Franziskus in Kanada, um Indigene um Verzeihung zu bitten

Papst Franziskus ist in Kanada. Er will an diesem Montag auf seiner Reise Ureinwohner der First Nations, Métis und Inuit treffen.

Der 85-Jährige wird rund 100 Kilometer südlich von Edmonton, in einer Pfarrgemeinde erwartet. Dort will er an einem Friedhof beten. Die Indigenen zu treffen, ist der zentrale Teil der sechstägigen Reise von Franziskus. Hintergrund sind Funde toter Kinder vor etwas mehr als einem Jahr in der Nähe von Internaten, die einst die katholische Kirche führte. Der Erzbischof von Edmonton, Richard Smith: "Es ist in erster Linie eine Pilgerreise. Aber es ist eine Pilgerreise, um Buße zu tun. Es belastet ihn sehr, dass in der Vergangenheit schreckliche Dinge passiert sind, Taten, die in vielen Fällen von Vertretern der Kirche begangen wurden.

Die indigenen Kinder waren ihren Familien weggenommen worden und in katholischen Heimen Misshandlungen ausgesetzt gewesen. Nach Gräbern wird immer noch gesucht:

Archäologin Kisha Supernant von der Universität Alberta: "Wir versuchen in der Nähe von Wohnheimen eventuelle, nicht gekennzeichnete Gräber von indigenen Kindern zu finden, die während des Schulbesuchs gestorben sind. Oder die niemals heimkamen, und aus den Aufzeichnungen einfach verschwanden."

Franziskus will in Kanada um Vergebung für Missbrauch und Gewalt bitten, die Bedienstete der katholischen Kirche in Internaten einst an indigenen Kindern begingen.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.