit +++

(02.04.2020, 12:02 Uhr)

Auch die Profis von Werder Bremen werden in der kommenden Zeit auf große Teile ihres Gehalts verzichten. Mit zahlreichen weiteren Mitarbeiter des Klubs wurden derweil Kurzarbeit vereinbart. “Natürlich hoffen wir, dass sich die Situation so schnell wie möglich ändert und wir alle Kolleginnen und Kollegen wieder am Arbeitsplatz begrüßen können”, teilte Klaus Filbry als Vorsitzender der Geschäftsführung mit.

+++ Profis des VfL Wolfsburg helfen im Supermarkt +++

(02.04.2020, 11:54 Uhr)

Die Spieler des VfL Wolfsburg werden auf einen großen Teil ihres Gehalts verzichten. Dies teilte der Klub am Donnerstag mit. Zudem werden sich die Fußballer im Kampf gegen das Virus engagieren. “Den Auftakt machen am Freitag, 3. April, sechs Profis, die in zwei Edeka-Märkten eine Stunde lang helfen, die Regale aufzufüllen”, heißt es auf der Klub-Homepage.

+++ Französische Politiker: USA kaufen Schutzmasken in China auf +++

(02.04.2020, 11:44 Uhr)

Schwere Vorwürfe aus Frankreich in Richtung USA. Die Politiker Renaud Muselier und Jean Rottner haben unabhängig voneinander berichtet, dass die USA für Frankreich bestimmte Masken an chinesischen Flughäfen stoppt, die Verkäufer mit dem “drei- oder vierfachen” des Preises bezahlt und die Masken an sich nimmt.

Schutzmasken und ihre Wirkung. (Bild: Statista)

+++ Kabinett für Gutscheine statt Rückzahlung bei Reisen, Events +++

(02.04.2020, 11:41 Uhr)

Die Bundesregierung will bei abgesagten Reisen sowie bei Veranstaltungen in den Bereichen Kultur, Sport und Freizeit eine Gutscheinlösung für Kunden - statt einer sofortigen Rückzahlpflicht. Das «Corona»-Kabinett stimmte einer entsprechenden Lösung zu, wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Regierungskreisen erfuhr. Die Gutscheine sollen befristet sein bis Ende 2021. Neben Deutschland wollten auf EU-Ebene viele weitere Mitgliedsstaaten eine solche Lösung. Die EU-Kommission muss dem noch zustimmen.

+++ Griechenland riegelt Flüchtlingslager ab +++

(02.04.2020, 11:39 Uhr)

Griechenland hat am Donnerstag ein Flüchtlingslager nahe Athen abgeriegelt, nachdem 21 Flüchtlinge positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden waren. Der Zugang zum Ritsona-Lager werde für zwei Wochen eingeschränkt, teilte das Migrationsministerium mit. Zudem werde zusätzliches medizinisches Personal in die Region geschickt. (dpa)

+++ Berliner Polizei ordnete 830 Schließungen an +++

(02.04.2020, 11:31 Uhr)

Die Berliner Polizei musste nach eigenen Angaben in der Coronakrise bereits 830 Schließungen von Lokalitäten anordnen. 1.982 Objekte seien seit dem 14. März überprüft worden, 1.406 Kontrollen wurden im Freien durchgeführt. Dabei wurden 898 Straftaten festgestellt. Seit dem 23. März gab es 462 Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz. Die Berliner Gewerkschaft der Polizei hatte deshalb am Mittwoch gefordert, Parks und größere Plätze in Berlin schließen zu lassen.

+++ McLaren schickt Mitarbeiter in Ferien +++

(02.04.2020, 11:25 Uhr)

Als erster Formel-1-Rennstall hat McLaren auf die Coronakrise reagiert und seine Mitarbeiter in die Ferien geschickt. «Diese Massnahmen zielen darauf ab, kurzfristig Arbeitsplätze zu schützen, um sicherzustellen, dass unsere Mitarbeiter bei wirtschaftlicher Erholung wieder Vollzeit arbeiten», erklärte McLaren in einer Mitteilung.

