Die Emmys 2020: Erfolg für "Succession" und "Watchmen" - und ein Rekord für Zendaya

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Bei der vielleicht ungewöhnlichsten Emmy-Verleihung aller Zeiten gehörten “Succession” und “Watchmen” zu den größten Abräumern - und “Euphoria”-Star Zendaya schrieb mit ihrem Gewinn ein Stückchen Emmy-Geschichte.

Zendaya schrieb mit ihrem Emmy für "Euphoria" ein Stückchen Emmy-Geschichte. (Bild: Getty Images)
Zendaya schrieb mit ihrem Emmy für "Euphoria" ein Stückchen Emmy-Geschichte. (Bild: Getty Images)

Alles war ein wenig anders bei der diesjährigen Verleihung des wichtigsten TV-Preises. Wegen der Corona-Pandemie gab es bei den Emmys weder einen roten Teppich noch ein Publikum im Saal. Statt eines großen Award-Spektakels standen also ausnahmsweise ausschließlich die Gewinner im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit - und zu den größten Gewinnern gehörte “Succession”.

Die HBO-Serie um ein Medien-Imperium, das Mogul Logan Roy (Brian Cox) trotz schwindender Gesundheit und aufmüpfigem Nachwuchs mit eiserner Hand führt, räumte mit ihrer zweiten Staffel sieben Emmys ab, darunter den Preis in der Königs-Kategorie “Beste Drama-Serie”. Schon vorab hatte die Serie, die sich nahtlos zwischen Familiendrama und Medienkritik bewegt und dabei ein komplexes Netz aus Geld, Macht und Abhängigkeiten von Politik und Medien webt, als einer der Favoriten für den Top-Preis gegolten.

Traum-Ensemble: Neben Jeremy Strong waren auch Kieran Culkin, Brian Cox, Sarah Snook (von links) und Nicholas Braun (nicht im Bild) für Emmys nominiert. (Bild: HBO)
Traum-Ensemble: Neben Jeremy Strong waren auch Kieran Culkin, Brian Cox, Sarah Snook (von links) und Nicholas Braun (nicht im Bild) für Emmys nominiert. (Bild: HBO)

Das hervorragende Ensemble wurde mit einer Trophäe für Jeremy Strong als ehrgeizigen aber glücklosen Kendall Roy belohnt, der sich damit sogar gegen seinen Serien-Vater Cox durchsetzte. Auch Regie und Drehbuch wurden mit Emmys gewürdigt, was beweist, dass die Show, die in Deutschland von Sky ausgestrahlt wird, zum Besten gehört, was in der aktuellen Serien-Landschaft zu sehen ist.

Auch “Watchmen” hat Grund zu feiern

Gleiches gilt für die bahnbrechende Mini-Serie “Watchmen”, der es gelang, der gefeierten Graphic-Novel-Vorlage gerecht zu werden und dabei brandaktuelle gesellschaftliche Themen zu reflektieren. Insgesamt erhielt die komplexe Superhelden-Story elf Emmys - und damit mehr als jede andere Serie in diesem Jahr. Ausgezeichnet wurde “Watchmen” unter anderem als beste Mini-Serie, zudem gab es Preise für das Drehbuch der sechsten Folge sowie für Hauptdarstellerin Regina King und ihren Co-Star Yahya Abdul-Mateen II.

“Watchmen” bekommt keine zweite Staffel - oder vielleicht doch?

In den Komödien-Kategorien räumte die Serie “Schitt’s Creek” mit ihrer finalen Season die wichtigsten Preise ab und brach mit insgesamt neun Awards den Rekord für die meisten Emmys für eine einzelne Staffel einer Comedy-Serie.

Die bahnbrechende Mini-Serie "Watchmen" wurde mit insgesamt elf Emmys ausgezeichnet. (Bild: Sky)
Die bahnbrechende Mini-Serie "Watchmen" wurde mit insgesamt elf Emmys ausgezeichnet. (Bild: Sky)

Zendaya bricht Rekord - und nutzt ihre Rede für wichtige Botschaft

Die 24-jährige Zendaya war es jedoch, die eigenständig Emmy-Geschichte schrieb, indem sie für ihre Darstellung der innerlich zerrissenen und suchtkranken Schülerin Rue in der Serie “Euphoria” als jüngste Schauspielerin aller Zeiten den Preis für die beste Hauptdarstellerin in der Drama-Serien-Kategorie verliehen bekam.

Wie alle anderen Preisträger nahm Zendaya die Ehrung via Live-Schaltung von Zuhause aus entgegen. Umzingelt von ihrer jubelnden Familie nutzte sie ihre Rede für eine wichtige Botschaft.

“Ich weiß, es ist eine seltsame Zeit, um zu feiern”, sagte sie und bezog das offenbar nicht nur auf die Corona-Krise, sondern angesichts der Proteste gegen Polizeigewalt, Rassismus und US-Präsident Donald Trump auch auf das politische Klima in den USA. “Aber es steckt Hoffnung in den jungen Menschen da draußen. Ich weiß, dass unsere Serie nicht immer das beste Beispiel dafür ist”, fügte Zendaya hinzu, deren kontroverse Serie “Euphoria” junge Menschen in einer Welt voller Sex und Drogen zeigt. “Und ich will meinen Gleichaltrigen, die da draußen auf den Straßen kämpfen, sagen: Ich sehe euch und ich bewundere euch, danke!”

Auch andere Emmy-Gewinner wurden politisch: Die besten Momente

Wer Zendayas starkes Spiel in “Euphoria” erleben will, kann die Serie - ebenso wie “Succession” und “Watchmen” - auf Sky sehen.

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