Vergessenes Frühstück kostet Flugreisenden 1.822 Euro

Vergessenes Frühstück kostet Flugreisenden 1.822 Euro

Es war ganz sicher das teuerste Frühstück seines Lebens. Ein Passagier, der zwei McMuffins mit Ei und Wurst sowie ein Schinkencroissant im Handgepäck hatte, musste bei seiner Ankunft am Darwin Airport im Norden von Australien 2664 australische Dollar bezahlen. Das sind etwa 1.822 Euro.

Die Lebensmittel des Passagiers, der aus Indonesien kam, wurden vom "Biosicherheitshund" mit dem Namen Zinta im Rucksack des Flugreisenden aufgespürt. Australien ist wegen der Maul- und Klauenseuche in höchster Alarmbereitschaft.

Geldstrafe kostet doppel so viel wie ein Flug nach Bali

Wie die Behörden mitteilten, soll der Reisende vor der Ankunft in Darwin ein falsches und irreführendes Dokument vorgelegt und es versäumt haben, die potenziell mit einem hohen Biosicherheitsrisiko behafteten Gegenstände zu deklarieren.

Die vom neuem Biosicherheitsspürhund Zinta aufgespürten Lebensmittel werden auf Maul- und Klauenseuche getestet, bevor sie vernichtet werden.

Der australische Landwirtschaftsminister Murray Watt sagte, die Nichtdeklaration von Lebensmitteln sei nicht nur ein Verbrechen, sondern bedrohe auch den Status Australiens, frei von Maul- und Klauenseuche zu sein, die die indonesischen Klauentiere befallen hat.

"Diese Geldbuße kostet doppelt so viel wie ein Flug nach Bali, aber ich habe kein Verständnis für Leute, die die strengen australischen Biosicherheitsmaßnahmen missachten, und die jüngsten Eregin=isse zeigen, dass sie erwischt werden", sagte der Minister weiter.

Australische Behörden
Beschäftigte mit Biosicherheitshund Zinta am Flughafen Darwin - Australische Behörden

"Australien ist MKS-frei, und wir wollen, dass das auch so bleibt. Mit der Biosicherheit ist nicht zu spaßen - sie trägt zum Schutz von Arbeitsplätzen, landwirtschaftlichen Betrieben und Lebensmitteln bei und unterstützt die Wirtschaft. Reisende, die sich für eine Reise entscheiden, müssen sicherstellen, dass sie die Bedingungen für die Einreise nach Australien erfüllen, indem sie alle Biosicherheitsmaßnahmen befolgen."

In Indonesien gibt es derzeit einen Ausbruch der Maul- und Klauenseuche. Diese befällt alle Klauentiere wie Rinder, Schafe, Ziegen, Hirsche und Schweine.

Das Virus wird von lebenden Tieren, in Fleisch und Milchprodukten sowie in Erde, Knochen, unbehandelten Häuten, Fahrzeugen und Geräten, die mit diesen Tieren benutzt werden, übertragen.

Die australische Regierung unterstützt Indonesien und dessen Nachbarländer im Kampf gegen die Tierkrankheit.

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