850 Mitarbeiter zählen zum F1-Team McLarens. Bis zu einem Gehalt von etwa 2.800 Euro werden die Mitarbeiter zu 80% weiterbezahlt. Die Fahrer Carlos Sainz und Lando Norris verzichten auf drei monatliche Gehaltszahlungen.

+++ Söder: Deutschland braucht Milliarden an Masken +++

(02.04.2020, 11:20 Uhr)

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder geht von einem enormen Bedarf an Masken in Deutschland aus. “Wir werden auf Dauer enorm viel Masken brauchen. Ich glaube, dass wir am Ende in Deutschland Milliarden Masken brauchen”, sagte der CSU-Politiker.

Priorität in der Versorgung hätte aktuell das medizinische Personal, Alten- und Pflegeheime folgen. Früher oder später werde man Masken auch im Arbeitsschutz brauchen.

+++ Sachsens Landtag gibt 500 Millionen Euro Hilfe frei +++

(02.04.2020, 11:15 Uhr)

Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat einstimmig einen 500 Millionen Euro schweren Nachtragshaushalt zur Bewältigung der Corona-Krise gebilligt. Das Parlament nahm den entsprechenden Regierungsentwurf der Kenia-Koalition an.

+++ Steinmeier ruft zur Solidarität auf +++

(02.04.2020, 11:07 Uhr)

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bürger in der Corona-Krise zur Hilfsbereitschaft im Alltag aufgerufen. «Zeigen wir einander doch das Beste in uns - zeigen wir Mitmenschlichkeit, zeigen wir Solidarität», sagte er am Donnerstag in einer neuen Videobotschaft. «Wenn wir das miteinander schaffen, dann zerfällt unsere Gesellschaft nicht in dieser Krise, sondern im Gegenteil: Dann wächst sie enger zusammen.» (dpa)

+++ Netanjahu abermals in Quarantäne +++

(02.04.2020, 11:05 Uhr)

Nachdem Israels Gesundheitsminister Jakov Litzman (71) und seine Frau positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, befindet sich auch Regierungschef Benjamin Netanjahu in Quarantäne. Der Ministerpräsident hatte erst am Mittwoch eine Selbstisolation beendet, nachdem eine seiner Mitarbeiterinnen positiv getestet worden war. Bisherige Tests fielen allesamt negativ aus.

+++ 15.000 deutsche Soldaten stehen bereit +++

(02.04.2020, 11:03 Uhr)

Zur Bewältigung der Corona-Krise hält die Bundeswehr von diesem Freitag an 15 000 Soldaten bereit zur Unterstützung von Ländern und Kommunen. Die Männer und Frauen seien dann unterschiedlich schnell - beispielsweise binnen 12 bis 72 Stunden - abmarschbereit, sagte ein Sprecher der Bundeswehr am Donnerstag. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte die Bundeswehr auf einen langen Kriseneinsatz eingestellt. (dpa)

+++ Nächster Landkreis erhält Mundschutzpflicht +++

(02.04.2020, 11:01 Uhr)

Nach Jena führt nun auch der Landkreis Nordhausen in Thüringen schrittweise eine Mundschutzpflicht in Geschäften, Bussen und Taxis ein. Ab Montag gilt dies zunächst als Empfehlung, nach Ostern wird es laut neuer Allgemeinverfügung zur Pflicht. Ziel sei es, andere vor Infektionen zu schützen, betonte Landrat Matthias Jendricke (SPD). Da Mund und Nase auch per Tuch, Schal oder selbstgenähter Maske bedeckt werden könnten, brauche niemand medizinischen Mundschutz zu kaufen. «Wir wissen, dass diese momentan Mangelware sind.» (dpa)

+++ Von der Leyen räumt Fehler ein +++

(02.04.2020, 10:58 Uhr)

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Fehler in der Coronakrise eingeräumt. “Es muss anerkannt werden, dass in den ersten Tagen der Krise angesichts der Notwendigkeit einer gemeinsamen europäischen Antwort zu viele nur an die eigenen Probleme dachten”, schrieb von der Leyen in einem Gastbeitrag für die italienische Zeitung La Repubblica.

Nun allerdings sollen Gelder in Milliardenhöhe fließen und stark betroffene Länder wie Italien oder Spanien unterstützen: “Die Union wird bis zu hundert Milliarden Euro zugunsten der am stärksten betroffenen Länder, angefangen mit Italien, bereitstellen, um die Kürzung der Gehälter der Kurzarbeiter auszugleichen.”

+++ Löw: Corona verhindert DFB-Debüt für Gosens +++

(02.04.2020, 10:55 Uhr)

Robin Gosens von Atalanta Bergamo hätte fast den Weg in die deutsche Nationalmannschaft gefunden. Fast, weil das Coronavirus die Pläne von Bundestrainer Joachim Löw durchkreuzte. Das machte der Nationaltrainer im kicker öffentlich: “Gerne hätten wir ihn persönlich kennengelernt. Schade, dass jetzt erst mal nichts daraus geworden ist, aber wir behalten ihn im Auge, sobald der Ball wieder rollt."

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+++ China meldet 35 neue Fälle und 6 Tote +++

(02.04.2020, 10:41 Uhr)

China hat 35 weitere Fälle der Lungenkrankheit Covid-19 gemeldet. Wie die Gesundheitskommission in Peking am Donnerstag mitteilte, wurden sämtliche Erkrankungen erneut bei Menschen nachgewiesen, die nach China eingereist sind. Schon seit Wochen gibt es in der Volksrepublik laut Darstellung der Behörden fast ausschließlich nur noch solche «importierte Fälle». Auch wurden weitere sechs Todesfälle gemeldet.  

Zusätzlich gab es demnach 55 weitere Fälle von auf das Virus positiv getesteten Menschen, die aber keine Symptome zeigten. Anders als viele andere Länder zählt China diese Fälle nicht in der Statistik der Gesamtinfizierten. Derzeit stünden 1075 solcher asymptomatischen Infektionen unter Beobachtung, hieß es. 

+++ Israel empfiehlt das Tragen von Masken +++

(02.04.2020, 10:32 Uhr)

Maske oder nicht scheint sich immer mehr zu einer Grundsatzdebatte zu entwickeln. Israel hat nun am späten Mittwochabend die Empfehlung ausgegeben, in der Öffentlichkeit Mund und Nase zu bedecken.«Wir bitten Euch, Bürger von Israel, alle von Euch, Masken im öffentlichen Raum zu tragen», sagte der rechtskonservative Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. «Wenn Ihr keine Masken habt, dann benutzt einen Schal oder irgendeinen anderen Gesichtsschutz, der die Ausbreitung des Virus' auf andere reduziert.»

Corona: Was für Schutzmasken gibt es und wen schützen sie?

+++ Hans: Keine Hoffnung auf Lockerung der Maßnahmen +++

(02.04.2020, 10:29 Uhr)

Tübingens Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hält eine Lockerung der Corona-Maßnahmen auch nach dem 20. April nicht für wahrscheinlich. Das betonte er gegenüber t-online.de. Dafür müssten signifikante Verbesserungen in der Rate der Neuinfektionen auftreten, was derzeit unwahrscheinlich ist.

+++ Niederlande: Eine Milliarde für Corona-Rettungsschirm +++

(02.04.2020, 10:24 Uhr)

Die Niederlande wollen einem von ihnen vorgeschlagenen europäischen Corona-Hilfsfonds rund eine Milliarde Euro zur Verfügung stellen. Das berichtet die Zeitung Algemeen Dagblad am Donnerstag unter Berufung auf Finanzminister Wopke Hoekstra. Der Hilfsfonds ist für besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffene Länder wie Italien und Spanien gedacht.

