"Froh, dass ich nicht feiern und Leute einladen muss": Jürgen Tarrach freut sich auf Pandemie-Geburtstag

teleschau
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Am 17. Dezember feiert Jürgen Tarrach seinen 60. Geburtstag. Eine große Sause wird es angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie allerdings nicht. Dem Schauspieler scheint das aber gerade recht zu kommen.

Jürgen Tarrach scheint ein echter Optimist zu sein: Rund einen Monat vor seinem bevorstehenden 60. Geburtstag am 17. Dezember erzählte der Schauspieler in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" von seinen ursprünglichen Partyplänen, die sich aufgrund der Corona-Krise mittlerweile zerschlagen haben: Eigentlich habe er eine gemeinsame Feier mit einem alten Schulfreund geplant. Inzwischen habe er diese jedoch abgesagt.

Halb so wild, findet der Mime: "Das ist überhaupt kein Beinbruch, ich bin sogar froh, dass ich nicht feiern und Leute einladen muss." Stattdessen wolle er seinen Geburtstag nun "in der Familie ganz klein begehen und mit den Kindern und meiner Schwiegermutter eine schöne Flasche aufmachen". Er fährt fort: "Das macht mich überhaupt nicht melancholisch, eher schon die Tatsache, dass ich überhaupt 60 werde."

Einen Hang zur Melancholie habe er aber schon, wie er weiter berichtet: "Diese niederrheinische Tiefebene kann einen schon sehr melancholisch machen. Nieselregen, eine geschlossene Wolkendecke bis zum Horizont, nichts bewegt sich, und sonntags herrscht eine Totenstille - da muss man als junger Mensch ja melancholisch werden." Er wisse dieses Gefühl aber auch durchaus zu schätzen, schließlich sei es "das Ergebnis von gelebtem Leben": "Jeder, der eine glückliche Zeit erlebt hat, die aber zu Ende gegangen ist, verspürt im Moment des Erinnerns daran Melancholie. Das ist keine Depression oder depressive Verstimmung, sondern etwas vollkommen Natürliches."

Veränderungen stehen an

Während der Corona-bedingten Drehpause hat sich Tarrach handwerklich betätigt und einen Tisch für seinen Grill gebaut: "Dafür gibt es Tische, in die man den Grill reinstellen kann, die aber unverschämt teuer sind. Irgendwann habe ich gedacht: So einen blöden Tisch kannst du auch bauen", erklärt er. Er sei dann in den Baumarkt gefahren und habe sich Säge, Akkuschrauber und anderes Werkzeug gekauft. Anschließend habe er den Tisch selbst gebaut und versiegelt: "mit zweiter Ebene, auf Rollen und sogar mit verdeckten Schrauben", wie er stolz betont.

Demnächst wolle er sich nun von seinem Ferienhaus in der Nähe von San Remo in Italien trennen: "Wir sind jetzt auf dem Sprung, das Haus zu verkaufen, weil es sich ein bisschen überlebt hat und man auch viel Arbeit damit hat. Ich bin jetzt jedes Jahr zwei Monate zu Dreharbeiten in Portugal, habe in Lissabon dann ein Super-Apartment, und außerdem haben wir in Potsdam ein schönes Haus mit einem großen Garten, der fast ein botanischer Garten ist."

Seit 2016 spielt Jürgen Tarrach in der ARD-Krimireihe "Der Lissabon-Krimi" den Anwalt Eduardo Silva. Die neuen Folgen "Der Lissabon-Krimi: Zum Schweigen verurteilt" und "Der Lissabon-Krimi: Die verlorene Tochter" werden am Donnerstag, 19. November, und Donnerstag, 26. November, jeweils um 20.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt.