Finanzbeamtin zwingt Steuersünder zum Sex

Sexismus mal anders rum? Ein Mann aus Oregon hat eine Mitarbeiterin der amerikanischen Steuerbehörde IRS verklagt. Die Frau habe ihn unter Androhung einer Steuerstrafe zum Sex gezwungen, berichtet Vincent B. der "Huffington Post". Nun muss sich die Frau wegen Nötigung vor Gericht verantworten.

Eine Finanzbeamtin soll einen Steuersünder zum Sex gezwungen haben (Symbolbild: thinkstock)Im August 2011 habe die IRS-Mitarbeiterin Dora A. den Vierzigjährigen wegen einer Anhörung kontaktiert. Angeblich habe A. bereits im Vorfeld seltsame Anspielungen gemacht: "Ich weiß, wer Sie sind. Sie haben Glück, dass das der Fall ist. Wir sollten uns treffen“, habe die Frau laut Gerichtsakten gesagt.

Schnell wurden die Annäherungsversuche offensiver. Zunächst soll A. anzügliche Nachrichten per SMS geschickt haben – unter Anderem mit dem Angebot einer intimen Massage. Es folgte ein Foto, dass die Frau in Unterwäsche zeigt, heißt es im Protokoll aus dem die "Huffington Post" zitiert.

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B. hielt nach eigener Aussage den Avancen der IRS-Mitarbeiterin Stand. Als die Frau aber "in aufreizendem Aufzug" bei ihm zu Hause auftauchte, gab er auf. "Sie sagte ihm, sie könne eine Hexe oder aber nett sein", heißt es im Gerichtsprotokoll. "Sie sagte, sie könne entweder keine Strafe oder eine in Höhe von 40 Prozent anordnen. Wenn er bereit wäre, ihr zu geben, was sie wolle, würde sie das selbe für ihn tun."

Am selben Tag kam es zum Sex zwischen den beiden. Zunächst schwieg der Mann – "aus Scham. Und aus Angst vor weitreichenden finanziellen Folgen." Dann wagte er den Schritt in die Öffentlichkeit. Nun steht die Frau wegen Nötigung vor Gericht. Weder die Angeklagte noch Vertreter der Steuerbehörde haben sich bisher öffentlich zu dem Fall geäußert.

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