Ministerpräsident Mark Rutte sagte dem Sender NOS, insgesamt könnten wohl zehn bis 20 Milliarden Euro zusammenkommen. Der Rettungsschirm wurde am Mittwoch von den Niederlanden vorgeschlagen und gilt als Alternative zu den umstrittenen Europa-Bonds (siehe unter anderem 09:40 Uhr). (mit Material von dpa)

+++ Bahntickets behalten bis Ende Juni Gültigkeit +++

(02.04.2020, 10:14 Uhr)

Tickets für eine Fahrt mit der Deutschen Bahn, die vor dem 13. März gekauft wurden, behalten bis Ende Juni ihre Gültigkeit. «Die Zugbindung entfällt», teilte der Konzern am Donnerstag mit. Das gilt allerdings nur für Fahrten, die für die zweite Märzhälfte oder den April geplant waren.

Wer die Reise nicht mehr antreten möchte, kann das Ticket online in einen Gutschein umtauschen. «Diese Möglichkeit gilt für den genannten Buchungs- und Gültigkeitszeitraum für alle Super-Spar- und Sparfahrkarten des Fernverkehrs sowie für einige Angebote des Regionalverkehrs», teilte der Konzern mit. (dpa)

Mehr erfahren Sie hier: Corona-Informationsseite der Deutschen Bahn

+++ Tschechien verlängert Einreisebeschränkungen +++

(02.04.2020, 10:12 Uhr)

Tschechien verlängert die Mitte März wegen der Coronavirus-Pandemie eingeführten Grenzkontrollen zu Deutschland und Österreich zunächst bis zum 24. April. Das hat das Kabinett in Prag beschlossen, wie am Donnerstag bekannt wurde. Ausnahmen gelten für Lastwagen-Fahrer und zum Beispiel für Berufspendler, die im Gesundheitswesen arbeiten. (dpa)

+++ Turkish Airlines verlängert Flugstopp +++

(02.04.2020, 09:59 Uhr)

Die halbstaatliche Fluggesellschaft Turkish Airlines hat ihren weitgehenden Flugstopp wegen der Coronavirus-Krise bis Mai verlängert. Bis auf wenige Inlandsflüge ruhe der Flugverkehr bis 1. Mai, teilte die türkische Fluggesellschaft am Donnerstag mit. Die Maßnahme galt zuvor bis 17. April. Den Flugverkehr nach Deutschland hatte die Türkei am 21. März eingestellt. (dpa)

+++ USA: Sechs Wochen altes Baby verstorben +++

(02.04.2020, 09:56 Uhr)

Traurige Nachrichten aus dem US-Bundesstaat Connecticut: Dort ist ein erst sechs Wochen altes Baby an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Dies teilte Governor Ned Lamont auf Twitter mit: “Wir glauben, dass es eines der jüngsten verlorenen Leben war, das mit Komplikationen in Zusammenhang mit COVID-19 in Zusammenhang stand.”

+++ Nach Corona-Infektion: Ex-Bayern-Keeper trainiert wieder +++

(02.04.2020, 09:47 Uhr)

Ex-FC-Bayern-Torhüter Pepe Reina infizierte sich mit dem Coronavirus. Inzwischen ist der 37-Jährige ins Heim-Training zurückgekehrt, wie er auf Twitter mitteilte. "Zunächst war ich sehr müde, ich hatte Fieber, trockenen Husten und Kopfschmerzen, die nie weggingen. Ich hatte dieses ständige Gefühl der Müdigkeit", hatte er der Corriere dello Sport von seinen Symptomen berichtet. In einem schweren Moment habe er 25 Minuten lang keine Luft mehr bekommen und brauchte ärztliche Hilfe: “Die schlimmsten Minuten meines Lebens.”

