Lawine in Lech-Zürs: Nur noch zwei statt 10 Verschüttete

Bei einem Lawinenabgang im österreichischen Skigebiet Lech Zürs sind anscheinend deutlich weniger Menschen unter den Schneemassen begraben worden als zunächst vermutet. Es wird nur noch von zwei möglichen Opfern statt 10 ausgegangen, acht Vermisste seien gefunden. Sie seien noch knapp aus der niedergehenden Lawine herausgekommen.

Zeitweise waren fast 200 Helfer an der Suche auf dem Lawinenkegel unterhalb des 2700 Meter hohen Trittkopfes am Arlberg im Einsatz, nach den letzten Vermissten wird weiter mit Hubschraubern und Lawinenhunden gesucht.

Es war zunächst nicht klar, wie lange in der Dunkelheit weitergesucht werden könnte. Doch Hermann Fercher von der Einsatzzentrale erklärte gegenüber dem ORF: "Es ist alles mit Scheinwerfern und Einsatzfahrzeugen und allem, was geht, im Einsatz“. Wenn es sein müsse, werde die ganze Nacht durch weitergesucht.

In den vergangenen Tagen war viel Schnee gefallen, dann herrschten frühlingshafte Bedingungen am Arlberg. Die Lawinengefahr war laut des Lawinenwarndienstes erheblich.

Es waren am Nachmittag sechs Helikopter im Einsatz, die am Abend aber ihre Aktivitäten stoppen mussten. Mehr als 100 Einsatzkräfte suchten aber mit Sonden und Hunden weiter.

Nach dem Lawinenabgang herrschte im Bereich Lech/Zürs an diesem 1. Weihnachtsfeiertag Verkehrschaos, die L198 Flexenstraße war gesperrt, weil die Rettungshubschrauber dort auf der Fahrbahn standen.

Zeugen des Lawinenabgangs gesucht

Die Einsatzkräfte suchen nach Zeugen des Lawinenunglücks. Personen, die zweckdienliche Angaben zum Hergang des Lawinenabgangs oder zu vermissten Personen machen können, sollen sich bei der Polizeiinspektion Lech melden unter der Telefonnummer +43 (0) 59 133 8105.

Laut ORF wurden Helikopter aus Vorarlberg und Tirol sowie Suchtrupps mit Lawinenhunden an den Unglücksort geschickt.

Notruf um 15.00 Uhr

Gegen 15.00 Uhr war bei der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) in Feldkirch ein Notruf eingegangen. Die Lawine war oberhalb des Skigebiets abgegangen, die Ausläufer hatten aber die Skipiste erreicht.