Der nächste Ermittler verlässt den "Polizeiruf 110"

Vor dem Absprung: Lucas Gregorowicz wird den Kriminalhauptkommissar Adam Raczek nur noch einmal spielen. Danach will er den "Polizeiruf 110" aus Brandenburg verlassen. (Bild: rbb/Maor Waisburd)
Vor dem Absprung: Lucas Gregorowicz wird den Kriminalhauptkommissar Adam Raczek nur noch einmal spielen. Danach will er den "Polizeiruf 110" aus Brandenburg verlassen. (Bild: rbb/Maor Waisburd)

Ungewohnte Personalfluktuation beim Vorzeige-Krimi: Der "Polizeiruf 110" verliert in Kürze zwei prominente Kommissars-Gesichter. Die Sender RBB und BG sind offenbar unfreiwillig zum Handeln gezwungen.

Fachkräftemangel und Personalnotstand bremsen Teile des deutschen Arbeitsalltags aus. Jetzt kämpft auch ein deutscher Vorzeigekrimi mit erstaunlicher Personalfluktuation binnen kurzer Zeit. Nachdem am Montag bekannt wurde, dass Verena Altenberger den Münchner "Polizeiruf 110" nach nur drei Jahren wieder verlässt, wurde jetzt auch der Abschied von Lucas Gregorowicz beim RBB-Pendant publik.

Gregorowicz spielt im Brandenburger "Polzeiruf" seit 2015 den Ermittler Adam Raczek. Zunächst hatte der für die deutsch-polnische Mordkommission im Grenzort Świecko gemeinsam mit der deutschen Kommissarin Olga Lenski (gespielt von Maria Simon) ermittelt. Nach deren Abgang gab in diesem Jahr der Kollege Vincent Ross (gespielt von André Kaczmarczyk) sein Debüt beim ARD-Krimi. Nun wird der sich nach nur einem ausgestrahlten gemeinsamen Fall schon auf einen neuen Partner einstellen müssen. Das berichtete zunächst der "Tagesspiegel".

Verena Altenberger kehrt der Figur der Polizeioberkommissarin Elisabeth "Bessie" Eyckhoff nach nur drei Jahren beim "Polizeiruf 110" aus München den Rücken. (Bild: BR/Provobis Gesellschaft für Film und Fernsehen/Hendrik Heiden)
Verena Altenberger kehrt der Figur der Polizeioberkommissarin Elisabeth "Bessie" Eyckhoff nach nur drei Jahren beim "Polizeiruf 110" aus München den Rücken. (Bild: BR/Provobis Gesellschaft für Film und Fernsehen/Hendrik Heiden)

"Bin sehr dankbar für diese Zeit"

Wie der RBB bestätigte, wird das Duo Raczek / Ross noch einen Fall mit vereinten Kräften lösen. Die Episode "Da, wo wir nicht sind" soll Ende des Jahres im Ersten laufen. Danach werde es einen Film ("Gott des Bankrotts") mit André Kaczmarczyk in der Rolle eines Solo-Ermittlers geben, der fürs erste Quartal 2023 geplant sei.

In einer Mitteilung des Senders bedankte sich Lucas Gregorowicz bei Kollegen und Publikum: "Nach sieben Jahren und zwölf Abenteuern ist es Zeit zu gehen. Ich bin sehr dankbar für diese Zeit: für die Menschen, mit denen ich arbeiten durfte, die Freundschaften und die Chance, meine eigene polnische Seite in diesem erstklassigen Format ausleben zu können", wird der45-Jährige zitiert.

RBB-Filmchefin Martina Zöllner betonte, sie "respektiere" die Entscheidung des Schauspielers, und dankte ihm "für zwölf sehr besondere Episoden". An einer Nachfolge für Gregorowicz, der 2001 mit der Kifferkomödie "Lammbock" bekannt geworden war, gearbeitet.

Verena Altenberger kehrt München den Rücken

Am Montag hatte der Bayerische Rundfunk bekannt gegeben, dass beim "Polizeiruf 110" aus München gleichfalls eine neue Ermittlerin oder ein neuer Ermittler gesucht werde. Nach nur drei Jahren wird Verena Altenberger dem beliebten Krimiformat den Rücken kehren. Der Abschied von der Figur der Polizeioberkommissarin Elisabeth "Bessie" Eyckhoff sei ihr schwergefallen, bekannte die 34-jährige Österreicherin. Nun aber sei sie auf der Suche nach neuen Herausforderungen.

Beim BR zeigte man sich über die Entscheidung der Schauspielerin betrübt: Programmbereichsleiterin Bettina Ricklefs betonte, der Krimi aus er bayerischen Landeshauptstadt habe "die Herzen des Publikums und der Kritiker erobert": "Wir bedauern es sehr, dass Verena Altenberger nun den Polizeiruf verlässt und wünschen ihr alles Gute für ihren weiteren Weg."

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