+++ Studie: Deutschland gut mit Intensivbetten ausgestattet +++

(02.04.2020, 09:45 Uhr)

Deutsche Krankenhäuser verfügen im internationalen Vergleich über eine hohe Versorgungsdichte mit Intensivbetten. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte, geht dies aus einem Vergleich der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) auf Grundlage verschiedener Erhebungen in zehn ihrer Mitgliedstaaten aus den Jahren 2013 bis 2020 hervor. Demnach kamen in Deutschland 33,9 Intensivbetten auf 100 000 Einwohner. In der aktuelle Corona-Krise sollen die Kapazitäten aber erweitert werden.

Auch Österreich (28,9 Intensivbetten je 100 000 Personen) und die Vereinigten Staaten (25,8) weisen den Angaben zufolge eine vergleichsweise hohe Dichte auf. Deutlich geringer waren die Kapazitäten in den gegenwärtig besonders stark von der Pandemie betroffenen Ländern Spanien mit 9,7 und Italien mit 8,6 Intensivbetten je 100 000 Einwohner.

+++ Merz gegen Europa-Bonds und Vermögensabgabe +++

(02.04.2020, 09:40 Uhr)

Der CDU-Vorsitzendenkandidat Friedrich Merz hat sich skeptisch gegenüber so genannten Corona-Bonds, also gemeinsamen europäischen Anleihen, gezeigt. In einem Deutschlandfunk-Interview lehnte er wie schon zuvor auch Olaf Scholz (SPD) oder Markus Söder (CSU) die gesamteuropäischen Wertpapier ab.

Auch eine von SPD-Politikerin Saskia Esken ins Spiel gebrachte Vermögensabgabe entspricht nicht seinen Vorstellungen: “Jetzt gleich die Keule der Steuererhöhung zu schwingen - das demotiviert diejenigen, die wir nach der Krise am meisten brauchen.”

Kommentar zu möglichen Europa-Bonds: Olaf Scholz macht auf Donald Trump – und verrät Europa

+++ Shenzhen verbietet Verzehr von Katzen und Hunden +++

(02.04.2020, 09:34 Uhr)

Reaktion auf die Coronakrise? Die chinesische Metropole Shenzhen hat den Verzehr von Hunden und Katzen als erste Stadt Chinas verboten. Die Stadtverwaltung führte dies auf eine “Forderung und den Geist der menschlichen Zivilisation” und die enge Bindung zwischen den beliebten Haustieren und dem Mensch zurück.

In Reaktion auf den Corona-Ausbruch in Wuhan hatte China bereits Ende Februar das Handeln und Verzehren von Wildtieren verboten. Der Ursprung des Virus wurde bislang stets in einem Tiermarkt in Wuhan vermutet. Dort standen diverse Tiere zum Verkauf - darunter auch Katzen, Hunde, Schlangen, Fledermäuse und wohl auch Gürteltiere.

+++ Hamburg plant Bußgelder bis zu 25.000 Euro +++

(02.04.2020, 09:25 Uhr)

Die Stadt Hamburg will gegen Corona-Sünder mit harten Strafen vorgehen. Das sagte Innensenator Andy Grote (SPD) am Donnerstag gegenüber dem Sender NDR 90,3. Verstöße gegen die ergriffenen Maßnahmen können demnach in Zukunft mit einer Strafe bis zu 25.000 Euro bestraft werden.

«Hier wollen wir einfach mit Bußgeldern jetzt dagegen noch etwas besser vorgehen können, weil das ist dann eine sehr schnelle spürbare Folge von Verstößen und damit versprechen wir uns dann noch bessere Durchsetzbarkeit», sagte Grote.

Noch am Donnerstag soll die neue Regelung beschlossen werden und schon am Freitag in Kraft treten.

+++ Spahn gegen frühe Aufhebung der Maßnahmen +++

(02.04.2020, 09:17 Uhr)

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat vor einem zu frühen Ausstieg aus den Beschränkungen in der Corona-Krise gewarnt. Zu sehen sei zwar ein Abflachen bei den Steigerungsraten, dies sei aber noch kein abschließender Trend, sagte der CDU-Politiker in einem am Donnerstag veröffentlichen Podcast mit dem Journalisten Gabor Steingart. Dabei könnte es sich auch um statistische Effekte, Meldeeffekte handeln. Die stark einschränkenden Maßnahmen wie Schul- oder Geschäftsschließungen lägen noch nicht allzu lange zurück, betonte Spahn. Sie könnten sich teils in den Statistiken noch nicht bemerkbar machen. «Sagen wir die Richtung stimmt, ob sie dauerhaft anhält, das werden wir die nächsten Tage sehen.»

Spahn begrüßte zugleich die Debatte darüber, ob solch freiheitseinschränkenden Maßnahmen richtig seien. Über Zwang könne dies nicht dauerhaft funktionieren, es bedürfe der Einsicht, der Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger sowie einer Perspektive, betonte der Minister. «Bei allen Problemen im Alltag, die ich wirklich jeden Tag mitkriege, sind wir auch gut durchgekommen. Stand jetzt. Aber ich kann Ihnen eben nicht sagen, wie es sich weiterentwickelt. Die Dynamik kann ich Ihnen nicht sagen. Und deswegen sage ich ja: Der schwerere Teil kommt wahrscheinlich noch.» (dpa)

+++ Nordkorea nach eigenen Angaben bisher ohne Corona-Fall +++

(02.04. 2020, 08:50 Uhr)

Trotz der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus behauptet Nordkorea, bislang von der Pandemie verschont geblieben zu sein. "Bisher ist in unserem Land kein einziger Mensch mit dem neuartigen Coronavirus infiziert worden", sagte Pak Myong Su, Direktor der Abteilung für Epidemiebekämpfung Nordkoreas, der Nachrichtenagentur AFP. Angesichts der Nähe Nordkoreas zu China, wo das Virus erstmals auftrat, wird die Aussage aus dem abgeschotteten Staat international angezweifelt.

Pak rühmte die Bemühungen Nordkoreas, das bereits im Januar seine Grenzen zu China geschlossen und drastische Maßnahmen zur Eindämmung verhängt hatte. "Wir haben präventive Maßnahmen durchgeführt, wie Kontrollen und Quarantäne für alle, die in unser Land einreisen, und eine gründliche Desinfektion aller Waren sowie die Schließung der Grenzen und die Sperrung der See- und Luftwege", sagte der hochrangige Gesundheitsbeamte.

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+++ Wiedereröffnung der Schulen nach Ostern unklar +++

(02.04. 2020, 08:35 Uhr)

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig (SPD), hat Erwartungen an eine rasche Wiedereröffnung der Schulen nach der Osterpause gedämpft. "Im Moment wissen wir nicht sicher, ob die Schulen am 20. April wieder öffnen können", sagte Hubig den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut Vorabmeldung vom Donnerstag.

Sie verwies auf die Einschätzung der Gesundheitsexperten, "die die Entwicklung der Corona-Infektionen im Blick haben und uns sagen, wann und wie wir die Schulen wieder öffnen können". Wichtig sei eine bundeseinheitliche Regelung in dieser Frage. Im Moment sei die Lage extrem dynamisch. Ziel sei es dennoch, Eltern, Schüler und Schulen so früh wie möglich darüber zu informieren, wie es nach Ende der Osterferien weitergehe.

+++ Emmy-Gewinner Adam Schlesinger mit 52 an Coronavirus gestorben +++

(02.04. 2020, 07:50 Uhr)

Der New Yorker Musiker Adam Schlesinger (1967-2020) ist tot. Das bestätigte der Anwalt seiner Band Fountains of Wayne, Josh Grier, am Mittwoch dem Magazin "Rolling Stone". Demnach starb er an Komplikationen im Zusammenhang mit Covid-19. Zwei Wochen zuvor war er ins Krankenhaus eingeliefert und an ein Beatmungsgerät angeschlossen worden. Der Filmmusik-Komponist und Liedermacher wurde 52 Jahre alt.

Adam Schlesinger (Getty)

Adam Schlesinger wurde im Laufe seiner Karriere mit einem Grammy und drei Emmys ausgezeichnet sowie für einen Oscar und einen Golden Globe Award nominiert. Zuletzt erhielt er 2019 einen Emmy für herausragende Musik und Lyrik für "Anti-Depressants Are So Not a Big Deal" in der TV-Serie "Crazy Ex-Girlfriend".

+++ Kommunale Einnahmen sinken durch Corona-Krise deutlich +++

(02.04. 2020, 07:24 Uhr)

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund warnt vor drastisch sinkenden Steuereinnahmen der Kommunen als Folge der Corona-Krise. Schon während der Finanzkrise des Jahres 2008 seien die Einnahmen aus der Gewerbesteuer um 20 Prozent gesunken, teilte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Neuen Osnabrücker Zeitung" ("NOZ"; Donnerstagsausgabe) mit. Da nun fast die gesamte Wirtschaft unter der Pandemie leide, werde der Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen deutlich höher als 20 Prozent ausfallen.

Laut "NOZ" würde schon ein 20-prozentiger Rückgang der Einnahmen aus dieser Steuer ein Minus von mehr als elf Milliarden Euro bedeuten. Zudem fehlten den Kommunen Einnahmen aus Kulturveranstaltungen, dem öffentlichen Nahverkehr, Kitas oder Schwimmbädern, führte Landsberg aus. Zugleich steigen nach seinen Angaben die kommunalen Ausgaben für soziale Leistungen derzeit stark an.

+++ Paket- und Kurierbranche leidet unter Wegfall von Geschäftspost +++

(02.04. 2020, 07:18 Uhr)

Weniger Warenlieferungen aus Asien und Amerika und weniger Geschäftspost: Die Corona-Krise wirkt sich auch auf die Kurier- und Paketdienste nach Angaben aus der Branche negativ aus - trotz geschlossener Einzelhandelsgeschäfte.

"Im Durchschnitt fällt deutlich mehr weg als dazu kommt", sagt Andreas Schumann, Vorsitzender des Bundesverbands der Kurier-Express-Post-Dienste (BdKEP). Diesem gehören unter anderem Subunternehmen der großen Paketdienste wie DHL und DPD an.

Problematisch sei für viele Dienstleister unter anderem, dass lukrative Fahrten von Unternehmenszentralen zu Filialen ausblieben. Dabei werden normalerweise gleich mehrere Pakete an dieselbe Adresse geliefert. Auch die geschlossenen Grenzen haben laut dem BdKEP einen negativen Effekt. "Das Weltpostsystem ist sehr stark heruntergefahren. Sendungen fehlen in den Mengenströmen", sagt Schumann.

+++ Häftlinge in US-Bundesgefängnissen werden wegen Coronavirus isoliert +++

(02.04. 2020, 06:40 Uhr)

Wegen der Coronavirus-Pandemie sind in allen Bundesgefängnissen der USA Isolationsmaßnahmen verhängt worden. Die betroffenen insgesamt fast 170.000 Häftlinge dürfen mindestens 14 Tage lang ihre Zellen und Trakte nicht mehr verlassen, wie die für die Haftanstalten der US-Bundesregierung zuständige Behörde BOP am Mittwoch mitteilte.

Zuletzt hatte sich der neuartige Erreger in US-Bundesgefängnissen ausgebreitet. In einer Haftanstalt im Bundesstaat Louisiana starben mindestens zwei Insassen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Nach BOP-Angaben steckten sich bislang mindestens 57 Häftlinge und 37 Mitglieder des Wachpersonals in den Haftanstalten der US-Bundesregierung mit dem Coronavirus an.

+++ Russisches Flugzeug mit Hilfsgütern in New York gelandet +++

(02.04. 2020, 05:50 Uhr)

Russland steht den USA im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie bei: Am Mittwochabend (Ortszeit) landete das größte russische Frachtflugzeug in New York und brachte Schutzmasken und andere medizinische Ausrüstung mit. Das teilte die russische UN-Vertretung in New York mit.

"Russland hilft den USA, die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie zu stoppen und diejenigen zu behandeln, die sich mit der Krankheit angesteckt haben", twitterte die Mission. Der stellvertretende russische UN-Botschafter Dmitri Poljanskii twitterte, die Lieferung sei eine Geste der Solidarität mit den New Yorkern, die derzeit in einer sehr schwierigen Lage seien.

Der US-Ostküstenstaat New York mit der gleichnamigen Millionenmetropole hat sich zum Epizentrum der Coronavirus-Pandemie in den USA entwickelt.

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+++ Nato-Außenminister beraten über gemeinsamen Kampf gegen Corona +++

(02.04. 2020, 05:45 Uhr)

Die Nato-Außenminister beraten am Donnerstag (15.00 Uhr) über eine bessere Zusammenarbeit des Militärbündnisses in der Coronavirus-Krise. Erstmals in der 70-jährigen Nato-Geschichte kommen Bundesaußenminister Heiko Maas und seine Kollegen in einer Videokonferenz zusammen. Die Schalte ersetzt das reguläre Treffen in Brüssel, das für Donnerstag und Freitag geplant war und wegen der Pandemie abgesagt werden musste. Zum ersten Mal nimmt Nordmazedonien als offizielles Nato-Mitglied teil. Das Westbalkanland war dem Bündnis vergangene Woche beigetreten.

Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte am Mittwoch betont, die Nato sei auch in der Corona-Krise handlungsfähig und komme ihren Hauptaufgaben - Verteidigung und Abschreckung - nach. Innerhalb der Allianz besteht jedoch die Sorge, Gegner wie Russland könnten die Situation ausnutzen und verstärkt feindliche Aktivitäten ausüben.

+++ Von der Leyen will europäischen Plan für Kurzarbeitergeld vorlegen +++

(02.04. 2020, 05:45 Uhr)

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will am Donnerstag (gegen 12.00 Uhr) ihren Plan zur Unterstützung von Kurzarbeitern in der Europäischen Union vorstellen. Die Initiative namens "Sure" soll den von der Corona-Krise besonders betroffenen Staaten wie Italien und Spanien zugute kommen. Geplant ist Unterstützung aus Brüssel, die mit Hilfe von Garantien aus allen Mitgliedstaaten finanziert werden sollen. Wie das Finanzierungsmodell genau aussieht, ist noch nicht bekannt.

Den Plan hatte von der Leyen am Mittwoch in einer Videobotschaft auf Twitter angekündigt, ohne Details zu nennen. 

+++ Trump ruft zum Zusammenhalt auf: “Greifen Virus an jeder Front an” +++

(02.04. 2020, 05:40 Uhr)

US-Präsident Donald Trump hat die Amerikaner angesichts dramatisch steigender Infektions- und Todeszahlen in der Coronavirus-Krise zum Zusammenhalt aufgerufen. "Ich weiß, dass jeder Amerikaner seine patriotische Pflicht erfüllen und uns dabei helfen wird, einen totalen Sieg zu erringen", sagte Trump am Mittwochabend bei der täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus. "Wir greifen das Virus an jeder Front an." Trump sagte, seine Regierung erwäge inzwischen auch Reiseeinschränkungen innerhalb der USA, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen.

In den USA stieg die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus am Mittwoch auf mehr als 200 000 - so viele wie nirgendwo sonst auf der Welt. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor. Am Mittwochabend (Ortszeit) verzeichnete die Universität mehr als 213 000 Fälle und mehr als 5000 Tote.

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